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Claude wird zur Super-KI-App für Creatives und kann jetzt Photoshop und Co.

Claude wird zur Super-KI-App für Creatives und kann jetzt Photoshop und Co.

Larissa Ceccio | 29.04.26

Diverse beliebte Creative Tools kommen jetzt zu Claude: Mit den neuen Konnektoren können User auf über 50 Features aus Tools wie Adobe oder Canva zugreifen. Für Anthropic ist das der nächste Schritt in die Kreativbranche.

Anthropic baut Claude gerade konsequent zur zentralen KI für alles aus. Neue Konnektoren ermöglichen es dem KI-Dienst jetzt direkt auf etablierte Kreativ-Tools zuzugreifen, darunter Blender, Autodesk, Adobe, Ableton. Mit dem Connector Adobe for creativity greift Claude beispielsweise direkt auf mehr als 50 Tools der Creative Cloud zu – darunter Photoshop, Lightroom, Illustrator, Firefly, Premiere und Express – und setzt Aufgaben direkt per natürlicher Sprache um.

Seit Kurzem können User bereits auf Alltags-Apps wie Spotify oder Booking über Claude zugreifen und etwa ihre Reise planen oder eine Musik-Playlist erstellen. Mit den neuen Verbindungen zu Creative-Diensten geht Anthropic mit Claude den nächsten Schritt, um den KI-Dienst auch in kreativen Workflows zu verankern. Die Grundlage dafür hat das Unternehmen bereits mit dem Launch von Claude Design Anfang April gelegt.

Wie TestingCatalog berichtet, kann Claude Code inzwischen zudem Push-Benachrichtigungen senden, sobald Aufgaben abgeschlossen sind. Der KI-Dienst arbeitet damit zunehmend im Hintergrund und meldet sich erst wieder, wenn Ergebnisse bereitstehen.

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Claude wird zur Super-App:
Spotify, Booking und mehr direkt im Chat

Drei Smartphone Screens zeigen Claude mit integrierten Apps wie TripAdvisor, Spotify und Uber Eats zur Planung, Musikauswahl und Essensbestellung direkt im Chat.
© Claude via Canva


Claude wird für Creatives zum Gamechanger

Seit Juli 2025 ist das Connector-Verzeichnis von Claude auf über 200 Integrationen gewachsen, von Produktivitäts- und Design-Tools bis hin zu Alltagsdiensten. User verbinden mehrere Apps gleichzeitig und nutzen sie innerhalb einer einzigen Konversation. Jetzt kommen populäre Creative Apps dazu. 

In der offiziellen Ankündigung erklärt Anthropic, dass Claude kreativen Profis vor allem dabei helfen soll, Ideen schneller zu entwickeln, manuelle Aufgaben zu reduzieren und komplexe Projekte zugänglicher zu machen. Entscheidend dafür ist die Integration in Tools, die Kreative ohnehin nutzen. Das Unternehmen betont, dass Talente nicht durch Claude ersetzt werden sollen und sagt:

Claude can’t replace taste or imagination, but it can open up new ways of working—faster and more ambitious ideation, a more expansive skill set, and the ability for creatives to take on larger-scale projects. 

Damit wird kreative Arbeit zunehmend agentisch gesteuert, während Claude Aufgaben im Hintergrund übernimmt – auch wenn die Kontrolle über komplexe Prozesse weiterhin bei den Nutzer:innen bleiben muss.

Diese Creative Workflows übernimmt Claude jetzt für dich

Die neuen Creative-Konnektoren decken ein breites Spektrum ab: Ableton liefert kontextbasierte Antworten aus der offiziellen Dokumentation, Adobe Creative Cloud ermöglicht Zugriff auf über 50 Tools für Bild, Video und Design, Affinity by Canva automatisiert Produktionsaufgaben, Autodesk Fusion bringt 3D-Modellierung per Dialog, Blender lässt sich per natürliche Sprache steuern, Resolume Arena und Resolume Wire ermöglichen Live-Visual-Steuerung, SketchUp startet 3D-Konzepte direkt aus dem Chat und Splice gibt Zugriff auf lizenzfreie Samples für die Musikproduktion. Claude User können jetzt mit diesem Tool Setup konkret:

  • Kreativ-Tools schneller verstehen und nutzen: Claude fungiert als On-Demand-Tutor:in für komplexe Software. Die KI erklärt Funktionen, führt durch Workflows und macht auch anspruchsvolle Techniken verständlich, von 3D Setups bis hin zu Audio oder Designprozessen.
  • Tools mit Code erweitern: Mit Claude Code lassen sich individuelle Skripte, Plugins oder generative Systeme für bestehende Software erstellen. Ob Shader, Animationen oder parametrische Modelle, der generierte Code ist dokumentiert, anpassbar und direkt einsetzbar.
  • Workflows über mehrere Tools hinweg verbinden: Claude übernimmt die Rolle einer zentralen Schnittstelle. Formate werden übersetzt, Daten strukturiert und Assets synchron gehalten, sodass Projekte nahtlos zwischen Design, 3D und Audio Tools weitergeführt werden können.
  • Ideen entwickeln und direkt weiterverarbeiten: Mit Claude Design lassen sich Konzepte schnell visualisieren und iterativ verbessern. Ergebnisse können anschließend direkt in andere Tools exportiert und dort weiterbearbeitet werden.
  • Wiederkehrende Produktionsarbeit automatisieren: Claude übernimmt mehrstufige Aufgaben wie die Stapelverarbeitung von Assets, das Aufsetzen von Projektstrukturen oder Änderungen an ganzen Szenen und reduziert so manuellen Aufwand deutlich.

Alle User von Claude können die neuen Connectors nutzen und direkt im Interface aktivieren, vor allem über Web und Desktop. Die mobile Nutzung ist aktuell noch eingeschränkt und befindet sich in der Beta.



Adobes neuer Firefly AI Assistant setzt deine Ideen in Photoshop und Co. automatisch um

Oberfläche des Firefly AI Assistant zeigt die Erstellung von Produkt-Mockups für Becher, T-Shirt und Tasche per Texteingabe in einer zentralen Chat-Oberfläche.
© Adobe

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