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Social Media Marketing
Twitter könnte Listen zu Channels machen und entfernt globale Trends
© Jane Manchun Wong

Twitter könnte Listen zu Channels machen und entfernt globale Trends

Niklas Lewanczik | 03.04.20

Explore- und Trends-Angaben werden nur noch lokal angezeigt, während die Listen bei Twitter bald Channels heißen könnten.

Bei Twitter bahnen sich ein paar weitreichende Veränderungen an. Der Kurznachrichtendienst wird zum einen die Content-Hinweise wie über Trends auf die Location der User beschränken. Zum anderen könnten die bekannten Listen bald durch den Reiter „Channels“ ersetzt werden.

Mehr Lokalisierung bei Twitter: Widersprüchlicher Anspruch

In einem Tweet gab Twitter selbst bekannt, dass Änderungen an der Location für den User nun umfassendere Auswirkungen haben. Sowohl die Entdecken-Funktion als auch die Trends bei Twitter werden demnach Inhalte und Themen im Kontext der eingestellten Location anzeigen.

Diese Änderung wirkt allerdings angesichts der Einleitung von Twitter fragwürdig.

Now more than ever, it’s vital to see what’s happening anywhere in the world, from wherever,

heißt es im Tweet. Die User reagieren daher eher unzufrieden auf die Änderung und fragen sich, warum sie keine globalen, sondern lediglich lokale Trends erhalten können sollen. Entsprechend hat sich bereits der Hashtag #TwitterRestoreWorldwideTrends etabliert.

Die Zahl der negativ konnotierten Kommentare unter der Ankündigung könnte Twitter womöglich sogar dazu bewegen, diese Änderung noch einmal zu überdenken oder sogar zu revidieren. Unterdessen scheint eine andere Neuerung auf der Plattform in der Testphase zu sein.

Werden Twitters Listen zu Channels?

Die Reverse-Engineering-Expertin Jane Manchun Wong hat entdeckt, dass Twitter die bekannten Listen oder Lists (im Englischen) in Channels umbenennen könnte.

Bei ihrem Account wird der Reiter entsprechend angezeigt; daher dürfte es sich um einen noch inoffiziellen Test handeln. Vermutlich würde diese Änderung den Namen betreffen und die entsprechenden Einstellungen für die Listen leicht modifizieren.

Im Test entdecken wir bei verschiedenen Accounts auf Twitter selbst weiterhin nur den Listen-Reiter. Da es von Twitter zu einer etwaigen Namensänderung keine Äußerung gibt, bleibt vorerst offen, ob dieses Update für die Twitter User zeitnah umgesetzt wird.

Auch wenn die angekündigte und die potentielle Veränderung bei Twitter die Funktionen des Dienstes nicht grundlegend ändern, zeigen sie, dass der Kurznachrichtendienst sich weiter wandelt. Ob zum Besseren, ist vermutlich der subjektiven Einschätzung der User überlassen. Aber zum Glück bietet Twitter selbst ja die beste Plattform für einen Diskurs auch über das Medium.

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