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Unternehmensnews
Amazon-Mitarbeiter streiken am Prime Day

Amazon-Mitarbeiter streiken am Prime Day

Niklas Lewanczik | 15.07.19

An Amazons zweitägigem Prime Day wird erneut gestreikt, für Tarifverträge, höheres Gehalt und insgesamt bessere Arbeitsbedingungen.

Zum heutigen Montag hatte Ver.di die Mitarbeiter von Amazon in Deutschland zum Streik aufgerufen. Daraufhin wurde an sieben Standorten hierzulande die Arbeit niedergelegt. Heute und morgen werden vermutlich deutlich über 100 Millionen Produkte bei Amazon verkauft, viele davon zum absoluten Schnäppchenpreis. Während die Amazon Prime-Mitglieder dann auf ihre Ware warten, wollen die Mitarbeiter des Unternehmens diesen Ausnahmezeitraum nutzen, um erneut auf ihre Forderung nach Tariflöhnen aufmerksam zu machen. Daher der Streik.

Während Amazon mit satten Preisnachlässen beim Prime-Day zur Schnäppchenjagd bläst, wird den Beschäftigten eine existenzsichernde tarifliche Bezahlung vorenthalten,

wird Ver.di-Handelsexperte Orhan Akman im Spiegel zitiert. Dass Geld für eine bessere Vergütung der Mitarbeiter vorhanden sei, begründet die Ver.di mit den Rekordgewinnen Amazons aus dem ersten Quartal 2019: gut 3,2 Milliarden Euro. Diese Zahlen dürften nach dem Prime Day nur steigen. Die Antwort Amazons zeigt, dass man Tariflöhne ablehnt:

Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann. Amazon bietet ein kollegiales Umfeld und attraktive Löhne.

In Deutschland sollen Angestellte zu Beginn ihrer Tätigkeit mindestens 10,78 Euro Brutto pro Stunde verdienen. Während die Mitarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen streiken – und mancher Kunde vielleicht länger auf sein Paket wird warten müssen –, protestierte Greenpeace in Winsen gegen die Vernichtung von Retour-Paketen bei Amazon.

Amazon-Mitarbeiter streiken am Prime Day

Kommentare aus der Community

Rolf am 15.07.2019 um 15:45 Uhr

Schon mal da gewesen? Ich arbeite nicht bei Amazon, hatte aber schon das Vergnügen, dort mich umsehen zu dürfen. Ich fände es schön, wenn nicht nur die Verdi-Propaganda veröffentlicht würde, sondern mal richtig recherchiert würde un sich mit wirklichen Beschäftigten unterhalten würde. Die meisten der über 13.000 Beschäftigten sind nämlich ganz anderer Meinung als Verdi, was ihre Arbeitsbedingungen angeht.

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Torsten am 17.07.2019 um 08:13 Uhr

Quelle dafür = ?

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