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Technologie
Google Lens bringt handschriftliche Notizen als Dokument auf den PC
Neue Features für Google Lens, © Google

Google Lens bringt handschriftliche Notizen als Dokument auf den PC

Niklas Lewanczik | 11.05.20

Google möchte die Produktivität seiner User mit neuen Features für Google Lens steigern. So lassen sich Texte digitalisieren, Aussprachen lernen und Suchergebnisse zu markierten Passagen finden.

Mit einer Reihe neuer Funktionen für Google Lens könnte Google das Leben derjenigen Leute erleichtern, die viel mit digitalen, aber auch analogen Texten arbeiten. Oder jenen, die schnell etwas über das geschriebene Wort in Erfahrung bringen möchten. Denn mit Lens lassen sich nicht nur handschriftliche Notizen in digitalen Text umwandeln und auf einen PC übertragen. Auch die Optionen, Aussprachen anzuhören oder Suchanfragen zu Textabschnitten zu stellen, sind gegeben.

Mehr Produktivität – auch im Home Office

Googles Group Product Manager für Google Lens und AR, Lou Wang, erklärt in einem Blogbeitrag, dass auch in Coronazeiten ein Feature wie Google Lens viele Vorteile bieten kann. Wer mit handschriftlichen Notizen, seinem Smartphone oder Tablet und einem Laptop oder PC arbeitet und häufig switcht, kann mithilfe von Lens nun noch einfacher Texte verwalten. So ist es nun beispielsweise möglich, einen handgeschriebenen Text mit dem Smartphone über die Google-Lens-Funktion abzufotografieren und über den Befehl „copy to computer“ unmittelbar an ein bei Chrome eingeloggtes Gerät zu senden. Auf diese Weise können die Notizen aus der Küche schnell auf den Arbeits-Laptop im anderen Raum übertragen werden – und zwar als digitales Schriftdokument und nicht nur als Bild der Handschrift. Die Voraussetzung dafür, dass diese Übertragung einwandfrei klappt, ist allerdings, dass die Handschrift gut leserlich ist.

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Google Lens kann Notizen direkt in ein Dokument für den PC umwandeln, © Google

Beide Geräte, die zur Übertragung genutzt werden, müssen über den selben Chrome Account eingeloggt sein und die aktuellste Chrome-Version nutzen.

Aussprache lernen und komplizierte Textpassagen verstehen

Nicht jeder Text, den man online liest, erschließt sich dem Leser komplett. Oft gibt es Passagen mit Fach- oder Fremdwörtern, die man recherchieren muss. Außerdem könnte auch die Aussprache einiger Wörter aus verschiedenen Sprachen Probleme bereiten – was etwa zum Problem werden kann, wenn diese in einer Präsentation oder in einem Gespräch mit einem Kunden oder Partner angewandt werden sollen.

Google Lens ermöglicht jetzt, Wörter zu markieren und mit der Funktion „Listen“ die richtige Aussprache anzuhören. Bisher konnten User mit Lens bereits Übersetzungen in über 100 Sprachen erhalten, allerdings auf rein visueller Ebene.

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Das Übersetzen mit Lens ist schon länger möglich, © Google

Nun können ganze Textpassagen auch gehört werden.

„Listen“ ist bereits für Android verfügbar und wird zeitnah ebenso für iOS ausgerollt. Für beide Systeme steht allerdings die Option zur Verfügung, für über Lens markierte Texpassagen direkt Suchergebnisse von Google zu erhalten. So können User, die einen komplizierten Abschnitt in ihrem Buch oder einem Bericht lesen, diesen mit Lens fotografieren und schnell relevante Informationen oder Definitionen dazu erhalten. Beispielsweise zu Gravitationswellen, wie im Beispiel dargestellt:

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In-line-Google-Suchergebnisse bei Lens, © Google

Die Features können mit der Google App von iOS oder der Google Lens App von Android genutzt werden. Obwohl sie zum Teil eher eine technische Spielerei darstellen, zeigt das Update, welche Relevanz Google sowohl als Suchmaschine als auch als Tech-Anbieter für den Alltag hat.

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