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Social Media Marketing
Gegen den Magerwahn: TikTok verbannt Werbung für Abnehmpräparate
Kon Karampelas - Unsplash

Gegen den Magerwahn: TikTok verbannt Werbung für Abnehmpräparate

Nadine von Piechowski | 24.09.20

Die Kurzvideo-App sorgt sich um das Wohl der User. Damit Nutzende nicht dem gefährlichen Size-Zero-Trend verfallen, verbietet TikTok nun Ads fürs Fasten oder Diätprodukte.

TikTok hat die eigene Richtlinien überarbeitet und kündigte an, diese in den kommenden Tagen auszurollen. Ein zentraler Punkt dieses Updates ist, die Sicherheit der meist noch sehr jungen User zu garantieren – und das auch in gesundheitlicher Hinsicht. Deswegen verbannt TikTok jetzt sämtliche Ads, die fürs Abnehmen werben. Auch Werbung, die ein gesundheitsgefährdendes Körperideal promotet, soll es künftig nicht mehr auf der Plattform geben. In einem Statement verkündete TikTok:

These types of ads do not support the positive, inclusive, and safe experience we strive for on TikTok. 

Konkreter bedeutet das, dass auf TikTok in Zukunft keine Ads mehr laufen werden, die das Fasten anpreisen. Des Weiteren wird Werbung für Diätprodukte eingeschränkt. Für alle Advertiser, die für Präparate werben wollen, die ein einfacheres Abnehmen versprechen, gilt laut TikTok Folgendes:

These policies include:

– Weight management products can only reach users age 18+

– Stronger restrictions on weight loss and implied weight loss claims

– Further restrictions to limit irresponsible claims made by products that promote weight loss management or control

– Ads promoting weight loss and weight management products or services cannot promote a negative body image or negative relationship with food

Werbung fürs Abnehmen nahm in den vergangenen Monaten auf TikTok zu

Das Nachrichtenportal CNBC berichtet, dass User der App in den vergangenen Monaten eine Zunahme von Ads für Abnehmpräparate oder das Fasten bemerkten. Ganze 69 Prozent der Nutzenden sind zwischen 16 und 24 Jahren alt. Ein Alter, in dem sich die meisten noch stark in ihren Vorstellungen und Idealen beeinflussen lassen – und das gilt auch für das Bild vom eigenen Körper. Deswegen will TikTok sicherstellen, dass der häufig gefährliche Abnehm-Trend nicht auch noch über die Plattform promotet wird.

Die Bytedance App ist aber nicht das einzige soziale Netzwerk, das mit einer zu starken Fokussierung auf den Körper der User zu kämpfen hat. Beispielsweise gibt es auf Instagram mehr als 71 Millionen Posts (Stand: September 2020) , die mit dem Hashtag #fitspo versehen sind und teilweise ungesunde Körperideale verbreiten. Daher beschränkte auch die Fotoplattform die Reichweite von Abnehm-Posts und Werbung für Diätprodukte. Am gefährlichsten ist bisher allerdings ein Trend auf Snapchat. „Snapchat Dysmorphia“ beschreibt einen Trend, der 2018 eher bei Jugendlichen großen Anklang fand. Viele der jungen User unterzogen sich einer Schönheitsoperation. Das Ziel: Auch im realen Leben auszusehen wie mit einem Snapchat-Filter auf dem Gesicht.

Dass TikTok Werbung für Abnehmpräparate oder das Fasten einschränkt oder für einige User sogar komplett verbannt, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Allerdings lösen diese Restriktionen das Problem nicht komplett.


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