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COVID-19: Report zeigt, wann, wo und wie sich das Suchverhalten weltweit verändert
© Nathana Rebouças - Unsplash

COVID-19: Report zeigt, wann, wo und wie sich das Suchverhalten weltweit verändert

Niklas Lewanczik | 16.04.20

Daten von über 100 Plattformen wie Google und Bing zeigen, wie die Coronakrise die Suchanfragen der User global umgekrempelt hat.

Die ganze Welt scheint aufgrund der Coronakrise im Wandel zu sein. Die Wirtschaft, das soziale Verhalten, der Arbeitsalltag, all das und vieles mehr verändert sich täglich. Dementsprechend macht auch das Suchverhalten der Menschen auf der ganzen Welt eine große Veränderung durch. Der COVID-19 Report von Yext zeigt im Detail auf, wie sich die Suche während der Pandemie verändert hat, wer profitiert, welche Branchen leiden und wie Unternehmen und Konsumenten die Situation besser verstehen lernen können.

Der Report zum Suchverhalten: Daten von über 100 Plattformen wie Google und Bing

Bei der Suche der User sind während der Coronakrise erwartbare Änderungen aufgetreten. Das wurde beispielsweise auch bei Amazon deutlich, wo die Suchanfragen für Keywords wie Puzzle, Lebensmittel, Paracetamol, Maske oder auch Bürostuhl in die Höhe schossen.

Nun hat Yext, ein Search-Experience-Cloud-Unternehmen, das Suchverhalten von Usern seit Ausbruch der Coronapandemie genauer untersucht. Diese Recherche zeigt diverse Umbrüche. Und die stellt das Unternehmen in einem branchen- und länderübergreifenden Report vor. Dabei stammen die Daten sowohl von Yext selbst als auch von über 100 Drittanbieterplattformen, wie Google und Bing, die Teil des Knowledge-Netzwerks von Yext sind. Wendi Sturgis, CEO Europe bei Yext, erklärt:

Wendi Sturgis

In nur wenigen Monaten hat die COVID-19-Pandemie die Welt, wie wir sie kennen, verändert. Durch unsere Analyse des Suchverhaltens konnten wir feststellen, wann, wo und wie diese Veränderungen auftraten. Angefangen vom Anstieg der Suchanfragen zum Lebensmittelhandel bis hin zum Stillstand der Suchen zu Reisen. Wir hoffen, dass unsere Recherche Unternehmen und Konsumenten dabei hilft, die derzeitige Situation besser zu verstehen und mit ihr umzugehen.

Zu den deutlichsten Erkenntnissen zählt, dass die Impressions für Lebensmittelhändler stark anstiegen – ebenso wie für Banken. Die Reisebranche hingegen leidet: Für Hotels gingen die Impressions allein in Deutschland in der Suche gegenüber dem Vorjahr um ganze 76 Prozent zurück. Ein interaktives Dashboard von Yext zeigt die Entwicklungen für diverse Regionen differenziert an. Hier können Verluste beim Suchvolumen einzelner Branchen oder auch aktuelle Trends im Konsumentenverhalten nachvollzogen werden.

Ausschnitt aus dem interaktiven Hub zur Suchentwicklung in Deutschland
Ausschnitt aus dem interaktiven Hub zur Suchentwicklung in Deutschland (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Yext

Weniger mobile Suchen und mehr Anrufe als Nebeneffekt

Eine Erkenntnis, die aus dem Yext Report mit seinen globalen Untersuchungen hervorgeht, ist, dass die mobile Suche deutlich einbüßt. Das ist nur folgerichtig, da die Menschen kaum noch auf den Straßen unterwegs sind. Die Zahl der Anrufe für Unternehmen, die über die Suche generiert wurden, stieg hingegen in den meisten Ländern stark an.

So wurden beispielsweise in Italien am 23. Februar vermehrt Anrufe bei Autovermietungen (111 Prozent Wachstum) verzeichnet. Eben an dem Tag, da einige kleine Städte im Norden des Landes unter Quarantäne gestellt wurden. In Frankreich und Deutschland konnte Ähnliches am 14. und 15. März festgestellt werden – kurz nachdem die ersten Grenz- und Schulschließungen ausgesprochen wurden.

