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Social Media Marketing
Gegen Fake News: Twitter testet Moderations-Tool
© Ravi Sharma - Unsplash

Gegen Fake News: Twitter testet Moderations-Tool

Nadine von Piechowski | 05.08.20

Die Social-Media-Plattform arbeitet zurzeit an einem neuen Feature, mit dem Moderatoren Tweets markieren und Kommentare hinzufügen können.

Twitter arbeitet mit Hochdruck daran, Desinformationen und Fake News auf der eigenen Plattform so weit es geht einzudämmen. So markierte das soziale Netzwerk Tweets von Donald Trump erstmalig als potentiell irreführend und löschte den Inhalt eines späteren Posts des US-Präsidenten sogar. Dass Twitter weitere Maßnahmen ergreifen will, um gegen die Verbreitung von Fake News vorzugehen, zeigt nun ein Test, den Reverse-Engineering-Expertin Jane Manchun Wong entdeckte. Auf Twitter teilte sie Screenshots von einem neuen Moderations-Tool. Mit diesem können Mitarbeitende der Plattform einzelne Inhalte markieren und einen Kommentar zum Post schreiben.

Ein derartiges Moderations-Feature könnte Twitter Usern dabei helfen, den Inhalt eines Posts noch schneller und besser einordnen zu können. Bisher bekommen Nutzende weitere Informationen zu dem Thema eines Tweets, wenn sie auf „Get the facts about …“ klicken. Durch das Tippen auf den Button unterhalb des Tweets gelangen User zu einer Informationsseite.

Twitter, WhatsApp und Facebook: Covid-19 ließ die Verbreitung von Desinformationen ansteigen

Twitter hat schon längst erkannt, dass aktivere Maßnahmen gegen die Verbreitung von Fake News und Desinformationen ergriffen werden müssen. Dass die Social-Media-Plattform nun eine regelrechte Offensive gegen derartigen Content fährt, liegt wahrscheinlich nicht zuletzt an der Coronapandemie. Der weltweite Ausbruch des Coronavirus führte in nahezu allen sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten dazu, dass Verschwörungstheorien oder Fehlinformationen vermehrt verbreitet wurden. Zum Teil mit lebensbedrohlichen Folgen. Daher sperrte beispielsweise nicht nur Twitter, sondern auch TikTok Content der Verschwörungsgruppe QAnon, die sich gegen das Tragen eines Mundschutzes aussprach. Auch über WhatsApp und Facebook verschickten User vermehrt Desinformationen bezüglich des Coronavirus. Der Social-Media-Riese führte deshalb für WhatsApp die Google-Suche im Message Stream ein. So können die User weitergeleitete Nachrichten schneller auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen.


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Dass Twitter an einem neuen Moderations-Tool arbeitet, ist also nicht überraschend. Sollte das soziale Netzwerk das Feature tatsächlich ausrollen, wäre ein Blick in die Moderationsrichtlinien spannend. Denn die Frage, ob nicht nur Desinformation, sondern auch Hate Speech von den Moderatoren markiert und kommentiert wird, beantwortet Wongs Post nicht. Auch wann die User mit einem derartigen Tool rechnen können, ist noch nicht bekannt.

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