Facebook setzt 40-köpfiges Team ein, um Fehlinformation bei Europawahl zu bekämpfen

Ende Mai steht die Europawahl an. Um die Verbreitung falscher Informationen über Facebook zu unterbinden, setzt das Unternehmen auf ein Experten-Team.

© Con Karampelas - Unsplash

In Facebooks europäischem Hauptquartier in Dublin wird ein Team von 40 Leuten dafür verantwortlich sein, Fehlinformationen in Bezug auf die Europawahl, die Nutzer in die Irre führen könnten, bei Facebook zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. EU-weit wird vom 23. bis zum 26. Mai gewählt und soziale Netzwerke, insbesondere Facebook, sind ein zentrales Moment im Wahlkampf. Deshalb werden Datenwissenschaftler, Entwickler, Sicherheitsexperten und Co. gemeinsam dafür Sorge tragen, dass sich Inhalte, die die Wahl illegitim beeinflussen könnten, nicht auf der Plattform ausbreiten.

Das Team ist bereits seit einiger Zeit im Einsatz und konnte einige verdächtige Inhalte im politischen Kontext ausmachen. So wurden beispielsweise Versuche, Wähler zu unterdrücken, entfernt. Mit dem eigenen Experten-Team möchte Facebook seine Abhängigkeit von externen Prüfern reduzieren, um bei fragwürdigem Content noch schneller selbst handeln zu können.

Facebook hat zuletzt für verschiedene Wahlen sogenannte War Rooms eingerichtet, etwa für Wahlen in Brasilien und in den USA. Hierbei seien die Teams durchaus erfolgreich gewesen. Nun möchte das Unternehmen im Kontext der Europawahl beweisen, dass die eigene Plattform kein so guter Nährboden für politisch-manipulative Inhalte mehr ist, wie sie es noch vor wenigen Jahren war.

Facebook setzt auf War Room, um Manipulation der Europawahl zu vermeiden

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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