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Amazon zieht wegen Streit um Corona-Schutzmaßnahmen vor Frankreichs höchstes Gericht
© Amazon

Amazon zieht wegen Streit um Corona-Schutzmaßnahmen vor Frankreichs höchstes Gericht

Niklas Lewanczik | 08.05.20

Derzeit dürfen in Frankreich nur wenige Produkte bei Amazon bestellt werden, weil Gerichte dem Unternehmen mangelnde Schutzmaßnahmen im Kontext der Pandemie attestieren. Dagegen geht Amazon nun vor.

Wegen mangelnder Schutzmaßnahmen für die Angestellten darf Amazon in Frankreich weiterhin nur einige wenige Produkte verkaufen und ausliefern. Das hatte ein Gericht im Pariser Vorort Nanterre im April entschieden, woraufhin Amazon sofort seine Versandlager in Frankreich vorübergehend schloss, um einer potentiellen Strafzahlung zu entgehen. Vor wenigen Tagen versuchte der Konzern dann Kurzarbeit für Mitarbeiter in Frankreich anzumelden. Dies lehnte das französische Arbeitsministerium aber ab, wie unter anderem Spiegel Online berichtet.

Nun möchte Amazon die Entscheidung des Gerichts in Nanterre und eine bestätigende Entscheidung des Berufungsgerichts von Versailles vor Frankreichs höchstem Gericht anfechten, wie Heise berichtet. Damit würde das Unternehmen vor den Kassationsgerichtshof in Frankreich ziehen, der Urteile auf etwaige Rechtsfehler untersuchen kann. Amazon kann seine Logistikzentren erst wieder öffnen und sämtliche Artikel vertreiben, wenn entweder die geforderten Schutzmaßnahmen für alle Mitarbeiter nachweislich erfüllt werden oder das höchste Gericht die vorangegangenen Entscheidungen kippt.

Während der Vorbereitungen auf den gerichtlichen Schritt berät Amazons Betriebsrat darüber, ob die Logistikzentren bis 13. Mai geschlossen bleiben. In dem Fall soll das Gehalt der Angestellten aber weiter gezahlt werden.

Amazon zieht wegen Schutzmaßnahmenstrei vor höchstes Gericht in Frankreich