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SEA - Suchmaschinenwerbung
Google Ads vs. Microsoft Advertising: 5 wichtige Unterschiede bei den Suchmaschinen-Riesen
© Lauren Edvalson - Unsplash © Mohammad Rezaie - Unsplash

Google Ads vs. Microsoft Advertising: 5 wichtige Unterschiede bei den Suchmaschinen-Riesen

Ein Gastbeitrag von Robert Franzke | 03.07.20

Musst du dich bei der SEA einzig auf Google Ads einstellen oder ist Microsoft Advertising eine echte Alternative? Der Beitrag liefert Antworten für alle, die Suchmaschinenwerbung machen.

SEA ist eine der wichtigsten Disziplinen im Online Marketing. Bei der Kreation und Kontrolle von Suchmaschinenwerbung ist die erste Anlaufstelle in der Regel Googles Werbeprogramm Google Ads. Manch ein Unternehmen mag dabei übersehen, dass es auch eine weitere bedeutende Plattform für Suchmaschinenwerbung gibt: Microsoft Advertising. In der Folge wird erklärt, welche Unterschiede zwischen den beiden Anbietern bestehen und welche Vorteile sich daraus für den Einsatz ergeben.

Die Reichweite der Werbeanzeigen

Der große Platzhirsch ist hierbei natürlich Google – um die Optimierung von Anzeigen bei der meistgenutzten Suchmaschine in Amerika und Europa führt daher kein Weg vorbei. Der Marktanteil von Google liegt bei über 90 Prozent. Den Großteil der verbleibenden zehn Prozent deckt Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing ab. Die Reichweite der beiden Digital-Riesen und den zugehörigen Suchmaschinenwerbeplattformen – Google Ads sowie Microsoft Advertising – ist somit der größte und offensichtlichste Unterschied, den Marketer im Hinterkopf behalten müssen.

Suchmaschinenmarktanteile in Deutschland nach Global Stat Counter
Suchmaschinenmarktanteile in Deutschland nach Statounter (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Statcounter

Angesteuerte Plattformen

Über Google Ads erreichen Unternehmen ihre Zielgruppe nicht nur bei der berühmten Suchmaschine, sondern auch bei den verschiedenen weiteren Produkten wie Google Play, dem breiten Display-Netzwerk oder Google Shopping. Mit YouTube hat Google zudem auch eines der größten sozialen Netzwerke im Werbeportfolio.

Auch Microsoft Advertising eröffnet den Zugang zu verschiedenen Plattformen. Zu den Suchmaschinen-Produkten gehören hierbei natürlich die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing, jedoch auch verschiedene Sub-Plattformen, die jeweils den Suchalgorithmus von Bing nutzen. Prominente Beispiele sind hierbei unter anderem Yahoo, AOL oder die Öko-Suchmaschine Ecosia. Damit eröffnet Microsoft Advertising auch einen Zugang zu Plattformen, die außerhalb des eigentlichen Microsoft-Universums stehen.

Neben Suchmaschinen werden Anzeigen von Microsoft Advertising jedoch unter anderem auch bei Bing Shopping sowie X-Box Live ausgespielt. Vor allem die beliebte Gaming-Plattform ist ein wichtiger Unterschied zu Google Ads, da die Plattform Stadia von Google derzeit noch nicht für Anzeigen geöffnet ist. Der Riese aus dem kalifornischen Mountain View hat somit noch kein vergleichbares Produkt für Games im Portfolio.

Das Nutzer-Interface

Bis vor wenigen Monaten sahen sich die Nutzer-Oberflächen von beiden Plattformen zum Verwechseln ähnlich. Mittlerweile wurde Google Ads jedoch einer grundlegenden Neustrukturierung und -gestaltung unterzogen.

Kampagnenübersicht bei Google Ads
Kampagnenübersicht bei Google Ads (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Quelle: Cormes

Microsoft Advertising sieht somit heute aus wie das „alte“ Google Ads und es ist zu erwarten, dass auch Microsoft seine Plattform in den kommenden Jahren neu gestalten wird.

