Social Media Marketing
WhatsApp führt Admin-Profile ein und könnte Payments nach Deutschland bringen
© Amin Moshrefi - Unsplash, Änderungen vorgenommen via Canva

WhatsApp führt Admin-Profile ein und könnte Payments nach Deutschland bringen

Larissa Ceccio | 25.08.26

Admins bekommen bei WhatsApp eigene Profile mit Namen und Bild, die direkt bei ihren Channel Updates angezeigt werden. Außerdem arbeitet der Meta-Dienst an Payments; User könnten dann direkt über WhatsApp Geld versenden.

Auf WhatsApp erhalten Channel Admins jetzt eigene Profile, die zeigen, wer einen Beitrag veröffentlicht hat, ohne dabei das persönliche WhatsApp-Konto offenzulegen. Zudem arbeitet die Messaging App an neuen Payment-Funktionen, über die User Geld senden und Karten-, Rechnungs- sowie Versanddaten hinterlegen könnten. Auch User in Deutschland könnten bald direkt über WhatsApp bezahlen.



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© Tim Witzdam – Pexels


WhatsApp zeigt jetzt, wer hinter Channel Updates steckt

In der Android Beta 2.26.33.7 führt WhatsApp laut WABetaInfo eigene Profile für Channel Admins ein. Sie können einen Namen mit bis zu 25 Zeichen und ein Profilbild festlegen, die direkt bei ihren Updates erscheinen. Das ist vor allem bei größeren Channels praktisch, die etwa von Medien, Unternehmen, Vereinen oder einem Team aus Creatorn mit mehreren Personen bespielt werden.

Drei WhatsApp Screens zeigen die neue Admin-Profil-Funktion für Channels: Hinweis im Channel, Aktivierung in den Einstellungen und Erstellung eines Profils mit Name, Foto und Vorschau.
Die neuen Admin-Profile für WhatsApp Channels lassen sich mit eigenem Namen und Profilbild einrichten und direkt bei Updates anzeigen, © WABetaInfo

So richtest du Admin-Profile für WhatsApp Channels ein

Aktiviert wird die Funktion über die Channel-Einstellungen. Dort gibt es die neue Option „Show admin profile on updates“. Standardmäßig ist sie ausgeschaltet. Sobald WhatsApp das Feature für einen Account freigeschaltet hat, erscheint direkt im Channel ein entsprechender Hinweis. Danach können Admins einen Namen und ein Profilfoto hinterlegen. Eine Vorschau zeigt schon vor dem Speichern, wie das Profil später bei den Updates aussieht. Name und Bild lassen sich jederzeit wieder ändern, auch die Anzeige des Profils kann in den Channel-Infos wieder deaktiviert werden.

Vor allem bei Channels mit mehreren Admins wird das hilfreich. Follower sehen nicht mehr nur, dass ein Update beispielsweise von einer Marke, einem Medium oder einer Organisation stammt, sondern auch, wer es konkret veröffentlicht hat. Bei einem News Channel könnte so sichtbar werden, welche Redakteur:in einen Beitrag geteilt hat, bei einem Unternehmens-Channel, welches Team-Mitglied dahintersteckt. Auch für die Admins selbst wird einfacher nachvollziehbar, wer welches Update gepostet hat.

WhatsApp trennt Channel Admin-Profil und privaten Account

Privates bleibt dabei privat. Das Admin-Profil ist vollständig vom persönlichen WhatsApp Account getrennt. Für den Channel können Admins einen anderen Namen und ein anderes Foto verwenden. Der private Name, das persönliche Profilbild und die Telefonnummer werden nicht angezeigt. Die Telefonnummer bleibt laut WABetaInfo auch bei aktiviertem Admin-Profil verborgen. Wer mehrere Channels betreut, kann zudem für jeden davon ein eigenes Profil einrichten.

Noch ist die Funktion nicht für alle verfügbar. WhatsApp rollt die Admin-Profile derzeit schrittweise an einige Betatester:innen der aktuellen Android-Version aus. In welchen Ländern das Feature bereits getestet wird, nennt WABetaInfo nicht. Wer die Option noch nicht in den Channel-Einstellungen sieht, könnte sie in den kommenden Wochen erhalten. Wann die Admin-Profile für alle User verfügbar sein werden, ist bislang nicht bekannt.

WhatsApp Payments könnten nach Deutschland kommen

WhatsApp arbeitet auf iOS auch an Payments. WABetaInfo hat die Funktion in der WhatsApp Beta für iOS 26.33.10.70 entdeckt. Für Betatester:innen ist sie bislang aber noch nicht freigeschaltet. Künftig sollen User offenbar direkt auf WhatsApp Kontakte auswählen und ihnen Geld schicken können. Gerade für Unternehmen, die WhatsApp bereits für Beratung, Support oder Commerce einsetzen, könnte ein integrierter Bezahlprozess den Weg vom Gespräch zum Kauf verkürzen.

Drei iPhone Screens zeigen die neue Payment-Funktion in WhatsApp mit dem Bereich Payments, der Option zum Geldsenden an Kontakte sowie einem Formular zum Hinzufügen einer Kredit- oder Debitkarte inklusive Rechnungsadresse.
Die neue Payment-Sektion auf WhatsApp mit Geldversand, Kartenhinterlegung und Rechnungsadresse, © WABetaInfo

Zusätzlich sollen sich Kredit- und Debitkarten speichern lassen. Dafür können User Angaben wie Ablaufdatum, CVV und Rechnungsadresse hinterlegen. Auch E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Versandadresse lassen sich offenbar speichern. Die hinterlegten Zahlungsinformationen sollen sich außerdem herunterladen oder vollständig löschen lassen.

In Indien, Brasilien und Singapur können User bereits direkt über die Messaging App Geld senden, in Mexiko können Unternehmen Zahlungen im Chat annehmen. Jetzt könnte WhatsApp die Funktion auf weitere Länder ausweiten. Auf den Screenshots von WABetaInfo tauchen unter anderem Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Australien, Kanada, Ghana, die Niederlande und die USA auf.

Ein Deutschland-Start ist damit allerdings noch nicht bestätigt. Die Funktion befindet sich weiterhin in der Entwicklung, bis zu einem möglichen Roll-out kann sich also noch einiges ändern. Für den Start in weiteren Ländern braucht WhatsApp zudem regulatorische Freigaben und je nach Markt passende Partner:innen für die Zahlungsabwicklung.

Um die Payment-Pläne voranzutreiben, dürfte WhatsApp auch von der Erfahrung des neuen Head of WhatsApp Kunal Shah profitieren. Der CRED-Gründer kennt sich mit Kreditkartenzahlungen und Finanzprodukten aus und bringt damit passende Expertise für den Ausbau der Zahlungsfunktionen mit.



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