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Unerlaubtes Abwerben von Verkäufern: Amazon gewinnt Gerichtsverhandlung gegen eBay
© Christian Wiediger - Unsplash

Unerlaubtes Abwerben von Verkäufern: Amazon gewinnt Gerichtsverhandlung gegen eBay

Nadine von Piechowski | 25.11.20

Mitarbeitende von Amazon sollen eBay-Verkäufer aktiv angesprochen und zu einem Wechsel der Online Händler überzeugt haben. Ebay klagte – und verlor jetzt gegen den E-Commerce-Riesen.

Amazon konnte eine Klage des Konkurrenten eBay abweisen. Der Online-Händler wurde von der Commerce-Seite bezichtigt, Mitarbeitende darauf angesetzt zu haben, Verkäufer aktiv von einem Wechsel der Verkaufsplattformen zu überzeugen. Die Vorwürfe gegen Amazon erhob eBay bereits 2018 sowie 2019 und reichte in den jeweiligen Jahren Klage ein. In beiden Fällen konnte eBay ein Schlichtungsgermium davon überzeugen, dass Amazon die Verkäufer unerlaubterweise kontaktiert und die Plattform dadurch erheblichen Umsatzschaden davon getragen habe. Daher wurden die Klagen vor dem Superior Court of Santa Clara sowie dem California District Court verhandelt. Hierbei konnte eBay für die Gerichte nicht ausreichend darstellen, dass die Vorgehensweise von Amazon das Geschäft der Plattform geschädigt hat. Deswegen wiesen beide die Klage gegen Amazon ab.

Auch wenn die Vorwürfe juristisch zurückgewiesen wurden, wirft dieses Verfahren kein gutes Licht auf den E-Commerce-Riesen. In Europa steht Amazon aufgrund von Kartellrechtsverletzungen bereits vor Gericht. Und auch in den USA soll der Konzern von Jeff Bezos künftig mit gehörigen Einschränkungen rechnen müssen. Der Grund: Der unfaire Umgang mit Third Party Sellern und Konkurrenzplattformen. Amazon kommentierte den gerichtlichen Sieg gegen eBay bisher noch nicht. Auch eBay war bis dato nicht zu einer Stellungnahme bereit.