Facebook entfernt 8,7 Millionen anstößige Kinderbilder in drei Monaten

Das Unternehmen präsentiert Erfolge automatisierter Filtersysteme und gibt an, damit in großem Stil gegen Pädophilie in Social Media vorzugehen.

Screenshot YouTube, © Facebook

Das Soziale Netzwerk hat eine Software entwickelt, um automatisiert potentiell sexualisierte Bilder von Kindern zu entdecken und zu melden. Diese Software ist bereits im vergangenen Jahr eingesetzt worden, ihre Wirkung wurde jedoch erst jetzt besonders deutlich.

So konnten zuletzt in drei Monaten 8,7 Millionen anstößige Bilder entfernt werden, die Nacktheit und sexuelle Konnotationen bei Kindern darstellten. Davon wurden 99 Prozent nicht schon vorab von Nutzern gemeldet. Das weist auf das Potential der Software hin. Zudem hat Facebook ein Programm zur Verfügung, dass mögliche Fälle von unsittlicher Annäherung an Kinder und sexuelle Exposition im Netz identifiziert.

Immer wieder verbreiten Pädophile und kriminell motivierte User anstößige Bilder von Kindern im Netz. Nach Informationen der BBC, die von der Entfernung der Bilder berichtet, waren 2016 reihenweise obszöne Bilder in geheimen Facebook-Gruppen geteilt worden. Facebooks Angaben zufolge sollen Systeme, die anstößige Kinderbilder identifizieren können, künftig auch für Instagram ausgerollt werden. Facebook fokussiert sich außerdem darauf, dass neue und noch unbekannte Bildarten, die anstößig sind, schnell und automatisiert erkannt werden, um der Nutzung der sozialen Plattformen als Angriffsfläche für Kinder und Verbreitungsportal für Kinderpornographie und ähnliches vorzubeugen.

Facebook identifiziert Millionen anstößige Kinderbilder und entfernt sie

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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