Vergleich der Auswirkungen der Coronakrise auf das Suchverhalten in verschiedenen Ländern, © Yext

Ein genauer Blick auf das übereinstimmend veränderte Suchverhalten zeigt, dass vor allem der Lebensmittelhandel starke Zugewinne beim Suchvolumen erfährt. Vergleicht man den Zeitraum zwischen dem 25. und dem 27. März 2020 mit dem aus dem Vorjahr, sind die Impressions im Lebensmittelhandel in Deutschland um 65 Prozent gestiegen. Den höchsten Ausschlag mit 129 Prozent im Vergleich zu 2019 gab es dabei am Sonntag, den 22. März – zu diesem Zeitpunkt trat die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus in Kraft. Auch die Website-Klicks nahmen im Vergleich zur Zeit vor Corona mit durchschnittlich 127 Prozent deutlich zu, ebenso wie die Anrufe über die von Yext analysierten Plattformen (108 Prozent Wachstum).

Für die Bereiche Kleidung und Luxus sieht es im Retail-Sektor allerdings düster aus.

Einfluss auf die Retail-Branche im Kontext der Suche in Deutschland, © Yext

Finanzbranche erlebt Plus in der Suche, Reisebranche dagegen massive Verluste

Weltweit, aber auch in Deutschland, gehört die Finanzbranche im Kontext der Online-Suche zu den Gewinnern. Hierzulande sind bei Banken und Finanzunternehmen seit Ende Januar die Website-Klicks (65 Prozent) und die Anrufe (44 Prozent) über die von Yext untersuchten Plattformen gestiegen. Viele Menschen dürften sich in so unsicheren Zeiten bei ihrem Institut informieren wollen.

Allerdings nahmen die Suchen nach Wegbeschreibungen für Banken (70 Prozent) und Geldautomaten (95 Prozent) ab. Das könnte auch darauf hindeuten, dass die Relevanz von Barzahlungen durch die Coronakrise gezwungenermaßen abnehmen wird.

Entwicklung der Suchanfragen zur Finanzbranche in Deutschland, © Yext

Zu den größten Verlierern beim Suchvolumen zählen die Bereiche Kleidung, Luxus, Logistik und Reise. Die Phase zwischen dem 25. und dem 27. März 2020 zeigt im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum aus dem Vorjahr, dass die Impressions zu Unternehmen aus den Bereichen Kleidung (53 Prozent), Luxusartikel (74 Prozent), Hotels (76 Prozent) und Autovermietungen (51 Prozent) zurückgegangen sind.

Snapshot zur Suchvolumen-Entwicklung in Deutschland während der Coronakrise
Snapshot zur Suchvolumen-Entwicklung in Deutschland während der Coronakrise (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Yext

Im Yext COVID-19 Global Search and Engagement Report können die spezifischen Entwicklungen für verschiedene Kontinente und Länder detailliert nachvollzogen werden. Dabei wird auch visuell verdeutlicht, wann bestimmte Spikes oder Abstürze eingesetzt haben; und wie diese mit der Entwicklung der Pandemie korrelieren. In Deutschland hat sich etwa Ende März die Zahl der Infizierten deutlich erhöht, das Suchinteresse am Coronavirus wuchs dabei mit, ehe es deutlich zurückging.

Entwicklung des Suchvolumens in Deutschland während der Coronakrise im Kontext der Zeitpunkte
Entwicklung des Suchvolumens in Deutschland während der Coronakrise im Kontext der Zeitpunkte (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Yext

Insgesamt lassen sich jedoch weltweit länderspezifische Auswirkungen von COVID-19 feststellen – nicht zuletzt auch, weil die Regierungen unterschiedlich und zeitversetzt auf die Ausbreitung der Pandemie reagiert haben. Die komplette Übersicht darüber, wie, wann und wo sich das Suchverhalten geändert hat, kannst du im Report oder im interaktiven Search Data Hub erhalten.

Zur Methodologie

Yext hat Daten von über 100 verschiedenen Plattformen innerhalb des Yext Knowledge Networks analysiert, um zu verstehen wie sich das lokale Online-Suchaufkommen relativ zu den erwarteten Werten im Verlauf der COVID-19-Pandemie verhält. Dazu hat Yext die prozentualen Veränderungen berechnet, indem branchenspezifisch die Suchanfragen und Engagement-Raten aus dem März 2020 mit denen aus dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verglichen wurden. Dabei wurde außerdem die erwartete Jahreszuwachsrate beachtet.

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