Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
SEO - Suchmaschinenoptimierung
Fallstudie über Negative SEO
Spam funktioniert - in beide Richtungen

Fallstudie über Negative SEO

Nicole Mank | 15.05.12

Mit dem Pinguin wird es in der SEO-Landschaft gefährlich. Wie gefährlich, das zeigt uns die folgende Studie.

Veröffentlicht wurde die Studie in einem amerikanischen SEO-Forum. Über die Auswahl der „Kandidaten“ kann man streiten – ich wünsche das tatsächlich niemandem (schlechtes Karma), aber irgendwer muss eben herhalten. Keiner der Kandidaten wusste von seinem Glück.

Der erste Kandidat, ein dubioser „SEO Guru“, hatte vor dem Start des Experiments folgende Rankings:

Domain 1 (seofaststart.com)
dan thies – 1
seo – 11
seo service – 34
seo book – 3

Zum Vergleich wurde auch eine zweite Seite unter “Beschuss” genommen. Welche Dienstleistung folgende Domain anbietet, dürfte wohl jedem klar sein:

Domain 2 (negativeseo.me)
negative seo – 2
destroy your competitiors – 1

Für das Experiment wurden die Seiten vorwiegend mit Links aus Blogkommentaren mit den Ankertexten „Dan Thies“ und „destroy your competitors“ beschossen. Je 1 Millionen Scrapebox-Links mussten dafür herhalten. Außerdem setzte der selbsternannte „SEO Guru“ zusätzliche Links, ebenfalls über Blogkommentare, auf die Ankertexte „seo“ „seo service“ und „seo book“.

Das Experiment wurde Ende März durchgeführt. Ende April erhielt Guru Dan Thies die Nachricht über unnatürliches Linkbuilding in den Webmastertools. Im April sahen die Rankings dann wie folgt aus:

Domain 1 (seofaststart.com)
dan thies – 1 (vorher: 1)
seo – nicht mehr in den Top 1000 (vorher:  11)
seo service – nicht mehr in den Top 1000 (vorher: 34)
seo book – 34 (vorher: 3)

Domain 2 (negativeseo.me)
negative seo – 6 (vorher: 2)
destroy your competitors – 13 (vorher: 1)

Fazit:

Negative SEO funktioniert – das sollte schnellstmöglich von Matt Cutts und seinem Team geändert werden. Dieses Experiment war vermutlich nicht besonders teuer. Ein paar Proxies und ein wenig Zeit genügen also, um Mitbewerber ins SEO-Aus zu befördern, oder zumindest zu schädigen.

Bestätigt wird dies auch in folgendem Blogpost, in dem sich ein Betroffener zu Wort meldet. Sein Problem: Er kann den Täter nicht ermitteln!

Hat Google mit dem Penguin-Update dem Negative SEO Tür und Tor geöffnet, oder wäre eine solche Aktion auch schon vorab möglich gewesen? Eine offizielle Stellungnahme zur Studie gibt es bisher nicht.

Timucin am 16.05.2012 um 11:37 Uhr

hmmm man braucht noch nicht mal eine eigene Scrapebox dafür, es gibt genug Anbieter die diese diese für weniger als 100 $ anbieten…

Antworten
Seb@argutus am 16.05.2012 um 08:11 Uhr

Du liebe Güte Oo dass man seine Konkurrenten durch derlei Schmu ziemlich präzise regelrecht abschießen kann, gabs ja schon vorher. Aber dadurch wirds ja noch schlimmer. Wo Ralf es gerade erwähnt, kann das wirklich strafbar sein? Würde mich sehr interessieren.

Antworten
Marc am 15.05.2012 um 11:53 Uhr

Hi,

das ganze Topic ging ja ziemlich durch die Decke, allerdings wurde auch eindeutig darauf hingewiesen, dass aktiver Abbau von guten Links betrieben wurde. Und Randy-Andy hat sich ja aus dem Fenster gelehnt und gemeint, na dann kommt und zeigt es nochmal an MOZ ob ihr es schafft. Bei einer solchen Projektgröße haben dann alle zurückgezuckt.

Gruß

Marc

Antworten
Ralf am 15.05.2012 um 11:51 Uhr

Also Links mit immer den selben Anchortexten auf die Konkurrenz setzen, dazu noch in etliche Artikelverzeichnisse automatisiert eintragen und schon schafft man sie sich vom Hals. Bin zwar kein Jurist, aber kann das strafbar sein?

Antworten
Tobias Clement am 15.05.2012 um 11:38 Uhr

Man auch konnte auch vor Peguin seine Mitbewerber recht schnell durch einen Scrapebox-Blast aus den SERPS schiessen. Jedoch sollte man die URL länger als einen Monat im Auge behalten, denn oft kommt es nach einem solch massivem Blast, zu einem Google-Dacnce und dann rankt die Seite danach oft stärker als vorher (Siehe Kommentare Malte)

Jedoch stimmt es das man durch eine zu hohe Keyworddichte in den eingehenden Links eine Menge Unsinn anrichten kann!

Antworten
Malte Landwehr am 15.05.2012 um 10:30 Uhr

Im Fazit fehlt irgendwie die Tatsache, dass seofaststart.com offensichtlich wieder aus der Panalty genommen wurde: Aktuell Top 4 für „seo book“ und sogar Top 30 für „seo“. Die steht jetzt also teilweise besser da als vorher!
Es ist natürlich möglich, dass die Penalty manuell entfernt wurde, da Dan ziemlich laut rumgeheult hat.

Antworten
Kiki am 15.05.2012 um 10:19 Uhr

Muah, böses Ding und Potential für die ganz miesen Konkurrenten vorhanden. Aua!

Antworten
Sebastian am 15.05.2012 um 10:18 Uhr

Guter Beitrag, allerdings denke ich dass diese (zu verurteilenden) Praktiken auch schon vor Pinguin möglich waren. Interessant währe es zu wissen ob man hier zu Lande rechtliche Mittel hat, wenn man in der Realität betroffen ist. Ich vermute die Beweispflicht währe dabei wohl das größere Ploblem als der rechtliche Rahmen.

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*