Kampagnenübersicht bei Microsoft Advertising
Kampagnenübersicht bei Microsoft Advertising (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Quelle: Cormes

Die grundlegende Handhabung ist jedoch weiterhin ähnlich: In Google Ads werden die wichtigsten Navigationspunkte auf der linken Seite angezeigt, bei Microsoft Advertising sind die im Kopfbereich und sind verschiedenen geöffneten Tabs in einem Internetbrowser nicht unähnlich. Was die mobile Anwendbarkeit angeht, gleichen sich jedoch beide großen Plattformen: Sie eignen sich eher zum Checken der aktuellen Daten und durch die Komplexität weniger zum Optimieren der verschiedenen Kampagnen. Auch was diesen Punkt anbelangt, sind in den nächsten Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit einige Änderungen zu erwarten.

Benennung von Funktionen

Die Navigation auf beiden Plattformen ist auch trotz des neuen Google Interfaces vergleichsweise einfach und intuitiv. Wer sich mit Google Ads gut auskennt, wird auch bei Microsoft Advertising keine großen Probleme haben. Dennoch sind einige feine Unterschiede zu nennen: „Label“, in denen nähere Informationen für den internen Gebrauch vermerkt werden, heißen bei Microsoft „Bezeichnungen“. „Werbechancen“ (Google) sind das gleiche wie „Möglichkeiten“ (Microsoft), „Kosten“ entsprechen „Ausgaben“, „Bulk-Vorgänge“ gleichen der „Mengenbearbeitung“. Die Unterschiede sind also marginal – doch wer sie kennt, erspart sich an der einen oder anderen Stelle Verwirrung.

Google AdsMicrosoft Advertising
LabelsBezeichnungen
WerbechancenMöglichkeiten
KostenAusgaben
ConversionwertEinnahmen
Erweiterungen mit ZusatzinformationenLegendenerweiterung
Conversion TagUET Tag (Universal Event Tracking)
Conversion-AktionAbschlussziele
Bulk-VorgängeMengenbearbeitung
Keyword-Optionen: Weitgehend passend –Passende Wortgruppe – Genau passendKeyword-Optionen: Weit – Ausdruck – Genau
Shopping FeedKatalog

Generelle Verfügbarkeit

Ein großer Unterschied zwischen den beiden wichtigen Werbeplattformen ist die Verfügbarkeit für verschiedene Länder. Google Ads ist in fast jedem Land verfügbar – Werbeanzeigen können somit grundsätzlich über den gesamten Globus ausgespielt werden. Einige wenige Länder und Regionen sind jedoch aufgrund politischer Beschränkungen von dem Programm ausgeschlossen, darunter etwa Syrien, Nordkorea, Iran oder Kuba.

Microsoft Advertising ist dagegen für deutlich weniger Länder verfügbar. Gerade einmal 35 Staaten listet das Unternehmen etwa für die Suchmaschine Bing auf. Bei Shopping-Kampagnen ist die Verfügbarkeit bei beiden Anbietern etwas eingeschränkter: Google bietet Produktanzeigen in über 90 Ländern an, Microsoft Advertising ist dagegen nur in den USA, dem Vereinigten Königreich, Australien, Frankreich, Deutschland, Indien und Kanada verfügbar.

Fazit: Microsoft Advertising stellt eine Ergänzung zu Google Ads dar

Eindeutig ist: Google Ads ist dem kleineren Microsoft Advertising in vielen Faktoren überlegen. Dementsprechend sollten sich Marketer vorrangig auf die Anzeigenplattform von Google fokussieren. Microsoft Advertising ist jedoch eine gute Ergänzung, wenn bei Google bereits alle Möglichkeiten ausgereizt wurden. Durch die geringere Reichweite eignet sich Microsoft zudem für Kampagnen mit geringeren Budgets. Im Gegenzug bekommen Unternehmen hier nicht nur Zugang zur Games-Plattform X-Box Live, sondern erreichen mit ihren Anzeigen auch Nutzer, die das Universum von Google etwa durch die Nutzung alternativer Suchmaschinen wie Ecosia weitestgehend umgehen. Aus diesem Grund sind Online-Marketing-Aktivitäten über Microsoft Advertising eine wichtige Ergänzung zu den klassischen Google Ads.

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