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Technologie
YouTube: AI sorgt für deutlich mehr altersbeschränkte Videos
© Annie Spratt - Unsplash

YouTube: AI sorgt für deutlich mehr altersbeschränkte Videos

Caroline Immer | 23.09.20

Mithilfe von AI-Technologie will YouTube mehr Videos als altersbeschränkt kennzeichnen. Dies könnte für Creator wie auch Viewer zu einigen Einschränkungen führen.

YouTube wird künftig mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz strenger gegen nicht jugendfreie Inhalte auf der Plattform vorgehen. Diese sollen mithilfe der automatisierten Mechanismen nun häufiger als altersbegrenzt gekennzeichnet werden, wie The Verge berichtet. YouTube rechnet in Folge mit einem starken Anstieg von Altersbegrenzungen. Der Einsatz von AI soll dabei behilflich sein, betroffenen Content effektiver zu identifizieren. So heißt es in einem neuen Eintrag auf YouTubes offiziellem Blog:

Going forward, we will build on our approach of using machine learning to detect content for review, by developing and adapting our technology to help us automatically apply age-restrictions.

Die neue Maßnahme könnte zu Einschränkungen für Creator und User führen

Eine Konsequenz des Vorhabens ist es, dass sich erwachsene User in Zukunft wohl häufiger einloggen müssen, um Videos zu konsumieren – auch, wenn ein altersbeschränktes YouTube-Video auf einer Third Party Website abgespielt wird. Insbesondere Viewer in der EU müssen mit noch weitreichenderen Folgen rechnen. So könnten manche User, wenn es YouTube nicht möglich ist, ihr Alter zu verifizieren, einmalig aufgefordert werden, ihren Personalausweis oder eine Kreditkarte vorzuweisen.

Dass der vermehrte Einsatz von künstlicher Intelligenz auch zu Problemen führen kann, erkennt YouTube an. Erst kürzlich wurde verkündet, dass YouTube bei der Aufdeckung problematischer Inhalte, welche etwa Fehlinformationen enthalten, künftig wieder mehr menschliche Moderatoren einsetzen wolle. Denn viele Videos, welche eigentlich nicht gegen die Richtlinien verstießen, wurden durch die AI-Filter zu Unrecht entfernt. Ähnliche Fehler durch den Einsatz automatisierter Mechanismen erwartet YouTube auch in diesem Fall. YouTube begegnet diesen zu erwartenden Problemen mit einer Vergrößerung des Teams, welches sich um Beschwerden der Videoproduzierenden kümmern soll.


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Eine Sorge, welche insbesondere bei Creatorn, die ihre Videos im Rahmen von YouTubes Partnerprogramm monetarisieren können, aufkommen dürfte, ist eine mögliche Auswirkung der Maßnahme auf ihre Verdienstmöglichkeiten. Laut YouTube sollten User diesbezüglich jedoch kaum mit neuen Konsequenzen rechnen müssen. Denn die betroffenen Videos verstießen mit hoher Wahrscheinlichkeit eh gegen die Richtlinien für werbefreundliche Inhalte. Dementsprechend müssten die verantwortlichen User in jedem Fall mit einer eingeschränkten oder gar nicht bestehenden Möglichkeit, Werbung zu schalten, rechnen. Des weiteren müssen Creator sich darauf einstellen, ihre altersbegrenzten Videos seltener auf der Startseite sehen zu können.

YouTube will kinderfreundlicher werden

Die Entscheidung, strenger gegen ungekennzeichnete nicht jugendfreie Inhalte vorzugehen, ist eine weitere Maßnahme in YouTubes fortwährender Bemühung, die Plattform kinderfreundlicher zu machen. Nicht allen gehen diese Bemühungen jedoch weit genug. So wurde erst vor kurzem bekannt, dass YouTube mit einer Milliardenklage aufgrund des unzureichenden Kinderdatenschutzes rechnen muss. YouTube hält daran fest, dass die Plattform kein Ort für Kinder unter 13 Jahren sei, und dass stattdessen die YouTube Kids App speziell für diese entwickelt wurde.

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