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Startklar: Die Corona-App wird diese Woche in Deutschland gelauncht
© National Cancer Institute – Unsplash

Startklar: Die Corona-App wird diese Woche in Deutschland gelauncht

Nadine von Piechowski | 15.06.20

Besser spät als nie: Andere Länder verfügen schon länger über eine eigene App, um Infektionen mit dem Coronavirus nachvollziehen zu können. Nach langem Hin und Her kommt eine derartige Warn-App nun auch in Deutschland.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte an, dass noch im Laufe dieser Woche die Corona-App in Deutschland gelauncht wird. Viele Länder haben bereits eine Warn-App, die Covid-19-Infektionsketten einfacher nachvollziehbar machen soll.

Die Corona-App sorgte in Deutschland für eine rege Diskussion. Denn zunächst waren sich die verschiedenen Akteure nicht einig, wie die Daten der User gespeichert werden sollen. Dies verzögerte nicht nur die Entwicklung der App, sondern sorgte auch dafür, dass die Bundesregierung verspätet die Unternehmen Telekom und SAP mit ins Boot holte. Zuvor unterstützten staatliche Stellen die Initiative Pepp-PT, die allerdings eine App mit zentralem Speicherort vorschlug. Dies sorgte für Unstimmigkeiten mit Anbietern wie beispielsweise Apple. Deswegen entschied sich die Bundesregierung nun für eine Corona-App mit dezentralem Speichermodell. Dieser Wechsel führte zwar zu einer Verzögerung des Launches, allerdings betonte Spahn nun:

Wir sind im Zeitplan, den wir mit den Unternehmen vereinbart haben und wir sind übrigens auch im Kostenplan.

Dass die Veröffentlichung der App zeitlich nach hinten gerückt ist, sei nicht dem Hin und Her über die Speichermodelle geschuldet. Dies habe vor allen Dingen daran gelegen, dass für die Datenübertragung über kurze Distanz eine Funktechnik entwickelt werden musste.

Jens Spahn kündigt Einführung der Corona-App in Deutschland an

Fred Weyershagen am 09.07.2020 um 12:31 Uhr

Vielen Dank für die kurze Erklärung!

Auch, wenn es nun länger gedauert hat finde ich es wichtig, dass die Warn-App jetzt da ist.

Ich finde es gut, dass sich die Regierung bei der Entwicklung Experten-Unternehmen zur Seite geholt haben. Wie wichtig das ist, sagt die alte Planung mit dem zentralen Speicherort aus. Ich werde dabei das Gefühl nicht los, dass die Innovationsfreudigkeit bei unserem Staat nicht sehr weit verbreitet ist und wir gedanklich noch in den 90ern leben.

Antworten
Stefan Wilde am 15.06.2020 um 11:10 Uhr

…eine Funktechnik entwickelt werden musste….

Heisst das jetzt wir brauchen Alle neue Handys? Oder ist die jetzt neu entwickelte Funktechnik schon in den alten Handys drin?
Oder haben Sie einfach extrem schlecht recherchiert??? Und keine Ahnung??.

Antworten
Nadine von Piechowski am 15.06.2020 um 14:20 Uhr

Lieber Herr Wilde,

zunächst einmal vielen Dank für Ihren Kommentar. Vielleicht haben Sie recht und die Formulierung ist etwas unglücklich gewählt, da diese – wie an Ihrem Kommentar ersichtlich – nicht für jeden verständlich ist. Da es sich hier um eine kurze Meldung handelt, haben wir allerdings darauf verzichtet, die Funktionsweisen der Corona-App im Detail zu erklären.

Aber natürlich klären wir Sie trotzdem gerne auf: Die Corona-App funktioniert über Tracing (deutsch: Ablaufverfolgung). Hierfür wird die Bluetooth-Technologie verwendet (über die verfügt jedes funktionsfähige Smartphone, Sie brauchen also kein neues Gerät). Über Bluetooth werden Signale über mehrere Meter gesendet. Die Corona-Tracing-App bedient sich dieser Funktion, sodass alle Geräte miteinander kommunizieren können.

Wir hoffen, dass wir bei Ihnen für Klarheit sorgen konnten. Falls Sie noch Fragen haben, scheuen Sie sich nicht diese zu stellen (ein Fragezeichen reicht dafür auch in den meisten Fällen völlig aus).

Herzliche Grüße aus Hamburg

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