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Social Media Marketing
How-to: Kooperationsanfragen für Influencer

How-to: Kooperationsanfragen für Influencer

Aniko Milz | 04.10.21

Die Zusammenarbeit von Influencern und Unternehmen kann aus zahlreichen Gründen scheitern. Wir haben die häufigsten Fehler aufgelistet und geben Tipps, wie eine erfolgreiche Kooperation zustandekommt.

Influencer Marketing ist eines der Top-Themen 2021 gewesen und wird es auch für das kommende Jahr bleiben. Unternehmen jeder Größe und Branche versuchen sich an der Zusammenarbeit mit den Creatorn auf Instagram, TikTok und Co. Dabei, so stellte eine neue Studie heraus, unterscheidet sich die Art, auf die Influencer von Unternehmen angesprochen werden, stark davon, wie sie die Kommunikation gerne gestalten würden. Das fängt bei der ersten Nachricht an und geht bis hin zu intransparenten Budgetverhandlungen.

Copy-Paste-Nachrichten sind nirgendwo beliebt

Die „Influencer Outreach Survey“ von HypeAuditor sollte herausfinden, wieso Kooperationen nicht zustande kommen und wie der Kontakt zwischen Influencern und Unternehmen stattdessen ablaufen sollte. Dafür wurden 1.656 Influencer mit mehr als 1.000 Followern befragt. Das erste Problem zeigte sich in der Kontaktaufnahme. 43 Prozent der Influencer gaben an, noch nie oder nur selten Anfragen von Unternehmen zu erhalten, die personalisiert und auf sie, ihre Inhalte und Zielgruppen zugeschnitten sind. Demzufolge wird ein Großteil der Influencer nicht persönlich angesprochen, sondern mit generischen Nachrichten kontaktiert. Hier sind keine Unterschiede zwischen großen Brands und kleinen Unternehmen zu erkennen, erklärt die deutsche Influencerin Ann-Vivien, die über 100.000 Follower hat:

Bei der Kommunikation von Marken stört mich am meisten, dass sie in ihren Nachrichten nicht meinen richtigen Namen verwenden. Sie schreiben Dinge wie ‚Hey Darling‘ oder ‚Hallo Anni‘, aber mein Name ist Ann-Vivien. Das würden sie wissen, wenn sie sich meinen Account länger als ein paar Sekunden ansehen würden. Dabei kommt es nicht auf die Größe der Marke an. Ich habe schon große, internationale Marken mit einer schlechten Ansprache erlebt, aber es gibt auch kleine, lokale Marken. Es kommt immer darauf an, wie gut der Manager ist, von dem man kontaktiert wird.

© HypeAuditor

Gründe für eine Ablehnung

Nicht immer passt die Zusammenarbeit zwischen Business und Influencer. Hier sollten eigentlich beide Parteien gleichermaßen darauf achten. Schließlich geht es im Influencer Marketing stark um das Vertrauen der Follower, das ein Influencer meist in einer bestimmten Nische genießt. Wirbt ein Influencer mit nachhaltigem Content plötzlich für eine nicht-nachhaltige Beauty Brand wirft das Fragen bei den Followern auf und lässt ihn oder sie unauthentisch erscheinen. 51 Prozent der befragten Influencer gaben an, dass die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen für sie nicht in Frage kommt, wenn sie dies oder die Werte, für die es steht, nicht mögen. Damit war dies auch der häufigste Grund für eine Absage. An zweiter Stelle folgte ein zu niedrig angesetztes Honorar, weswegen 42 Prozent schon einmal ablehnten. Knapp 25 Prozent nahmen Angebote nicht an, weil ihnen keine kreative Freiheit gelassen wurde.

© HypeAuditor

Für die Anfrage wünschten sich die befragten Influencer folgendes, um direkt filtern zu können, ob eine Zusammenarbeit in Frage kommt oder nicht:

  1. 61 Prozent der Influencer wünschen sich eine klare Beschreibung des Produkts oder der Dienstleistung, für die geworben werden soll.
  2. 59 Prozent der Influencer gaben an, dass sie gerne eine klare Vorstellung von den verfügbaren Budgets und den erwarteten Ergebnissen erhalten würden.
  3. 51 Prozent wünschen sich außerdem Informationen über das Unternehmen, das mit ihnen zusammenarbeiten möchte.

Learning: So entsteht eine erfolgreiche Zusammenarbeit

Immer mehr Influencer entscheiden sich dazu, mit einer Social-Media-Agentur zusammenzuarbeiten. Doch auch unter diesen geben 67 Prozent an, am liebsten selbst direkt von Marken kontaktiert zu werden. Die Kommunikation per Mail wird von mehr als der Hälfte bevorzugt (51 Prozent). Die meisten Influencer erhalten mehrere Anfragen pro Monat. Oft handelt es sich dabei jedoch um kostenlose Produkttests (33 Prozent), gesponserte Beiträge (31 Prozent) oder die Suche nach Markenbotschafter:innen (18 Prozent). Bei 39 Prozent der Influencer führen nur ein bis zwei Anfragen tatsächlich zu einer bezahlten Kooperation. Unternehmen, die gerne mit Influencern zusammenarbeiten möchten, können als Learning mitnehmen, dass die Auswahl eines passenden Influencers und die persönliche Ansprache schon einmal viel bedeuten können. In der weiteren Kommunikation sollten beide Seiten transparent miteinander umgehen. Unternehmen vor allem in Bezug auf Erwartungen und Bezahlung und Influencer in Bezug auf die Erstellung des Contents – besonders wenn ihnen der gewünschte kreative Freiraum gelassen wird.

Kommentare aus der Community

Williams am 05.10.2021 um 19:48 Uhr

Sehr interessant. Das könnte auch für unser Online Marketing spannend werden :) Danke für den Beitrag.

Liebe Grüße,
Adam (Partner von ways 2 leads)

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