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FTC kündigt weitreichende Untersuchung zur Datennutzung von TikTok, WhatsApp, YouTube und Co. an
© ipse dixit - Unsplash

FTC kündigt weitreichende Untersuchung zur Datennutzung von TikTok, WhatsApp, YouTube und Co. an

Niklas Lewanczik | 15.12.20

Die Federal Trade Commission fordert von neun Social-Media-Plattformen ausführliche Dokumentationen dazu, wie sie persönliche Daten sammeln, nutzen und präsentieren.

Die unabhängige US-Bundesbehörde FTC (Federal Trade Commission) hat eine neue und groß angelegte Untersuchung verschiedener Anbieter von Social-Media-Plattformen angekündigt. Dabei sollen die Unternehmen Amazon.com, Inc., ByteDance Ltd., Discord Inc., Facebook, Inc., Reddit, Inc., Snap Inc., Twitter, Inc., WhatsApp Inc. und YouTube LLC der Behörde Informationen bezüglich ihrer Datenverarbeitung zukommen lassen. Diese Daten sollen weitreichende Studien ermöglichen, die zunächst noch an keine konkrete Rechtsdurchsetzung gekoppelt sind. Die FTC möchte insbesondere auch User- und Engagement-Praktiken auf den Plattformen der Anbieter untersuchen. Dabei wird ebenfalls im Fokus stehen, inwiefern Kinder und Jugendliche durch diese und durch die Datensammlung und -verarbeitung der sozialen Medien beeinflusst werden.

Im Blogpost zur Ankündigung der Untersuchung heißt es, die FTC suche Informationen speziell in Bezug darauf:

  • wie soziale Medien und Video-Streaming-Dienste persönliche und demografische Informationen sammeln, verwenden, verfolgen, schätzen oder ableiten
  • wie sie bestimmen, welche Ads und sonstigen Inhalte den Verbrauchern gezeigt werden
  • ob sie Algorithmen oder Datenanalysen auf persönliche Informationen anwenden
  • wie sie das Engagement der Benutzer messen, fördern und erforschen
  • wie sich ihre Praktiken auf Kinder und Jugendliche auswirken

Die Untersuchung wird in diesem Fall umfassend auf diverse Social Media Bezug nehmen. Die Analyseergebnisse sollen eine Informationsgrundlage für einen fairen, sicheren und wettbewerbsfreundlichen Digitalraum bilden. Insbesondere die Analysen zu etwaigen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche könnten künftige Veränderungen bei den Plattformen bewirken. Die Unternehmen haben laut FTC 45 Tage Zeit, um auf die Aufforderung der Behörde zu reagieren.

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