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Suchtrends 2019: So sieht das Online-Verhalten von Konsumenten aus
© Agence Olloweb - Unsplash

Suchtrends 2019: So sieht das Online-Verhalten von Konsumenten aus

Michelle Winner | 16.12.19

Eine Studie zeigt, dass Konsumenten in Deutschland aktiver werden, gerade im Bereich Folgeklicks und Bewertungen. Doch wonach wurde je nach Monat besonders oft gesucht?

Eine aktuelle Analyse von Yext zum Online-Suchverhalten von Konsumenten in 2019 zeigt, dass die Deutschen im Netz immer aktiver werden. Grundlage der Untersuchung ist eine branchenübergreifende Stichprobe von 10.000 Geschäftsstellen von Yext-Kunden. Besonders wertvoll ist hierbei die Erkenntnis darüber, wann Kunden häufig nach bestimmten Arten von Unternehmen suchen. Zusätzlich wurde auch das Klickverhalten analysiert.

Die drei Key Results

Bevor wir einen Blick auf die einzelnen Unternehmenstypen werfen, hier zunächst die drei auffälligsten Ergebnisse unabhängig von der Branche:

1. Folgeklicks nehmen um 29 Prozent zu

Dieses Ergebnis bezieht sich auf die erste Seite er Suchergebnisse, welche wertvoller denn je ist. Konsumenten in Deutschland, die beispielsweise ein Unternehmen bei Google Maps finden, klicken also häufiger auf die Optionen wie „Routenplanung zum Unternehmen“ oder direkt auf die Telefonnummer. Besonders interessant: Die Impressionen ohne Folgeklicks haben sich dabei im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Dies lässt schließen, dass Suchende heute schneller das gewünschte Ergebnis finden und die angegebenen Interaktionsmöglichkeiten gern nutzen.

2. Bewertungen von Unternehmen und Produkten nehmen zu

Insgesamt stieg die Zahl von Bewertungen pro Unternehmensstandort/Filiale um sagenhafte 49 Prozent. Positive Reviews bringen dabei nicht nur Vorteile für die Reputation des Unternehmens, sondern tragen auch dazu bei, im Ranking von Suchmaschinen höher gelistet zu werden. Gleichzeitig ist dieses Ergebnis mit Vorsicht zu genießen – nicht alle Reviews sind positiver Art und Kunden neigen häufig dazu, vor allem negative Erfahrungen online zu teilen.

3. Unternehmen antworten häufiger auf Bewertungen

Im Vergleich zu anderen Ländern sticht Deutschland hier besonders hervor: Die Zahl der Antworten auf Bewertungen stieg um 135 Prozent und geht mit dem vorherigen Punkt einher. Die Form der Antwort kann in diesem Punkt variieren: Es gibt Danksagungen, Hilfe bei Problemen, aber auch Entschuldigungen oder Rechtfertigungen als Reaktion auf negative Reviews.

Barbara Eigner, VP Marketing & Sales Development, EMEA bei Yext, erklärt ergänzend zu den Ergebnissen der Studie:

Die Zahl der Suchanfragen von Verbrauchern schwankt je nach Branche und Jahreszeit. Wichtig ist deshalb, den Absichten des Verbrauchers mit gepflegten Online-Daten auch unabhängig von der Jahreszeit zu begegnen. Nutzer in Deutschland suchen aktiver und bewerten häufiger, als es noch 2018 der Fall war. Unternehmen, die ihre Daten in Verzeichnissen wie bei Google, Gelbe Seiten, Facebook und Co. pflegen und auf Bewertungen von Konsumenten antworten, können damit die Zahl ihrer zufriedenen Kunden und damit ihren Umsatz erhöhen.

Welche Unternehmen sind in welchem Monat gefragt?

