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Canva unter Top 3 der KI-Consumer-Produkte: Mit Canva AI 2.0 zu neuen Höhen
Melanie Perkins, Cliff Obrecht und Cameron Adams von Canva, © Canva

Canva unter Top 3 der KI-Consumer-Produkte: Mit Canva AI 2.0 zu neuen Höhen

Selina Beck | 23.04.26

Bei KI denken viele direkt an ChatGPT und Gemini. Doch auch Canva hat sich als AI Tool etabliert und bietet mit Canva AI 2.0 zahlreiche Designinnovationen, Connectors für Slack, Gmail und Co. sowie personalisierte Markendesigns und die Kooperation mit Claude Design.

Canva gehört zu den meistgenutzten Design-Tools überhaupt. Die Plattform verzeichnet inzwischen mehr als 260 Millionen aktive Nutzer:innen pro Monat. Doch obwohl viele User Canva für verschiedene Anlässe nutzen – Social-Media-Beiträge, Einladungskarten, Flyer etc. –, denken wenige an Canva als KI-Tool. Dabei gilt das Bildbearbeitungsprogramm mittlerweile direkt hinter ChatGPT und Gemini als Top-3-KI-Consumer-Produkt weltweit. Das hat das aktuelle Ranking „Top 100 Gen AI Consumer Apps“ von Andreessen Horowitz ergeben. Dabei wurden erstmals KI-gestützte Produkte wie Notion und Canva neben KI-nativen wie ChatGPT aufgeführt.


Die KI-Top-100:

Wer gewinnt das Rennen um die Standard-KI?

Symbolisches Titelbild zum Artikel über die meistgenutzten KI-Tools weltweit und den Wettbewerb um die Standard KI. Consumer AI Top 100 von Andreessen Horowitz (a16z).
© Andreessen Horowitz (a16z) via Canva


Damit Canva für zahlreiche Design-Verantwortliche, Creator, Marketer und Hobby-Kreativ noch relevanter wird, liefert das Unternehmen mit Canva AI 2.0 das bisher größte Update für die Plattform. Du kannst nicht nur KI-Bilder erstellen, sondern ganze Workflows übernehmen und in Drittdienste einpflegen sowie Designprojekte mit natürlicher Sprache steuern.

KI-Bild mit der Eingabe „ein perfekter Urlaubstag am Strand“, © Canva
KI-Bild mit der Eingabe „ein perfekter Urlaubstag am Strand, © Canva

Das alles kann Canva AI 2.0

Canva AI 2.0 gilt als die größte Neuerung seit Gründung des Unternehmens 2013. Das Tool „markiert den Wandel von einer Designplattform zur zentralen KI-Arbeitsplattform für Teams“, so das Unternehmen. An dem firmeninternen KI-Labor arbeiten über 100 Forschende. Zudem wurden neue Features für den Arbeitsalltag integriert.

Bisher wurde das Tool nur als Forschungsvorschau veröffentlicht. Zu den neu eingeführten Elementen gehören eine neue Architekturebene, ein dialogorientiertes Design, eine schrittweise agentische Bearbeitung sowie eine mehrschichtige Objektintelligenz. Außerdem wird ein „dynamisches Gedächtnis“ versprochen sowie sechs neue Workflows:

  1. Connectors
  2. Zeitplanung
  3. Web-Recherche
  4. Markenintelligenz
  5. Canva Sheets AI
  6. Canva Code 2.0

Mit der neuen Plattform Canva AI 2.0 können Designprojekte mit natürlicher Sprache gesteuert werden. So wird der Prozess von der ersten Projektidee bis zum fertigen Design vereinfacht.

So sieht das Conversational AI Tool für Designprojekte auf Canva aus, © Canva

Anstatt mit einer leeren Seite oder einer Vorlage können User bei Canva AI 2.0 nun schon mit einer Idee, einem Ziel oder einer groben Skizze starten. Im Dialog mit der Canva AI kann das Design dann noch weiter optimiert werden. Layout, Hierarchie und Markenidentität werden dabei bereits im ersten Entwurf inkludiert.

Der Kreationsprozess auf Deutsch im Dialog mit Canva AI, © Canva
Der Kreationsprozess auf Deutsch im Dialog mit Canva AI, © Canva

Dank Canva Code 2.0 kannst du nicht nur Layouts prompten, sondern diese sogar mit importierten HTML-Dateien zum Leben erwecken. Und mithilfe der Brand Intelligence kannst du deinen Designs noch Kontextinformationen aus deinen Marken-Layouts mitgeben, sodass alle Designs on-brand bleiben – wie beim KI-Tool Pomelli von Google.

