Facebook gibt Android-Nutzern neue Optionen beim Location Setting

Wer Facebook bei Android nutzt, erhält nun mehr Kontrolle über die Standorteinstellungen, wenn die App gerade nicht genutzt wird. iOS User erhalten eine Meldung.

© Facebook

Das Tracken von Standortdaten, auch wenn die App gerade nicht genutzt wird, ist ein Kritikpunkt an Facebook. Deshalb gab das Unternehmen bekannt, dass Android-Nutzer nun mehr Kontrolle übers Location Setting erhalten.

Mehr Kontrolle über das Datensammeln in Facebooks Android App

Während bei iOS eingestellt werden kann, ob Locationdaten immer, niemals oder nur, wenn die App in Gebrauch ist, geteilt werden, gab es bei Android bisher lediglich die polaren Optionen an und aus hinsichtlich des Trackings. Das wird Facebook jedoch nun ändern, sodass Nutzer auch regulieren können, ob ihre Position getrackt wird, wenn die App gerade nicht genutzt wird. Dabei werden keine Änderungen an bisherigen Entscheidungen der Nutzer vorgenommen und neue Informationen sollen auch nicht gesammelt werden.

Mit der neuen Background Location Control können die Nutzer bei Android nun entscheiden, ob Daten weitergegeben werden sollen, wenn die App nicht in Gebrauch ist. Genau das tut die App, wenn beispielsweise das Feature Freunde in der Nähe aktiviert ist. Vor der aktuellen Änderung bedeutete die Akzeptanz von Location Tracking in den Einstellungen, dass Facebook jederzeit die Position des Users tracken und eine Historie dieser Positionen erstellen durfte. Bei der Background Location können Nutzer nun explizit die Einstellung für die Zeit, da die App nicht genutzt wird, ändern. Nutzer, deren Einstellungen in der App bisher an beziehungsweise aus anzeigen, werden diese Angaben per Default in der Background Control vorfinden, sie aber anpassen können.

Location Settings in der Android App Facebooks für die Zeit, da die App nicht aktiv genutzt wird, © Facebook

Location Settings in der Android App Facebooks für die Zeit, da die App nicht aktiv genutzt wird, © Facebook

Nutzer, die das Tracking der Locationdaten erlaubt hatten, werden nun von Facebook über die neuen Optionen informiert. Für jene, die diese Option verwehrt haben, ändert sich erstmal nichts. iOS User erhalten eine Nachricht, die sie darüber aufklärt, welche Optionen sie bezüglich der Standortermittlung haben, auch wenn ihre Optionen von vornherein umfassender waren.

Facebook erklärt, dass die Standortbestimmung nicht nur dazu dient, relevantere Ads oder Events vorgeschlagen zu bekommen, sondern auch vor fragwürdigen Zugriffen von anderen Orten auf das eigene Konto warnt. Nichtsdestotrotz wird Facebook solche Daten verwenden, um damit konkrete Nutzerprofile zu erstellen, die für das eigene Werbenetzwerk besonders wertvoll sind. Die Nutzer zahlen für Facebooks starke Features also mit wertvollen Daten – haben nun jedoch mehr Optionen, um das Tracking der spezifischen Standortdaten zu kontrollieren.

Facebook gibt Android Usern mehr Kontrolle über die Standortdatenspeicherung

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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