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Optimierter ATT-Prozess: Facebook verbessert App Experience für Sehbeeinträchtigte
© Facebook

Optimierter ATT-Prozess: Facebook verbessert App Experience für Sehbeeinträchtigte

Nadine von Piechowski | 20.01.21

Die Social-Plattform zeigt Bemühungen, inklusiver zu werden und verpasste dem automatisierten Alt-Text-Prozess ein Update. So sollen noch mehr Bilder vom Screen Reader erkannt werden.

Bilder, Videos und Texte – die meisten Social-Media-Plattformen sind nur durch unbeeinträchtigtes Sehvermögen umfassend erfahrbar. Damit aber auch Menschen, die eine Sehbeeinträchtigung haben, Facebook besser nutzen können, optimierte die Social-Plattform nun den ATT-Prozess (Automated Alt Text). Der Social-Media-Konzern verkündete, dass künftig mehr Objekte, die auf einem Foto zu sehen sind, von der Facebook-Technologie erkannt werden können. Darüber hinaus ist der ATT-Prozess soweit verbessert worden, dass Facebook nun den Standort eines Objekts auf dem Foto bestimmen kann. Der Social-Media-Gigant erklärt:

The latest iteration of AAT represents multiple technological advances that improve the photo experience for our users. First and foremost, we’ve expanded the number of concepts that AAT can reliably detect and identify in a photo by more than 10x, which in turn means fewer photos without a description. Descriptions are also more detailed, with the ability to identify activities, landmarks, types of animals, and so forth. […] And we’ve achieved an industry first by making it possible to include information about the positional location and relative size of elements in a photo.

Facebook führte die Technologie für den ATT-Prozess bereits 2016 ein

Damit auch Menschen, die in ihrem Sehvermögen beeinträchtigt sind, die Facebook App nutzen können, führte der Konzern den ATT-Prozess bereits 2016 ein. Durch Machine Learning erkennt die Technologie Objekte auf einem geposteten Foto und fügt diese zum Alt-Text hinzu. Denn viele User posten Bilder und Fotos, ohne den Alternativtext manuell anzupassen. Durch den ATT-Prozess von Facebook können Screen Reader den Content für sehbeeinträchtige Nutzer:innen trotzdem erfahrbar machen.

Um die neue Technologie an die Bedürfnisse der User anzupassen, startete Facebook eine Umfrage unter Nutzer:innen, die auf den Screen Reader angewiesen sind. Die Plattform erklärt:

We asked users […] how much information they wanted to hear and when they wanted to hear it. They wanted more information when an image is from friends or family, and less when it’s not. We designed the new AAT to provide a succinct description for all photos by default but offer an easy way to get more detailed descriptions about photos of specific interest.

So können Nutzer:innen einfach auswählen, welcher Content ihnen wie detailliert ausgespielt werden soll. Der neue ATT-Prozess soll dabei künftig nicht nur auf Fotos, sondern auch auf Videos anwendbar sein.

Visual des neuen verbesserten ATT-Prozess von Facebook
© Facebook

Kein Ad Targeting mit verbessertem ATT Tool

Facebook macht auf dem Unternehmensblog deutlich, dass der neue ATT-Prozess nicht für das Ad Targeting genutzt werden kann. Der Social-Konzern schreibt:

While we wish everyone who uploaded a photo would include an alt text description, we recognize that this often doesn’t happen. We built AAT to bridge this gap, and the impact it’s had on those who need it is immeasurable.

Trotzdem könnte die neue Technologie Advertisern künftig eine Vielzahl an Möglichkeiten bieten, ihre Zielgruppe besser zu erreichen. Denn der ATT-Prozess sammelt zahlreiche Daten über die Nutzer:innen, um sich an deren Bedürfnisse und Interessen anzupassen. Dies könnte Marketern hinsichtlich Ad Targeting künftig in die Karten spielen. Zunächst steht für Facebook allerdings im Vordergrund, die eigene Plattform inklusiver zu gestalten.


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