Zusätzlich hat Yext im Zeitraum von August 2018 bis August 2019 untersucht, wonach Konsumenten online suchen, abhängig vom Monat. Diese Erkenntnisse sind dabei herausgekommen:

Quartal 1: Flaute nach Weihnachten

Wenig überraschend nehmen die Suchanfragen in Bereich Einzelhandel nach dem Konsumwahnsinn zur Weihnachtszeit erheblich ab – genaugenommen liegen die Klickzahlen 20 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt. Dafür wurde im Januar häufig nach Ärzten und Apotheken gesucht. Grund dafür sind die üblichen Erkältungen im Winter sowie eine Grippewelle. Im März stiegen zudem die Suchen nach Finanzdienstleistern. Die Klickzahlen stiegen um 16 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt und besonders häufig wurde die Routenplanung genutzt. Während die Banken gut aufgestellt sind, was das Angeben von Öffnungszeiten, Telefonnummern und Co. angeht, haben besonders Ärzte hier noch Nachholbedarf.

Quartal 2: Autokauf wichtiger als Bildung

Unternehmensdienstleister durften sich im Mai freuen: Die Klickzahlen lagen 17 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Hierzu zählt unter anderem die Suche nach Unternehmensberatungen, Kanzleien oder Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Ab April stiegen zudem die Suchanfragen nach Gastronomiebetrieben. Die ersten warmen Sonnenstrahlen weckten wohl das Bedürfnis nach gutem Essen. Gleichzeitig kann das Ende der Fastenzeit auch ein Grund für den Anstieg der Suche nach Lieferservices sein.

© Yext

Besonders interessant ist jedoch auch, was der Juni und Juli zu bieten hatten (letzteren zählen wir ausnahmsweise mit ins Q2): Suchanfragen im Bereich Non-Profit/NGO und im Bildungssektor sanken erheblich. Dies ist wohl dem Beginn der Sommer- und Semesterferien zuzuschreiben. Dafür sollte an dieser Stelle die Autohändlerbranche aufhorchen – die Klickzahlen dafür lagen nämlich 29 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Ein Rückschluss könnte also sein, dass die Deutschen besonders im Sommer über den Kauf eines neuen Wagens nachdenken.

Quartal 3: Konsumenten genießen den Sommer

Im August stiegen erneut die Suchanfragen nach Restaurants und Gaststätten und die Klickzahlen lagen 29 Prozent über dem Durchschnitt. Sonnenterrassen, Biergarten und Abende im Stadtpark motivieren die Konsumenten scheinbar dazu, auswärts essen zu gehen. Der September verläuft dafür relativ unspektakulär. Lediglich die Telekommunikationsanbieter müssen zurückstecken – die Klickzahlen sinken in diesem Monat um 18 Prozent. Ob das Ende der Sommerferien und die Rückkehr in den Arbeitsalltag damit zusammenhängen, bleibt fraglich.

Quartal 4: Alles dreht sich um den Einzelhandel

Zum letzten Mal vor den kalten Wintermonaten denken die deutschen Konsumenten im Oktober noch einmal über den Autokauf nach und suchen online öfter danach. Im November steigen noch einmal die Klickzahlen der Finanzdienstleister – vielleicht um einen letzten Blick aufs Konto zuwerfen, bevor man sich dem Weihnachtskonsum hingibt. Denn wenig überraschend ist es der Einzelhandel, der im Winter, ganz besonders Dezember, Zuwachs bekommt. Die Klickzahlen liegen vier Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Konsumenten bereiten sich auf die Festtage vor, kaufen Geschenke, Deko und natürlich auch Lebensmittel. Für die ernsten Dinge im Leben bleibt da wenig Zeit: Im Dezember liegen die Klickzahlen von Bildungssektor und Finanzdienstleistern 30 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt.

Was können wir daraus mitnehmen?

Die Ergebnisse für das Weihnachtsgeschäft sind natürlich wenig überraschend, ebenso wie die Erkenntnis, dass im Sommer häufiger auswärts gegessen wird. Die anderen Branchen können die Resultate der Studie jedoch nutzen, um in ihren klickstarken Monaten entsprechende Werbemaßnahmen vorzunehmen. Außerdem zeigen die allgemeinen Ergebnisse, dass es immer wichtiger wird die Online-Daten seines Unternehmens zu pflegen, damit Kunden schneller und besser danach suchen können und nicht frustriert den Browser schließen, weil entscheidende Informationen wie die Öffnungszeiten nicht verfügbar sind. Und auch die Interaktion mit den Konsumenten über die Bewertungen steht im Fokus und kann zu einer guten Kundenkommunikation beitragen.

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