SEO - Suchmaschinenoptimierung
Google beendet May 2026 Core Update und gibt SEOs Hoffnung

Google beendet May 2026 Core Update und gibt SEOs Hoffnung

Niklas Lewanczik | 03.06.26

Googles jüngstes Core Update ist vorbei und hat gerade zum Ende nochmal für viel Volatilität und Ranking-Gewinne gesorgt. Derweil verändert Google die Search-Welt massiv und bringt ein langersehntes Feature.

Nach nur knapp zwölf Tagen ist Googles May 2026 Core Update beendet worden. Anfang Juni hatten SEOs noch große Ranking-Schwankungen wahrgenommen, die ein Effekt des Updates sein dürften. Während dieses Algorithmus-Update für einige Ranking-Veränderungen sorgt, richtet Google die Suche zusehends stärker auf die KI-Ergebnisse aus und liefert SEOs und Seitenbetreiber:innen passende neue Funktionen dafür. Auch wichtige neue Analyse-Tools für das AI-Zeitalter kommen endlich.


Google rollt May 2026 Core Update aus

Google-Logos gespiegelt auf Glaswänden, rund
© FLY:D – Unsplash


Core Update-Ende: Hohe Volatilität gerade zum Ende

Am 21. Mai rollte Google das jüngste Core Update aus und folgte damit dem March 2026 Spam Update und dem im April abgeschlossenen March 2026 Core Update. Wie gewöhnlich hieß es, es handle sich um ein reguläres Update, das noch relevantere Inhalte für Suchende hervorbringen soll. Jetzt ist das Core Update offiziell beendet. Am 2. Juni war es so weit.

Einige SEO Tools wie etwa der Volatility Tracker Semrush Sensor zeigten vor allem am 30. Mai und 2. Juni nochmal eine besonders hohe Volatilität in den Suchergebnissen – gerade im Mobile-Bereich.

Die SEO-Expertin Lily Ray dokumentierte auf X zudem, dass viele Seiten Ende Mai/Anfang Juni große Ranking-Gewinne verzeichnen konnten.

Doch die Erfahrungen der SEOs sind wie immer verschieden. Unter einem Post der SEO-Expertin Marie Haynes kommentieren Seitenbetreiber:innen und schreiben von großen Zuwächsen, starken Verlusten, genauso wie von kaum veränderten Situationen im Ranking. In den nächsten Tagen könnte sich zeigen, welche Änderungen tatsächlich standhalten. Google rät dazu, dauerhaft die eigenen Seiten, Inhalte und Strategien zu optimieren und an neue Gegebenheiten anzupassen, etwa die KI-Ergebnisse in AI Overviews oder an suchende AI Agents, für die Google jetzt den User Agent Google-Agent unter den Fetchern bereitstellt. Das korreliert mit dem Bekenntnis Googles, dass das Unternehmen ohnehin stetig kleine Core Updates ohne Ankündigung ausführt. Das ist im Grunde nichts Neues, doch vor einiger Zeit schrieb Google einen erklärenden Passus dazu in die Developer Documentation:

[…] Sie müssen jedoch nicht unbedingt auf ein grundlegendes Update warten, um die Auswirkungen Ihrer Verbesserungen zu sehen. Wir aktualisieren unsere Suchalgorithmen ständig und nehmen auch kleinere grundlegende Updates vor. Diese Updates werden nicht angekündigt, da sie nicht allgemein bemerkbar sind. Sie sind jedoch eine weitere Möglichkeit, die Position Ihrer Inhalte zu verbessern, wenn Sie Verbesserungen vorgenommen haben.

Mehr Analyse-Tools für SEOs und Seitenbetreiber:innen

Damit die SEOs und Seitenbetreiber:innen künftig noch besser nachvollziehen können, wie ihre Seiten in verschiedenen zeitgemäßen Suchkontexten performen, hat Google einige Neuigkeiten in petto. Eine der wichtigsten Neuerungen dürfte der Search Generative AI Performance Report für die Search Console sein. Dieser soll die Sichtbarkeit in Search und Discover im Kontext von KI-Funktionen dokumentieren. Er bezieht sich auf Impressions in KI-Funktionen von Google und kann so mehr Informationen zur eigenen Sichtbarkeit liefern. Leider wird der Report zunächst nur mit einigen Seiten getestet.

Derweil rollt Google noch die Kategorie agentisches Browsing für Lighthouse aus, mit der sich prüfen lässt, wie gut die Seiten für die Interaktionen mit Maschinen beziehungsweise Agents vorbereitet sind. Das wird in Zukunft wichtiger denn je, da es bei Google schon automatisches Browsing in Chrome gibt. Die Lighthouse-Kategorie Agentic Browsing prüft unter anderem WebMCP-Anbindungen, Accessibility und llms.txt auf Maschinenlesbarkeit.


Wie gut kann eine KI deine Website lesen?

Google bringt Agentic Browsing in Lighthouse

Screenshot der Chrome Developer Tools mit Lighthouse-Bericht. Neben Performance, Accessibility, Best Practices und SEO wird die neue experimentelle Kategorie Agentic Browsing für die Bewertung der Interaktion von KI Agents mit Websites vorgestellt.
© Google


Zusatztipps für SEOs und Seitenbetreiber:innen: Mehr Traffic-Chancen und Vorsicht bei Spam-Praktiken

Aktuell sollten SEOs und Seitenbetreiber:innen auf einige spezielle Anpassungen bei Google achten. Zum einen bewertet Google das Back Button Hijacking inzwischen als Spam; es sollte bis zum 14. Juni nicht mehr eingesetzt werden, sofern das noch der Fall ist. Zum anderen könnte Google aufgrund von EU-Regularien in der Europäischen Union die Site Reputation Abuse-Regeln im Spam-Kontext wieder lockern, um einer Strafe zu entgehen – so weit ist es aber noch nicht. Gut zu wissen ist zudem, dass Google neue SEO Best Practices für zusätzliche Snippet Links in der Suche (Read More Links) geliefert hat, die auf mehr Traffic hoffen lassen. Außerdem lassen sich jetzt bevorzugte Seiten in der Google-Suche auch auf Deutsch einstellen und Publisher können Usern aktiv Hinweise darauf geben. Wie das geht, beschreiben wir in unserem Beitrag zum Thema. Diese bevorzugten Quellen werden neuerdings ebenso für die AI Overviews und den AI Mode herangezogen, was für Publisher besonders relevant ist.


Googles Preferred Sources kommen in AI Overviews und AI Mode

KI-Suchergebnisse mit Quellenangaben, Preferred Source, bei Google; weißer Hintergrund
© Google


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