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Social Trends Report: Werbeausgaben stiegen um bis zu 50 Prozent
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Social Trends Report: Werbeausgaben stiegen um bis zu 50 Prozent

Aniko Milz | 25.01.21

Socialbakers analysiert vierteljährlich die Social Trends. Im letzten Quartal 2020 konnten stark gestiegene Werbeausgaben beobachtet werden. Gleichzeitig stiegen jedoch auch die Kosten.

Während die Coronapandemie sich seit gut einem Jahr auf unser Leben auswirkt, veränderten sich gleichzeitig viele unserer Verhaltensweisen. Durch die vermehrt zu Hause verbrachte Zeit erhöhte sich die Screentime auf Social Networks, Netflix und Co. Gleichzeitig stiegen die Werbeausgaben für Social Ads im vergangenen Quartal, wie die Social-Media-Marketing-Plattform Socialbakers im aktuellen Social Media Trends Report feststellte. Zudem konnte ein starker Anstieg des Cost-per-Click (CPC), die schnell wachsende Dominanz von Instagram, eine zunehmende Reichweite für Werbetreibende auf Facebook sowie ein Popularitätsschub bei Werbeetats für Videos beobachtet werden.

Ad Spends stiegen extrem an

Die Marken haben ihre Investitionen in Social-Media-Ads im vierten Quartal deutlich erhöht. In der Spitze stiegen die weltweiten Werbeausgaben um 50,3 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2019,

erklärt Yuval Ben-Itzhak, Präsident bei Socialbakers. Dafür nahm die Nutzung von Social Media Influencern für Markenwerbung ab. Stattdessen setzen Marken darauf, selbst eine Beziehung zu ihren Kund:innen aufzubauen:

Der Fokus auf digitale Werbung ist zur neuen Normalität geworden, da Marken daran arbeiten, dauerhafte Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen, um so ihre Online-Umsätze zu steigern.

Besonders bemerkenswert war dabei vor allem das Plus von 92,3 Prozent in Nordamerika und von 39,6 Prozent in Westeuropa. Doch die erhöhte Nachfrage schlägt sich im Preis nieder. Im Laufe von 2020 stieg der CPC auf Facebook und Instagram um 35,6 Prozent auf 0,14 US-Dollar. Die Daten zu den Werbeausgaben basieren auf einer Stichprobe von mehr als 15.000 Facebook-Werbekonten.

Social Trends: Größere Reichweite auf Instagram

Instagram liegt dabei deutlich vor Facebook sowohl in Publikumsgröße als auch in Engagement der User. Das Publikum auf Instagram stieg um 11,3 Prozent – auf Facebook sank es im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Prozent. Besonders Marken punkteten auf Instagram. Das Publikum der 50 größten Markenprofile ist auf Instagram um 39 Prozent größer als auf Facebook. Zudem verzeichnete Instagram 21 Mal mehr Interaktionen. Dennoch wurden noch 61,9 Prozent aller Markenbeiträge in Q4 auf Facebook veröffentlicht.

Abwärtstrend bei den Interaktionen

Doch Marken hatten während des letzten Quartals des vergangenen Jahres um die Aufmerksamkeit der User zu kämpfen. Insgesamt sanken die Interaktionen mit Marken leicht. Global verzeichnete Facebook einen Rückgang um 5,4 Prozent, Instagram sogar um 6,3 Prozent. Jedoch gab es Ausnahmen: So konnte zum Beispiel der E-Commerce-Sektor auf Instagram 14,4 Prozent und auf Facebook ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen.

Video im Trend: Kosten steigen

Besonders Video Content erfreute sich großer Beliebtheit. Die Anzahl an Video-Inhalten stieg auf Twitter im Vergleich zu Q3 2020 um 26,7 Prozent, auf Facebook um 4,6 Prozent und auf Instagram um 5,9 Prozent. Damit waren ganze 17,9 Prozent aller Posts auf Instagram Videos und auf Facebook sogar 18,1 Prozent. Dadurch stiegen die Kosten des beliebten Formats deutlich an. Die Werbekosten für Facebook Instream Video stiegen um 216,8 Prozent im CPC und um 247,2 Prozent im CPM im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Während der Report Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram untersucht hat, ist besonders im Video-Kontext interessant zu beobachten, dass die Video-App TikTok bisher nicht im Report vorkommt. Schließlich bringt diese für Marken auch ein großes Potential mit sich.

Das Ende der Influencer-Ära?

Ihr gestiegenes Werbebudget steckten Unternehmen jedoch nicht in Influencer Marketing. Die Nutzung des Hashtags #ad durch Influencer sank im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Prozent. Zwar stiegen die Influencer Posts zur Vorweihnachtszeit an, doch sie erreichten nicht das gleiche Niveau wie im Vorjahr.

Zum Abschluss des Reports wirft Ben-Itzhak einen Blick in die Zukunft. So unsicher die Aussichten auf das Jahr 2021 sind, dürfte klar sein, dass Marken und Unternehmen weiterhin stark auf Social Media setzen sollten, um ihre Kund:innen zu erreichen:

Beim Rückblick auf das Jahr 2020 wird deutlich, dass das Digitale auch im Jahr 2021 eindeutig im Fokus der Marken stehen wird. Der Verbraucher von heute ist online. Um ihr Geschäft zukunftssicher zu machen und Markentreue sowie Profitabilität zu steigern, müssen sich die Marken daher darauf konzentrieren, jedem Kunden ein herausragendes End-to-End-Erlebnis in der digitalen Welt zu bieten.


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