China macht TikTok und Co. für die Inhalte der Nutzer veranwortlich

TikTok und andere Apps mit Kurzvideos müssen in China selbst alle Inhalte prüfen. Für etwaige Regelverstöße sollen nämlich die App-Beitreiber geradestehen.

TikTok, Screenshot YouTube, © TikTok

Das Zensurbestreben in China ist auch für Social Media und andere digitale Dienste eine Hürde. Umso mehr, da Plattformen mit Kurzvideos, darunter etwa TikTok, nun dazu aufgerufen sind, alle Inhalte einzeln zu prüfen. Denn die chinesische Regierung macht App-Entwickler komplett für den Content der Nutzer verantwortlich. Laut Hong Kong Free Press hat China neue Richtlinien veröffentlicht, die im digitalen Raum zahlreiche Aspekte bei Inhalten verbieten. Dazu zählt neben Fuß-Fetischismus, starker Verehrung von Geld, der taiwanischen Unabhängigkeit auch die Entehrung der Nationalhymne oder Kritik an der Kommunistischen Partei.

Sollten Inhalte dieser Art bei Diensten gefunden werden, droht ihnen vonseiten der Cyber-Behörde eine Strafe. Deshalb müssen Plattformen und Apps in China nun verstärkt auf die eigene Content-Prüfung setzen. Dazu braucht es jedoch oft größere Teams als bisher vorhanden. Immerhin hat TikTok beispielsweise allein 150 Millionen User in China. Damit die Mitarbeiter der Prüfinstanzen auch alle „schädlichen“ Inhalte als solche erkennen, sollen die Anbieter politisch gestimmte Kräfte einsetzen und diese von nationalen Autoritäten aus dem Bereich Radio und TV trainieren lassen. Darüber hinaus schlägt die Behörde vor, dass Accounts, die von der Regierung und dem Militär geführt werden, bei den Videodiensten eingesetzt werden; sodass die Qualität des Contents gesichert werde.

Neue Richtlinien in China machen App-Betreiber für Inhalte der Nutzer verantwortlich

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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