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Social Media Marketing
Coronavirus: Facebook investiert eine Million US-Dollar in Fact Checker
© Facebook

Coronavirus: Facebook investiert eine Million US-Dollar in Fact Checker

Nadine von Piechowski | 19.03.20

Der Ausbruch des Coronavirus führt in sozialen Netzwerken zur Verbreitung von Desinformationen und Fake News. Damit das aufhört, arbeitet Facebook nun mit einem internationalen Netzwerk aus Faktencheckern zusammen.

Der Ausbruch des COVID-19 hat auch in der digitalen Welt einen unschönen Nebeneffekt. Viele Menschen nutzen die Angst und Unwissenheit der User, um Desinformationen und Panik in sozialen Netzwerken zu verbereiten. Auch politisch und finanziell möchten einige Akteure von der aktuellen Lage profitieren. Besonders bitter: Gerade jetzt müssen die Social-Media-Giganten Facebook, YouTube und Twitter die Factchecker-Teams reduzieren und auf KI oder andere Tools setzten. Denn die Überprüfung von Inhalten in sozialen Netzwerken findet sonst in großen Büros statt. Das Arbeiten von Zuhause aus ist für viele Facebook Fact Checker nicht ohne Weiteres möglich. Denn dazu wird eine durchgängig stabile und überdurchschnittlich leistungsfähige Internetverbindung gebraucht.

Dies ist nur eine der vielen Herausforderungen, denen sich die Social-Media-Plattformen in Zeiten der Corona-Pandemie stellen müssen. Facebook verkündete daher heute:

Today we’re announcing that we’ve partnered with Poynter’s International Fact-Checking Network (IFCN) to launch a $1M USD grant program to support fact-checkers in their work around COVID-19.

Poynters IFCN wurde 2015 ins Leben gerufen, koordiniert das Fact Checking und hilft Unternehmen bei der Überprüfung der Inhalte auf ihren Websites. Die finanzielle Partnerschaft mit Facebook ermöglicht dem IFCN eine bessere Kontrolle und Koordination der Fact Checker, die über den ganzen Globus verteilt sind. Außerdem können Updates zu der Ausbreitung des Coronavirus schneller und zuverlässiger überprüft und gegebenenfalls entfernt werden.

News zum Coronavirus: Facebook unterstützt lokale Redaktionen

Neben der Partnerschaft mit Poynters IFCN gab Facebook ebenfalls bekannt, ein sogenanntes Grant Program zu starten, um lokalen Redaktionen bei der Berichterstattung zum Coronavirus zu helfen. Auf der Facebook Website heißt es dazu:

The Facebook Journalism Project is partnering with the Lenfest Institute for Journalism and the Local Media Association to offer a total of $1 million in grants to local news organizations covering COVID-19 in the US and Canada.

Die finanzielle Unterstützung für die Newsrooms kann sich dabei jeweils auf bis zu 5.000 US-Dollar belaufen und soll dabei helfen, unerwartete Ausgaben, die die Berichterstattung zum COVID-19 mit sich bringt, zu decken. Dazu verkündete Facebook weiter:

These needs may include, but are not limited to: tools to work remotely, increases in coverage to inform communities and to combat misinformation, and other costs associated with serving vulnerable and at-risk communities. In addition, the Facebook Journalism Project is working with the News Media Canada and The Independent News Challenge to advise on how best to reach journalists in remote communities across Canada.

Mit finanzieller Unterstützung zurück zur Normalität?

Der Ausbruch des Coronavirus traf nicht nur die sozialen Netzwerke unerwartet. Auch das Gesundheitssystem, die Wirtschaft und kulturelle Einrichtungen leiden unter der ungewöhnlichen Situation. Niemand weiß, wann das öffentliche Leben wieder Normalität annimmt. Facebooks Investition in Fact Checker ist dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn nur wenn die Öffentlichkeit mit verlässlichen Updates versorgt wird, können Maßnahmen zur Eindämmung effektiv durchgesetzt werden. Eine enge Zusammenarbeit und gegenseitige finanzielle Unterstützung zwischen Journalisten und Social-Media-Plattform kann dabei in Zukunft von großer Bedeutung sein.

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