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iOS 16 ist da: Das sind die neuen Funktionen
© hussam3bd via Unsplash

iOS 16 ist da: Das sind die neuen Funktionen

Larissa Ceccio | 13.09.22

iPhone User können das neue Betriebssystem von Apple ab sofort installieren. Wir zeigen, welche Neuerungen und Features iOS 16 liefert.

Am Montag, den 12. September, veröffentlichte Apple das neue iPhone-Betriebssystem iOS 16 für das iPhone 8 und neuere Modelle. Neben zahlreichen neuen Möglichkeiten für den Sperrbildschirm liefert iOS 16 eine Passwortalternative, weitere innovative Sicherheitsfunktionen und mehr. Die spannendsten Neuerungen möchten wir dir in diesem Artikel präsentieren.

Persönlich und praktisch: Apples neuer Sperrbildschirm

Apple hat den ursprünglichen Sperrbildschirm komplett neu konzipiert und ihn von nur einer Uhr und einer Reihe von Benachrichtigungen zu einem zweiten Homescreen gewandelt. Mit Widgets sowie verschiedenen Fotomotiven und Schriftarten können Nutzer:innen das gesamte Erscheinungsbild und die Nutzungsoptionen des Sperrbildschirms individuell gestalten. Du kannst demnach jetzt direkt, ohne Entsperrung des iPhones oder iPads, deinen Kalender sehen und per Rechtswisch im Sperrbildmodus auf noch mehr Widgets zugreifen. Per Kopplung mit dem neuen Always-On-Display des iPhone 14 Pro wird das iPhone so zu einer Quelle nützlicher Informationen, ohne dass ein einziges Antippen erforderlich ist.

Der neue Sperrbildschirm, © Apple

Zudem hast du mit dem neuen Betriebs-Update von Apple die Möglichkeit, deinen Sperrbildschirm je nach Nutzungsszenario auszuwählen, etwa während der „Arbeit“ oder in der „Freizeit“ und beim „Schlafen“. Letzterer Modus erlaubt beispielsweise nur noch bestimmte Benachrichtigungen, während im „Freizeit“-Modus keine arbeitsrelevanten Meldungen auftauchen sollen.

User können Focus jetzt mit ihrem Sperrbildschirm verbinden, sodass sie einfach zu einem bestimmten Sperrbildschirm wischen können, um den entsprechenden Fokus zu aktivieren, © Apple

Neuer Sperrbildschirm weist zu wenig Interaktionsmöglichkeiten auf

Doch trotz der zahlreichen Verbesserungen sind die Widgets immer noch nicht interaktiv: Denn User müssen, um sie nutzen zu können, per Tipp darauf die App öffnen. Eine Möglichkeit, länger auf etwa das Kalender-Widget zu drücken und alle Termine eines Tages angezeigt zu bekommen, gibt es nicht. Genauso wenig wie die Funktion, direkt im Streaks-Widget „Wasser trinken“ das Trinkpensum zu protokollieren.

Das neue Dynamic Island auf dem iPhone 14 Pro ist in diesem Kontext eine kleine Verbesserung. Denn Besitzer:innen des neuen Modells sehen einen winzigen Informationssplitter in der Pille oben auf dem Bildschirm und können darauf tippen , um die App zu öffnen, oder lange drücken, um das vollständige Widget zu erweitern.

Bereits angekündigt, jedoch verschoben, wurde die Anzeige von sich selbst aktualisierenden Ticker-News auf dem Sperrbildschirm während Live-Events, zum Beispiel Sportveranstaltungen.

Google Maps und Co. direkt auf dem Sperrbildschirm

Google kündigte im Zuge des iOS 16-Roll-outs an, dass das Unternehmen Zugriff auf eine Reihe seiner beliebten Apps, darunter Suche, Karten, Gmail und mehr, auf den Sperrbildschirm des iPhones bringen wird. Diese Neuigkeit verbreitet auch der Social-Media-Experte und Reverse Engineer Matt Navarra auf Twitter.

