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Diversity-Engagement nicht rassistisch: Microsoft streitet Diskriminierung ab
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Diversity-Engagement nicht rassistisch: Microsoft streitet Diskriminierung ab

Niklas Lewanczik | 07.10.20

Das US Department of Labor schickte einen Brief an Microsoft, um zu klären, ob das Vorhaben, bis 2025 die Zahl der Schwarzen Menschen und Afroamerikaner in leitenden Positionen zu verdoppeln, legal sei. Das bekräftigt das Unternehmen vehement.

Im Juni gab Microsoft bekannt, dass die Zahl der Schwarzen Menschen und Afroamerikaner, die beim Unternehmen als People Manager, Senior Individual Contributor und Senior Leader arbeiten, bis 2025 verdoppelt werden soll. Nun stellte jedoch das United States Department of Labor Office of Federal Contract Compliance Programs (OFCCP) in den Raum, dass dieses Engagement gegen Title VII des Civil Rights Acts verstoßen könnte. Darin heißt es:

Title VII prohibits employment discrimination based on race, color, religion, sex and national origin. 

Im Sinne der Transparenz antwortete Microsoft öffentlich, via Blogpost, auf den Brief der Behörde. Man sei sich sicher, dass die Diversity-Initiative im Unternehmen mit allen US-Gesetzen konform sei und man wolle dem OFCCP alle Informationen zukommen lassen, die das bestätigen. Das Department of Labor hatte suggeriert, dass die Initiative die Hautfarbe und ethnische Zugehörigkeit als Einstellungskriterium vorsehe. Daher möchte das Department versichert werden, dass die Entscheidungen bei der Einstellung nicht illegal und diskriminierend sind und damit gegen den Civil Rights Act verstoßen. Microsoft reagiert klar:

Emphatically, they [die Maßnahmen für mehr Diversity, Anmerkung der Redaktion] are not.

Dabei erklärt Microsofts Dev Stahlkopf, Corporate Vice President und General Counsel, dass Microsoft stets die am besten qualifizierte Person einstellt; und dass sich daran auch durch die im Juni bekanntgegebenen Pläne für mehr Diversität nichts ändern wird. Er führt im Blogpost einige Programme auf, auf die Microsoft im Bereich Human Ressources zurückgreift. Dann gibt er abschließend an:

We believe it is a core part of our mission to make our company, our community and our country a place where people of diverse views and backgrounds are welcomed and can thrive. We know that as a company and a country we have more work to do to expand opportunity.

Während Microsoft sich also für mehr Diversität einsetzt, möchte das Unternehmen den Bedenken des US Department of Labor transparent begegnen und die Legalität der eigenen Programme belegen.