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Frances Haugen spricht mit UK-Parliament und Oversight Board über Facebook
© Alxey Pnferov - Getty Images ProCanva

Frances Haugen spricht mit UK-Parliament und Oversight Board über Facebook

Aniko Milz | 12.10.21

Die Whistleblowerin Frances Haugen ist sowohl vom UK Parliament als auch von Facebooks Oversight Board eingeladen worden.

Der Fall „Facebook Files“ geht weiter. Frances Haugen setzt ihre Aussagen über, beziehungsweise gegen, Facebook fort und wird als nächstes mit dem Britischen Parlament sprechen. Außerdem ist ein Gespräch mit dem Oversight Board von Facebook geplant. Die ehemalige Product Managerin hatte zahlreiche interne Dokumente als Beweise dafür angeführt, dass Facebook den eigenen Profit vor das Wohlergehen der jungen User der Plattform stellt. Vor dem US-Kongress sagte Haugen bereits aus, nun möchte auch das UK Parliament mit ihr sprechen.

Das werden nicht die letzten Gespräche sein

Die sogenannte „Evidence Session“ ist für den 25. Oktober angesetzt. Damian Collins MP, Chair of the Committee, erklärt:

Frances Haugen’s evidence has so far strengthened the case for an independent regulator with the power to audit and inspect the big tech companies. Mark Zuckerberg and Nick Clegg have complained that she has only presented a partial view of the company, whereas they want to stop any insights into how the company manages harmful content to get into the public domain, unless they have personally approved them. There needs to be greater transparency on the decisions companies like Facebook take when they trade off user safety for user engagement. We look forward to discussing these issues with Frances Haugen.

Der US-Kongress berät bereits darüber, ob Facebook die derzeit eigenommene Machtposition beibehalten kann. Ähnliche Fragen wird sich vermutlich auch das UK Parliament stellen. Am vergangenen Wochenende hatten sowohl Nick Clegg, Facebook Vice President of Global Affairs, als auch Mark Zuckerberg selbst angefangen, das Unternehmen zu verteidigen und auf etwaige Lücken in den Beweisen hinzuweisen. Dennoch nehme man die Anschuldigungen ernst. Man sei derzeit dabei, neue Features zu entwickeln, die vor allen Dingen Teenager dazu animieren sollen, eine Pause von Instagram zu machen. Zusätzlich wäre man bereit, für mehr Transparenz zu sorgen und die eigenen Algorithmen offenzulegen.

Für die kommenden Wochen steht außerdem Gespräch mit dem Oversight Board von Facebook an. Dieses besteht aus 20 unabhängigen Expert:innen, die Content-Entscheidungen der Plattform überwachen. Haugen gab an, dem Board ihre Erkenntnisse aus der Arbeit bei Facebook mitteilen zu wollen:

Facebook has lied to the board repeatedly, and I am looking forward to sharing the truth with them.

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