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Amazon möchte neue Verkäufer per Video Call überprüfen

Amazon möchte neue Verkäufer per Video Call überprüfen

Niklas Lewanczik | 27.04.20

Die virtuelle Prüfung soll während der Pandemie das Fraud-Risiko eindämmen und vor Fake-Verkäufern schützen. Das käme auch großen Marken entgegen.

Bei Amazon verkaufen beinahe zwei Millionen Marken ihre Produkte. Allerdings werden auch immer wieder Fake-Produkte vertrieben, was vor allem die großen und oft kopierten Brands wie Nike oder Apple verärgert. So hatte etwa Nike Amazon vorgeworfen, nicht genug gegen die Produktpiraterie zu unternehmen – und in der Folge Ende 2019 den Direktverkauf über die Plattform gestoppt. Eine bittere Pille für Amazon, da Nike beispielsweise bei den Sneaker-Verkäufen nach aktuellen Zahlen noch immer deutlich vor Adidas, Puma und Co. liegt.

Das Nachrichtenportal Reuters berichtet nun jedoch von einem Test, bei dem Amazon mit neuen Verkäufern eine Überprüfung via Videokonferenz durchläuft. Diese soll die Verkäufer verifizieren und so die Wahrscheinlichkeit von Produkt-Fraud minimieren. Grundsätzlich sollten im Rahmen des Tests auch persönliche Treffen stattfinden. Doch aufgrund der Coronapandemie wurde das Programm vollständig auf Video Calls verlagert. Über 1.000 Marken, die sich für den Verkauf bei Amazon beworben hatten – sie stammen aus den USA, China, Japan und Großbritannien –, sind Teil dieses Pilotprogramms. Inwieweit die per Videokonferenz durchgeführte Prüfung tatsächlich vor illegitimen Verkäufen schützt, muss sich im Laufe des Tests noch zeigen. Zumindest reagiert Amazon auf die Kritik vieler Marken und erhöht die Hürden für Verkäufer womöglich künftig etwas mehr.

Amazon testet Videokonferenzen zur Prüfung neuer Merchants

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