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Facebook-Protest: Zuckerberg will Posts von Trump weiterhin nicht löschen
Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Quelle: Facebook

Facebook-Protest: Zuckerberg will Posts von Trump weiterhin nicht löschen

Nadine von Piechowski | 03.06.20

Nachdem der Facebook CEO verkündete, dass ein umstrittener Post von Trump nicht gelöscht wird, traten die Mitarbeitenden des Konzerns in Streik. Trotz der Proteste bekräftigte Zuckerberg nun seine Entscheidung.

Mark Zuckerberg steht zunehmend in der Kritik. Der Grund: Der Facebook CEO entschied, Posts von Donald Trump, die zuvor als gewaltverherrlichend bei Twitter markiert und gelöscht wurden, nicht von der eigenen Plattform zu entfernen. Zuckerberg erklärte seine Entscheidung in einem Facebook Post, in dem er darauf hinwies, dass die von US-Präsident Trump geteilten Inhalte nicht gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen würden. Facebook-Mitarbeitende reagierten auf dieses Verhalten des CEO mit einem digitalen Streik und machten ihrem Ärger auf Twitter Luft.

 

Zuckerberg bleibt bei seiner Entscheidung: Die Posts von Donald Trump werden trotz Streik nicht gelöscht 

Wie die New York Times jetzt berichtete, teilte Zuckerberg seinen Mitarbeitenden via Videocall mit, dass er trotz der Proteste weiterhin zu seiner Meinung stehe und Trumps Posts nicht von dessen Account entfernen wolle.

Die Debatte über den Umgang von Social-Media-Plattformen mit Fake News oder Posts, die Gewalt verherrlichen, wurde vergangene Woche angestoßen. Denn Twitter markierte erstmals Tweets von Trump als „potentiell irreführend“. Der US-Präsident behauptete, dass Briefwahlen zwangsläufig zu einer Wahlmanipulation führen würden. Bereits hier äußerte Mark Zuckerberg bezüglich des Verhaltens von Twitter Bedenken. Er betonte, dass soziale Netzwerke nicht als Schiedsrichter über Wahrheit und Lüge fungieren sollten. Dieser Kommentar brachte Zuckerberg schon zu diesem Zeitpunkt erbliche Kritik ein.

Trump reagiert mit umstrittenen Zitat auf die Protestwelle 

Nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd, der aufgrund einer gewaltsamen Festnahme durch die Polizei starb, brach in den USA eine Protestwelle aus. Diese kommentierte US-Präsident Trump auf Facebook und verwendete ein umstrittenes Zitat.

Mark Zuckerberg entschied, diesen Post von Trump weiterhin auf der Plattform stehen zu lassen, Screenshot Facebook

Der Satz „When the looting starts, the shooting starts“ stammt von dem ehemaligen Polizeichef von Miami, der diese Formulierung 1967 benutzte – kurz bevor die Polizei sogenannten „zivilen Ungehorsam“ vor allen Dingen in Wohngebieten der Black Community gewaltsam zerschlagen wollte.

Ob der Streik der Facebook-Mitarbeiter anhalten wird bis Zuckerberg einlenkt und die Posts von Donald Trump löscht, ist noch unklar.

Mark Zuckerberg will Posts von Trump nicht löschen