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Social Media Marketing
YouTubes neue Monetarisierungsstrategie: Mid-Roll Ads auch in kürzeren Videos
© NordWood Themes - Unsplash

YouTubes neue Monetarisierungsstrategie: Mid-Roll Ads auch in kürzeren Videos

Aniko Milz | 08.07.20

YouTube ergänzt nun auch bei kürzeren Videos Mid-Roll Ads. Erhofft die Videoplattform sich so, durch die Coronakrise zu kommen?

Bisher war es Creatorn auf YouTube möglich, Videos auf ihrem Kanal in Mid-Roll Ads zu monetarisieren, die länger als zehn Minuten sind. In diese Videos konnte nach einigen Minuten eine Pause eingefügt werden, in der den Usern Ads angezeigt werden. Daher sind auf YouTube viele Videos zu finden, die sich zeitlich genau in dem Rahmen von knapp über zehn Minuten bewegen. Nun ändert YouTube diese Strategie und verkürzt die Mindestlänge um zwei Minuten.

Ab acht Minuten Länge sind Videos nun für Mid-Roll Ads zugelassen

Ende Juli sollen die neuen Anforderungen gelten und auch in knapp über acht Minuten langen YouTube Videos Mid-Roll Ads einfügen. Dies passiert automatisch und ohne das Zutun der Creator. Außerdem werden alle Videos, die den Kriterien entsprechen und bereits online sind, mit den Ads versehen – auch die, bei denen Creator die Werbeunterbrechung bereits ausgeschaltet hatten. Wer Mid-Roll Ads für seine Videos als unpassend empfindet, kann sie nach wie vor anschließend deaktivieren. Auch kann der Zeitpunkt, zu dem sie ausgespielt werden, manuell angepasst werden, wie YouTube erklärt:

Mid-roll ads will be automatically placed at natural breaks in your videos to balance viewer experience and monetisation potential for you. After these changes, you will still be able to turn mid-rolls off or adjust the placement in each video manually.

Chance für Creator oder Verzweiflungstat?

Dennoch ist vonseiten YouTubes hier eine deutliche Fokussierung auf das Schaffen von mehr Anzeigeninventar zu erkennen. Das kann sich für Creator auszahlen ohne dabei die Zuschauer zu sehr zu verstimmen. Schließlich sind diese die Unterbrechung bereits von etwas längeren Videos gewöhnt. Zu den Gründen gibt YouTube nichts an, jedoch zeigt ein Report von OneZero an, dass die Coronapandemie nicht ohne Folgen an der Videoplattform vorbeigeht. So haben laut Report 25 Prozent der Media Buyer und Brands ihre Werbeausgaben für die erste Hälfte des Jahres pausiert, andere haben ihre Ausgaben nach unten angepasst. Dadurch kommt nicht nur bei YouTube, sondern auch bei den Creatorn weniger Geld an. Diese könnten durch mehr Raum für Ads besänftigt werden, schließlich sind sie es, die die User auf die Plattform bringen.

Wie sehr sich die neue Strategie auszahlt, muss sich jedoch erst noch zeigen. Schließlich bedeutet mehr Ad Space auch, dass YouTube Ads insgesamt günstiger werden. Es bleibt also abzuwarten, ob die Rechnung für YouTube und die Creator aufgeht. Für Unternehmen und Marken bietet sich zunächst der Vorteil, dass sie in Zukunft mehr User mit ihren Anzeigen erreichen können. Diese werden ab Ende Juli deutlich mehr Anzeigen in Videos zu sehen bekommen. Da die Akzeptanz bei zehnminütigen Videos jedoch bereits vorhanden ist, sollte YouTubes neue Monetarisierungsstrategie für sie keine große Umstellung bedeuten.


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