Sicher surfen mit „Passkeys“

Unsichere und gestohlene Passwörter bergen immer noch das mitunter größte Sicherheitsrisiko – ein Update auf iOS 16 schafft in diesem Kontext neue Möglichkeiten: eine passwortlose Zukunft. Der offene Standard FIDO (Fast Identity Online) macht diese wichtige Neuerung möglich. Und so funktioniert’s:

User, die sich via FIDO einloggen möchten, müssen zunächst ihr internetfähiges Endgerät beim jeweiligen Dienst registrieren. Daraufhin wird ein öffentlicher und ein privater Schlüssel erstellt. Der private wird auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop selbst in einem Hardwarechip gespeichert, der keine Informationen weiterleiten kann. Beim iPhone ist dieser der Secure Enclaye. Öffentliche Schlüssel werden für jede Website und jede App erzeugt, bei der sich User mit FIDO anmelden sowie auf dem jeweiligen Server hinterlegt. Ein Log-in ist nur möglich, wenn beide Schlüssel passen. Diese Anmeldemethode ist im Gegensatz zur Passwortmethode vor Leaks und Phishing-Angriffen sicher.

Passwortloser Log-in mit dem FIDO-Standard, © FIDO Alliance

Apple bezeichnet die eigene Umsetzung des FIDO-Systems als „Passkeys“. Der private Schlüssel wird zusätzlich in der iCloud im Schlüsselbund gespeichert. Dieser ist zudem Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Am Ende reicht eine Identifizierung per Touch oder Face ID aus, um passwortlos surfen zu können.

Schutz vor Stalking und Gewalt

iOS 16 bietet zudem weitere Sicherheits-Features: Der „Safety Check“ soll User, von denen eine Gefährdung ausgeht, schnell und umfassend Zugriffsrechte und Standortfreigaben entziehen. So möchte Apple einen Schritt weiterkommen, um digitale Gewalt und Stalking zu verhindern. Accounts von Kindern können außerdem stärker reglementiert werden, etwa durch Alters- und Bildschirmzeitbeschränkung direkt von Anfang an. Besonders schützenwerte Gruppen, wie Aktivist:innen oder Journalist:innen in Krisengebieten, können den Blockierungsmodus nutzen, der nach Apples Einschätzungen alle bekannten Staatstrojanerattacken stoppen kann. Allerdings kommt dieser mit deutlichen Einschränkungen beim Funktionsumfang einher und ist deshalb nicht standardmäßig aktiviert.

Apple Lockdown Mode, © Apple

Visuelle Suche und Live-Text-Verbesserungen

Benutzer:innen können mit dem Update auf iOS 16 auf das Thema eines Bildes tippen und es gedrückt halten, um es aus dem Hintergrund zu heben und es in Apps wie Nachrichten zu platzieren. Die Anwendung „Visual Look Up“ erkennt zudem ab sofort auch Vögel, Insekten, Spinnen und Statuen und hilft so dabei, schnell Informationen über Objekte und Szenen in Fotos zu erhalten.

User können auf ein Objekt auf einem Bild drücken und halten, um es aus dem Hintergrund zu heben und es in Apps wie Nachrichten zu platzieren, © Apple

 iOS 16 liefert zudem die neue Funktion Live-Text, mit der sich Texte von Videos übersetzen lassen. User sollen Videos an jeder beliebigen Stelle pausieren können, um dann den dort angezeigten Text übersetzen zu lassen. Mit Live-Text können User somit einfach mit Texten in Videos interagieren und Aktionen ausführen, etwa Kopieren und Einfügen, Übersetzen, Währungsumrechnung und mehr.

Live-Text-Funktion für Videos, © Apple

Außerdem können Fotos mit dem neuen Betriebs-Update direkt in der App freigestellt werden, ganz ohne Drittanbieter:innen-App. Etwas gedulden müssen sich User noch für die Möglichkeit, Fotomediatheken mit bis zu sechs weiteren Personen zu teilen.

Neue Möglichkeiten zur Interaktion in Nachrichten

Nachrichten können jetzt bis zu 15 Minuten nach dem Versand bearbeitet und sogar zurückgeholt werden. Bei dem Verschicken von E-Mails können User diese ab sofort terminieren und ebenfalls kurz nach dem Versand zurückholen. Die Diktierfunktion erkennt außerdem neben Satzzeichen auch Emojis. Mit iOS 16 können User zudem Freunde und Familie über Nachrichten zu SharePlay einladen, was eine weitere Möglichkeit bietet, synchronisierte Inhalte wie Filme oder Songs und gemeinsame Wiedergabesteuerungen zu rezipieren. 

iOS 16 ist ab sofort verfügbar. Auf dem iPhone SE der ersten Generation, dem iPhone 6s und dem iPhone 7 läuft das neue Betriebssystem jedoch nicht.

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