Britischer High Court blockt Klage gegen Google

In Großbritannien hat eine Gruppe namens Google You Owe Us die Suchmaschine wegen illegitimen Trackings verklagen wollen, was jedoch abgelehnt wurde.

The Royal Courts of Justice , London, © The Royal Courts of Justice

Google hatte in den Jahren 2011 und 2012 Daten von Nutzern auf Grundlage von Cookies getrackt, wodurch die Einstellungen für Apples Safari Browser, die dieses Tracking untersagt hatten, umgangen worden waren. Die Nutzerdaten waren dann wiederum für das werbliche Targeting über Googles Werbesystem genutzt worden.

Daraufhin hatte die Gruppe Google You Owe Us unter der Leitung von Richard Lloyd, ehemals Director bei Which, eine Klage angestrengt, die Google mit knapp einer Milliarde Pfund an Ausgleichszahlungen abstrafen sollte. Google hatte daraufhin beteuert, die Klägerseite habe keine legitime Grundlage – was nun vom britischen High Court bestätigt wurde. Mr Justice Warby, Richter am Obersten Gerichtshof des UK, zweifelte daran, dass die Gruppe beweisen könne, dass Nutzer von iPhones durch das Tracking tatsächlich Schaden genommen hätten. Zudem sei unklar, ob die Nutzerdaten selbst an Dritte weitergegeben worden waren.

In den USA hatte Google bereits knapp 40 Millionen US-Dollar an Kompensationszahlungen in ähnlichen Fällen zahlen müssen.

Klage gegen Google wird am High Court abgelehnt

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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