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Technologie
Skype und Google Meet kopieren Zoom für bessere Videokonferenzen
© Google

Skype und Google Meet kopieren Zoom für bessere Videokonferenzen

Niklas Lewanczik | 23.04.20

Skype integriert personalisierbare Hintergründe - wie bei Zoom. Und Google rollt das angekündigte Upgrade für Meet aus, inklusive Galerie-View, die an Zoom erinnert.

Selten waren Videokonferenz-Tools so gefragt wie derzeit – vermutlich nie. Die Coronakrise hat Services wie Zoom, Hangouts, Houseparty, Meet oder Skype ein unerwartetes Hoch beschert. Dabei hatte Zoom zunächst besonders viele User gewinnen können, war dann aber wegen diverser Datenschutzprobleme heftig in die Kritik geraten. Die starken Features von Zoom werden nun jedoch von der Konkurrenz aufgenommen, um selbst die User binden zu können. Skype und Google Meet machen es vor.

Neue Hintergründe für Skype

Skype war einst das Vorzeige-Tool für Video Calls, hat inzwischen aber diverse Konkurrenten auf dem Markt erhalten, die mitunter noch erfolgreicher geworden sind. In der Coronakrise ist die Nutzung von Skype allerdings auch gestiegen. Laut Venturebeat konnte dieses Jahr die Zahl von 40 Millionen täglich aktiven Usern geknackt werden.

Um den Usern nun noch mehr Optionen bei Videokonferenzen zu bieten, führt Microsoft für Skype die Option ein, eigene Hintergründe einzustellen; ein Feature, das sich auch bei Zoom und Co. großer Beliebtheit erfreut. Um es aussehen zu lassen, als würde ein User am Strand oder sogar im All sitzen, kann dieser diverse neue Hintergründe einstellen. Möglich sind auch das Unscharfstellen des Raumes – hierfür werden allerdings die Advanced Vector Extensions 2 (AVX2) benötigt – oder die Integration eigener Bilder als Hintergrund. Microsoft gibt allerdings an, dass die Hintergrund-Updates bei Skype für Windows 10 (Version 14) noch nicht verfügbar sind.

Google Meet will mit Layout wie bei Zoom punkten

Auch Google hat sich an Zooms populären Features orientiert und kündigte jüngst an, eine von vielen Usern geforderte Galerie-Übersicht mit bis zu 16 Personen, die simultan angezeigt werden, auszurollen. Denn eine solche Option fehlte dem Business-Konferenz-Tool von Google bisher. Auch wenn Zoom solch ein Feature nicht als einziger Anbieter aufweisen kann, ist das Tool nicht zuletzt aufgrund dieser Funktion populär. Unternehmen wie Westwing nutzen die Beliebtheit von Hintergründen bereits, um eigens kreierte Versionen zum Download anzubieten. So können User mit deren Hintergründen beispielsweise „am Pool“ oder mit Finca Feeling Video Calls abhalten.

Nun hat Google via Blogpost verkündet, dass ein Layout mit Galerie-View jetzt ausgerollt wird. Außerdem können User nun in einer Videokonferenz den ganzen Bildschirm oder nur ein bestimmtes Fenster für alle einblenden. So lassen sich Dokumente, Präsentationen und Tabellen teilen. Des Weiteren soll die KI dabei helfen, die Lichtverhältnisse im Video Call zu optimieren und störende Hintergrundgeräusche herauszufiltern.

Sowohl Zoom als auch Skype oder Google Meet erfreuen sich während der Krise und vermehrten Home-Office-Aufenthalten immer stärkerer Nutzung. Aber während Zoom wegen seiner Datenschutzprobleme von einigen Unternehmen nicht mehr genutzt wird, können die Lösungen von Google und Microsoft, Meet und Skype, mit neuen überzeugenden Features User für sich gewinnen; und womöglich langfristig halten. Denn die Zeit der Videokonferenzen ist auch nach Corona nicht vorbei.

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