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Social Media Marketing
Achtung Video-Creator: Meta geht streng gegen Watchbait vor

Achtung Video-Creator: Meta geht streng gegen Watchbait vor

Niklas Lewanczik | 28.03.22

Meta geht aktiv gegen Clickbait bei Videotiteln auf Facebook und Instagram vor. Wer bewusst irreführende oder sensationsheischende Titel nutzt, muss mit weniger Reichweite und Empfehlungen rechnen. Erfahre, wann Meta von Watchbait ausgeht und wie der Konzern dagegen vorgeht.

Auf Facebook und Instagram werden täglich Unmengen von Videos rezipiert. Dabei schwankt die Qualität der Inhalte gewaltig – und nicht selten werden Videos nur angeklickt, weil sie einen verheißungsvollen Titel haben. Doch häufig entpuppen sich Videotitel oder -beschreibungen, sogar Thumbnails, schlichtweg als Clickbait. Dagegen geht Meta nun aktiv vor und setzt ein System ein, das sogenannten Watchbait bei Videos erkennt. Sofern das System Watchbait im Videokontext ausmacht, straft Meta die Creator dafür ab.

Schlechteres Ranking und weniger Reichweite drohen: Das ist Watchbait und verboten

Auf dem offiziellen Meta Blog warnt das Unternehmen, dass Videos, bei denen Watchbait festgestellt wird, anderen Usern künftig nicht mehr vorgeschlagen werden. Auch das Ranking dieser Clips bei Facebook und Instagram wird negativ beeinflusst, während die Reichweite insgesamt limitiert wird. Pages und Accounts, die mehrmals Videos mit Watchbait posten, müssen mit weniger Reichweite für ihre Seite oder ihr Konto rechnen. Doch was genau versteht Meta unter Watchbait?

Grob zusammengefasst stellen eklatante Auslassungen, Irreführung und das Sensationalisieren von Inhalten in Titeln oder Beschreibungen Momente dar, die Meta als Watchbait erkennt. Im Detail betrachtet, geht es also um Content-Elemente, die User zum Klick oder View animieren sollen, indem sie weniger informiert, vielmehr mit (meist nicht eingehaltenten) Versprechungen gelockt werden. So ist das Element des Vorenthaltens von Informationen besonders frappierend, weil eine sogenannte Curiosity Gap entwickelt wird. Auch die Nutzung von extremer Übertreibung und Sprache wird von Meta nicht geduldet. Das gilt ebenso für irreführende Elemente, die die Erwartungshaltung der User hinsichtlich des Effekts des Videos in eine falsche Richtung lenken. Oft warten User lange auf den Moment im Video, wo der „payoff“ eintritt, also die Erwartungen erfüllt werden; doch dieser kommt häufig gar nicht.

Da Menschen von Videos eine recht genaue Beschreibung der gezeigten Inhalte erwarten, sind solche Watchbait-Praktiken für Meta nicht hinnehmbar. Als Beispiele nennt das Unternehmen diese Videotitel:

  • His Reaction Was Priceless!! 😂😂
  • THIS IS THE WORST WAY TO WAKE UP!! 😂
  • And then his GF did this!!!

Im Kontext sensationalisierter Inhalte gelten beispielsweise diese Titel als Watchbait:

  • Absolutely mind-blowing details in the latest recipe from Kai!
  • Your bestie just sent a crazy message to your girlfriend! 😰😰😰
  • SHOCKING weather phenomenon could explode your plans!!!

Meta möchte informative Videobeschreibungen und Titel

Statt auf Clickbait bei Titeln und Beschreibungen bei Videos für Instagram und Facebook zu setzen, sollten Creator mit leicht verständlichen und informativen Headlines und Captions überzeugen. Thumbnails sollten dabei aus Videoelementen und nicht aus eigens per Photoshop zusammengestellten Kreationen erstellt werden. Zudem rät Meta dazu, Titel und Beschreibungen in einem eigenen, möglichst unikalen Stil zu verfassen, um originell zu wirken. Das reizt User womöglich noch mehr als Watchbait.

Natürlich sind Creator und Publisher stets versucht, durch spannende und aufregend klingende Titel und Captions mehr User für ihre Inhalte zu gewinnen. Und ein wenig Spielraum für kreative Headlines etc. ist schließlich immer gegeben. Diese sollten nur nichts versprechen, was sie nicht halten können – und keine zentralen Momente weglassen. Als Hilfestellung für alle Video-Creator, Publisher und Co. hat Meta einen Leitfaden bereitgestellt, der inklusive Dos und Don’ts darüber informiert, wie du Watchbait auf Facebook (und Instagram) vermeiden kannst. Darin heißt es:

Da Watchbait Zuschauer absichtlich in die Irre führen soll, widerspricht das unserem Ziel einer Plattform mit klar formulierten, aussagekräftigen Überschriften und Inhalten. So sollen Zuschauer aktiv entscheiden können, wie sie ihre Zeit verbringen.

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