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Britischer High Court blockt Klage gegen Google
The Royal Courts of Justice , London, © The Royal Courts of Justice

Britischer High Court blockt Klage gegen Google

Niklas Lewanczik | 08.10.18

In Großbritannien hat eine Gruppe namens Google You Owe Us die Suchmaschine wegen illegitimen Trackings verklagen wollen, was jedoch abgelehnt wurde.

Google hatte in den Jahren 2011 und 2012 Daten von Nutzern auf Grundlage von Cookies getrackt, wodurch die Einstellungen für Apples Safari Browser, die dieses Tracking untersagt hatten, umgangen worden waren. Die Nutzerdaten waren dann wiederum für das werbliche Targeting über Googles Werbesystem genutzt worden.

Daraufhin hatte die Gruppe Google You Owe Us unter der Leitung von Richard Lloyd, ehemals Director bei Which, eine Klage angestrengt, die Google mit knapp einer Milliarde Pfund an Ausgleichszahlungen abstrafen sollte. Google hatte daraufhin beteuert, die Klägerseite habe keine legitime Grundlage – was nun vom britischen High Court bestätigt wurde. Mr Justice Warby, Richter am Obersten Gerichtshof des UK, zweifelte daran, dass die Gruppe beweisen könne, dass Nutzer von iPhones durch das Tracking tatsächlich Schaden genommen hätten. Zudem sei unklar, ob die Nutzerdaten selbst an Dritte weitergegeben worden waren.

In den USA hatte Google bereits knapp 40 Millionen US-Dollar an Kompensationszahlungen in ähnlichen Fällen zahlen müssen.

Klage gegen Google wird am High Court abgelehnt