Die Brand Intelligence sorgt für on-brand Designs, © Canva

User wirken während des gesamten Kreativprozesses mit

Jedes Element bleibt komplett in Ebenen bearbeitbar, sodass die User sofort mitarbeiten können bei der Ideenentwicklung. Außerdem kann die AI einen Multi-Channel-Kampagnenplan für die Markteinführung eines Produkts erstellen. Die KI generiert die Inhalte in jedem Format und für jeden Kanal. Laut der Pressemitteilung von Canva liegt die Neuerung in der kompletten Einbindung der KI während des kreativen Prozesses:

Es versteht deine Absichten, bearbeitet komplexe Anfragen und koordiniert die Maßnahmen im gesamten Design – und das alles, ohne deinen Arbeitsfluss zu unterbrechen. Wenn du die Kontrolle übernehmen und manuell bearbeiten möchtest, tritt die KI in den Hintergrund, bis du sie wieder brauchst.

Canva AI 2.0 verbindet Prompting, die Web-Suche, Coding und mehr, © Canva
Canva AI 2.0 verbindet Prompting, die Web-Suche, Coding und mehr, © Canva

Diese User-Wünsche hat Canva bereits erfüllt

Die Beliebtheit des Design-Tools hat sicherlich auch mit dem gelungenen Communication Management zu tun. So erfüllte das Unternehmen erst neulich wesentliche User-Wünsche wie jenen nach einem Personal Brand Kit, einer Bewegtbildfunktion und speziellen AI-Video-Effekte. Insgesamt 41 Wünsche hat Canva erfüllt. Neu ist zum Beispiel der nützliche Image Upscaler – eine Funktion, die etwa auch Nano Banana von Google bietet.

Im LinkedIn-Beitrag zu der Community Wishlist wird zudem nach neuen Wünschen der User gefragt, sodass sich viele Nutzer:innen gesehen fühlen in ihren Verbesserungsvorschlägen. So schreibt ein User:

These 41 updates aren’t just about quantity; they represent a sincere effort driven by the community.

Zurzeit läuft für viele noch Canva AI 1.0; Beispiel-KI-Logo für fiktives AI-Unternehmen, das sich auf Design spezialisiert hat, © Canva
Zurzeit läuft für viele noch Canva AI 1.0; Beispiel-KI-Logo für fiktives AI-Unternehmen, das sich auf Design spezialisiert hat, © Canva

Connectors, Kooperation mit Claude Design und mehr

Die Kreationspalette von Canva kommt vor allem Creatorn und Marketern zugute. Ein weiteres Plus für viele User: die Integration von Connectors. Damit wird Canva direkt in populäre Nutzungsumgebungen wie Slack, Gmail, Google Drive, Google Calendar, Notion, Zoom, HubSpot, Microsoft, Atlassian und Linear eingefügt, sodass User die Inhalte von dort miteinbeziehen können.

Die Connectors verbinden Canva mit anderen vielgenutzten Tools wie Slack, © Canva

Außerdem bedeutet die neue Web Research, dass du sogar Informationen aus dem Netz für deine Designs miteinbeziehen kannst. Außerdem kannst du beispielsweise via Sheets AI Spreadsheets für Content-Kalender, Projekt-Timelines und dergleichen mehr erstellen.

Wer nicht nur auf Canva designt, sondern ebenso mit dem neuen Tool Claude Design, kann diese Kreationen sogar zusammenführen. Claude Design steht in Konkurrenz zu Lovable, Figma, Googles Stitch und Co. und erzeugt mit simplen Prompt-Vorgaben kreative Designs für Websites, Präsentationen oder Infoseiten. Nutzer:innen können die Ergebnisse dann im Gespräch mit Claude optimieren und mit Slider auf Bearbeitungsoptionen zugreifen. Alle mit Claude erstellten Designs können direkt in Canva importiert werden und dort mit Drag-and-Drop-Editor bearbeitet werden – genau wie jedes andere Design. So müssen keine neuen Codes mehr generiert werden, wenn Farben getauscht, Elemente verschoben oder Layouts aktualisiert werden.

Die Zusammenarbeit von Canva und Claude Design wurde im April bekannt gegeben, © Canva

Die Zusammenarbeit von Canva und Claude Design wurde im April bekannt gegeben, © Canva

In unserem Artikel zum Thema findest du sieben Tipps eines Anthropic-Designers für die optimale Nutzung von Claude Design. Und auf der Website von Canva findest du noch mehr Insights zu Canva AI 2.0 und seinen vielfältigen Fähigkeiten für das Design und darüber hinaus.


AI-Designs per Sprachbefehl:

So holst du das Beste aus Claude Design heraus

Seite in Claude Design, Weltkugel mit Punkten, Regler und Sidebar daneben
© Anthropic via Canva

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