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Technologie
Google rollt Android 11 aus – und macht vieles einfacher
Android 11, © Google

Google rollt Android 11 aus – und macht vieles einfacher

Niklas Lewanczik | 09.09.20

Mit Android 11 können User etwa einmalige Zugriffsberechtigungen für Apps geben, Smart-Home-Geräte einfacher steuern oder auf Nachrichten antworten, ohne zwischen Apps wechseln zu müssen.

Da Google die elfte Version von Android ausrollt, stellt das Unternehmen für das Betriebssystem auch elf neue Funktionen vor, die User nun erwarten dürfen. Dazu gehören unter anderem die Neuerung, dass Chats aus diversen Messengern in einen dedizierten Bereich verschoben werden oder der integrierte Screenrecorder, mit dem ohne App jeder Ton über das Smartphone aufgezeichnet und geteilt werden kann.

Android 11 kompakt: Kontaktfunktionen, Mediensteuerung und Kontrolle über die Privatsphäre

Dave Burke ist der VP Engineering bei Googles Android und teilt im offiziellen Blogpost, welche neuen Features die aktuellste Version zu bieten hat – und wofür diese ganz genau gut sind. Laut Google dreht sich in der neuesten Android-Version „alles darum, Kommunikation noch übersichtlicher und intuitiver zu machen“.

Diesem Punkt wird Google gerecht, indem in Android 11 Chats über verschiedene Messaging Apps hinweg in einen eigenen Bereich in den Benachrichtigungen verschoben werden. Damit sind diverse Chats übersichtlich an einem Ort vereint. User können dort den Unterhaltungen mit Freunden, Kollegen oder Verwandten Prioritäten zuweisen, damit keine wichtige Nachricht verpasst wird. Dank der neuen Funktion „Bubbles“ ist es darüber hinaus nun möglich, auf eingehende Nachrichten zu antworten, ohne zwischen Apps hin- und herwechseln zu müssen. 

Neu ist ebenfalls der integrierte Screenrecorder. Dank diesem können Nutzende alles auf ihrem Smartphone aufzeichnen und mit anderen Usern teilen. Dabei kann der Ton via Mikrofon, über das Gerät oder über beide Kanäle aufgenommen werden. Und für diese Aufnahmen brauchen User keine zusätzliche App.

Einfachere Steuerung von Connected Devices

Wer zuhause Smart Devices nutzt und diese über Android steuert, kann nun auf alle kompatiblen smarten Geräte an einem Ort zugreifen. Dazu muss man einfach nur lange auf den Ein- und Ausschalter drücken. Demnach müssen Nutzende nicht diverse Apps öffnen, um smarte Geräte wie Lampen oder Türschlösser zu steuern.

Als weitere Neuerung stellt Google die neu gestaltete Mediensteuerung vor. Beispielsweise können User jetzt beim Musikhören problemlos vom einen aufs andere Gerätelement wechseln, (zum Beispiel von einem Kopfhörer auf den Lautsprecher, wie Google angibt), ohne einen Takt zu verpassen. Außerdem funktioniert Android Auto jetzt kabellos auf allen Android-11-fähigen Smartphones. Dazu müssen User ein kompatibles Auto haben. Das Smartphone muss nicht mehr mit dem Kabel verbunden werden. User können sich per Fingertipp navigieren lassen, per Sprache eine Nachricht verschicken oder sich vom Google Assistant helfen lassen. 

Mehr Möglichkeiten, die Privatsphäre zu kontrollieren

Ein besonderes Update für die Nutzenden dürfte die Möglichkeit darstellen, einmalige Berechtigungen für Apps zu geben. Damit kann diesen Apps etwa einmalig ein Zugriff auf Mikrofon, Kamera und Standort erlaubt werden. Bei der nächsten Anfrage müsste die App dann erneut eine Berechtigung einholen. Und wenn User eine App eine Zeit lang nicht nutzen, wird Google die Berechtigungen für diese zurücksetzen – um dafür zu sorgen, dass fast vergessene Apps nicht stetig auf Daten zugreifen. Google gibt Bescheid, sobald die Berechtigungen automatisch zurückgesetzt wurden. Beim nächsten Öffnen dieser Apps können die User dann ganz normal wieder Zugriffsberechtigungen erteilen.

Neben diesen neuen Funktionen liefern neue Update-Module für Google Play Usern nun mehr Sicherheits- und Datenschutz-Fixes. Dank der Module erhalten Nutzende diese Fixes, sobald sie verfügbar sind – das heißt, es muss nicht mehr auf ein vollständiges Android-Update gewartet werden. 

Wer nun Android-Enterprise-Nutzer ist, erhält mit Android 11 die gleiche Privatsphäre auf dem privaten und auf dem Firmengerät. Bei Google heißt es dazu:

Das Arbeitsprofil gibt eurer IT-Abteilung Tools an die Hand, um ein Gerät zu verwalten, ohne die Möglichkeit, eure persönlichen Daten oder die Nutzungsaktivität auf eurem Telefon zu überwachen. 


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Mehr Features für Pixel User

Besitzer und User eines Pixel von Google (ab Pixel 2 oder neuer) bekommen mit Android 11 sogar noch weitere Features geliefert, um das Smartphone besser organisieren und verwalten zu können. Dazu gehören App-Vorschläge auf dem Startbildschirm, die auf täglichen Routinen basieren, oder die Möglichkeit, sowohl Text als auch Bilder auszuwählen oder Screenshots einer App machen zu können.

Android 11 wird ab heute auf ausgewählten Pixel, OnePlus, Xiaomi, OPPO und Realme Smartphones ausgerollt, wie Google angibt. Außerdem sollen weitere Partner in den kommenden Monaten neue Geräte auf den Markt bringen und diese mit Android 11 aufrüsten. Weiterführende Informationen zur aktuellsten Version von Android liefert eine eigens eingerichtete Seite.

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