Google drohen 5 Milliarden US-Dollar Strafe für das Tracking in Chromes Inkognito-Modus

Am Dienstag wurde Google verklagt, weil User im Chrome Browser selbst im „Private Mode“ einem umfänglichen Tracking ausgesetzt seien. Mindestens fünf Milliarden US-Dollar soll Google zahlen.

Google New York

Google New York, © Google

Google sieht sich einer Sammelklage gegenüber, die diese Woche beim United States District Court im Northern District of California eingereicht wurde. Dabei fordern die Kläger von Google als Anbieter des Browsers Chrome die Milliardensumme als Strafe für eine als verhohlen bezeichnete Tracking-Praxis. Denn User, die bei Chrome im Inkognito-Modus surfen, der „Privates Surfen“ anpreist und User vom Tracking ihrer Browsing-Aktivitäten befreien soll, seien durch Google umfänglich analysiert worden. So führt die Klageseite an:

[Google] cannot continue to engage in the covert and unauthorized data collection from virtually every American with a computer or phone.

Allerdings erklärt das Unternehmen zu seinem Inkognito-Modus eindeutig:

Für die von Ihnen besuchten Websites, Ihren Arbeitgeber bzw. Ihre Bildungseinrichtung und Ihren Internetanbieter sind Ihre Aktivitäten auch weiterhin sichtbar.

Dementsprechend betonte ein Google-Sprecher gegenüber Reuters:

As we clearly state each time you open a new incognito tab, websites might be able to collect information about your browsing activity.

Kritisiert wurde von Datenschützern zuweilen auch, dass Browser-Anbieter die User-Profile aus Aktivitäten in verschiedenen Browsing-Modi aggregieren. Die Klageseite geht von Millionen von Usern aus, die seit dem ersten Juni 2016 im privaten Modus bei Google gesurft haben, die Teil der Sammelklage sein könnten. Für jeden einzelnen User werden mindestens 5.000 US-Dollar als Schadenersatz für das laut Klageseite unlautere Untergraben der Datenschutzrechte Kaliforniens gefordert.

Google sieht sich massiver Klage gegenüber

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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