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Facebook und Google geben Rekordsummen für US-Lobbying aus

Facebook und Google geben Rekordsummen für US-Lobbying aus

Niklas Lewanczik | 23.01.19

Sowohl Google als auch Facebook haben ihre Ausgaben fürs Lobbying 2018 erhöht. Microsoft oder Apple zahlen ebenfalls hohe Summen.

Zusammen haben sie über 33 Millionen US-Dollar für die Lobbyarbeit ausgegeben: Facebook und Google suchen ihre digitale Marktmacht also ebenso auf politischen Einfluss zu übertragen. Bei all den Forderungen nach mehr Regulation und einer stärkeren Diskrepanz mit gesetzlichen Vorgaben ist das nachvollziehbar.

Rekordsummen fürs Lobbying der großen Tech Player

Nach Angaben von Reuters, die Berichte an den US-Kongress als Quelle nennen, hat Google 2018 die Rekordsumme von 21,2 Millionen US-Dollar fürs Lobbying in den USA aufgewendet. Das übertrifft den bisherigen Top-Wert von 2012 (18,22 Millionen) deutlich. Auch Facebook hat, geschüttelt von Krisen und im Kontext der strengen Beobachtung durch offizielle Stellen, seinen Rekord gebrochen. Nach 11,51 Millionen US-Dollar im Vorjahr sind 2018 immerhin 12,62 Millionen in die Lobbyarbeit im Heimatland geflossen.

Mit diesen Geldern soll regulatorischen Maßnahmen, die die Big Player potentiell in ihrer Marktmacht beschränken könnten, wenn nicht vorgebeugt, so zumindest eine gebilligte Form zugewiesen werden.

Apple gab im letzten Jahr 6,62 Millionen US-Dollar für diese Zwecke aus, blieb aber hinter dem Rekord von 2017 zurück. Microsoft hingegen steigerte sich mit 9,52 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr, knackte jedoch seinen eigenen Rekord ebenfalls nicht.

Die großen Technologie-Unternehmen geraten zusehends in den Fokus der Kontrollbehörden auf staatlicher Seite. Ihre extreme Marktmacht muss beobachtet und kontrolliert werden. Damit bei politisch gelagerten Entscheidungen auch ein Einfluss vonseiten des eigenen Unternehmens zum Tragen kommt, zahlen diese immense Summen für das Lobbying. Auch dieser Trend sollte nicht unbeachtet bleiben; denn er deutet auf eine ganzheitliche Machtposition der Konzerne hin, die kritisch diskutiert werden darf.

Facebook und Google zahlen zweistellige Millionenbeträge für Lobbyarbeit in den USA

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