Video Marketing

YouTube Marketing: OnPage-Optimierung von Videos

In der dreiteiligen Serie zur Optimierung von YouTube-Videos erklären wir euch die Rankingfaktoren von YouTube. Teil 1: OnPage-Optimierung von Videos.

© Flickr / freestocks.org, CC0 1.0

Nicht nur Webseiten lassen sich optimieren. Auch YouTube, die zweitgrößte Suchmaschine der Welt, arbeitet mit komplexen Algorithmen bei der Bewertung von hochgeladenen Videos. Es reicht bei weitem nicht aus, ein Video “einfach” auf YouTube hochzuladen. Im nachfolgenden wird die OnPage-Optimierung von Videos genauer erläutert.

Warum man YouTube nutzen sollte

YouTube eignet sich sehr gut, um zusätzlichen Traffic zu generieren. Wer keine eigene Website besitzt, kann mit YouTube Videos natürlich auch Geld verdienen. User schauen im Schnitt eine Stunde Videos auf YouTube – pro Tag. Erklärungsbedürftige Software wie bspw. Bildbearbeitungsprogramme lassen sich in Video-Tutorials einfacher erklären und sorgen für Konversions. Mit Tutorials zu Adobe Photoshop oder Premiere erreichen einige YouTuber enorme Reichweiten auf YouTube. Adobe selbst bietet mittlerweile auch Tutorials zu eigenen Produkten an und User können die Software mit kostenlosen Testversionen in vollem Umfang testen. In Video-Tutorials wird der User an die Hand genommen und durch das Programm geleitet. Die Wahrscheinlichkeit, dass der User am Ende der Testphase die Software kauft, wird so erhöht.

Rankingfaktoren OnPage Video-SEO

Die Keyword-Relevanz spielt bei der Bewertung von Videos auf YouTube eine sehr große Rolle. Bereits beim Upload eines Videos kann Einfluss auf die Optimierung genommen werden. Der Video-Dateiname sollte das Keyword enthalten. Lädt man ein Video über den Test von Rollerblades hoch, könnte der Dateiname “rollerblades-im-test.mp4” lauten.

Der wohl wichtigste Rankingfaktor bei der Video-Optimierung ist der Titel des Videos. Hier sollte das Keyword ebenfalls untergebracht werden. Der Titel alleine reicht jedoch nicht für eine Top-Platzierung aus. Auch die Klickrate eines Videos ist ein Rankingfaktor: der Titel sollte daher mit bedacht gewählt werden und zum Klicken anreizen. “Rollerblades der Marke X im Test” wird wahrscheinlich nicht so häufig geklickt wie “Tricks und Stunts mit Rollerblades für Anfänger”. Der User darf beim Titel nicht in die Irre geführt werden. Was im Titel versprochen wird, sollte im Video auch zu sehen sein.

Vorschaubilder steigern die Klickrate

Ebenfalls Einfluss auf die Klickrate eines Videos hat das Video-Thumbnail (Vorschaubild). Eine Zeit lang verwendeten YouTuber Bilder von leicht bekleideten Damen in ihren Vorschaubildern, um so die Klickrate auf das eigene Video zu erhöhen. Diese Methode ist sehr aggressiv und auf Dauer auch nicht von Erfolg gekrönt. Im Vorschaubild selbst kann auch das Keyword als Schriftzug integriert werden. Da die Vorschaubilder innerhalb der YouTube-Suche und innerhalb der vorgeschlagenen Videos sehr klein dargestellt werden, haben sich helle und farbenfrohe Bilder bewährt. Für das Vorschaubild von Rollerblade Stunts kann so beispielsweise die Nahaufnahme einer springenden Person auf Rollerblades gezeigt werden.

Aktuelle Rankingfaktoren

Tags

Bei der Optimierung von YouTube-Videos sind Keywords ein Rankingfaktor. Dies mag im ersten Moment verwirrend klingen, da bei der Optimierung von Webseiten Meta-Keywords schon seit langem keine Rolle mehr spielen. Der YouTube Alghorithmus erkennt Inhalte von Videos nicht in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind Tags ein weiterer Rankingfaktor. Dieser Rankingfaktor rückt auch bei YouTube mehr und mehr aus dem Fokus. Da Tags noch ins Ranking einbezogen werden, sollten diese sinnvoll genutzt werden.

Tags werden unter der Beschreibung eines Videos eingefügt. Vorschläge und verwandte Keywords zu einem Thema lassen sich zum Beispiel mit keywordtool.io generieren. Die kostenlose Version bietet bis zu 750 Vorschläge zu einem Thema.

Beschreibung

Die Beschreibung des Videos ist ebenfalls ein Rankingfaktor. In dieser sollten die Keywords nicht aneinandergereiht eingefügt werden. Die ersten Zeilen der Beschreibung werden in der YouTube-Suche unter dem Titel angezeigt. Der jeweilige Suchbegriff des Users wird fett hervorgehoben. Verwendet daher in der Beschreibung vollständige Sätze und geht auf den Inhalt des Videos ein. Auch ausgehende Links steigern die Relevanz und sorgen für Klicks zur eigenen Website.

Untertitel

Ein größeres und mehrsprachiges Publikum kann durch die Verwendung von Video-Untertiteln erreicht werden. Das Anlegen von Video-Untertiteln ist jedoch sehr zeitaufwendig. Ob sich der Aufwand lohnt, hängt vom Inhalt des Videos ab. Wer einen deutschsprachigen Online-Shop besitzt, kann auf mehrsprachige Übersetzungen verzichten. Ein deutscher Video-Untertitel für ein deutschsprachiges Video schadet hingegen nicht.

Infokarten & Abspann

Mit Infokarten und der neu eingeführten Abspannfunktion können User an den eigenen Kanal gebunden werden. Der Abspann kann bis zu 20 Sekunden lang sein. YouTube bietet Vorlagen mit Elementen für den Abspann an. Über Infokarten können auch Umfragen und Abstimmungen durchgeführt werden. Diese Methode eignet sich sehr gut, um mehr über die Bedürfnisse und Interessen der User zu erfahren.

Weitere Rankingfaktoren für Videos

Im zweiten Teil der Serie erfahrt ihr mehr über die Optimierung der User-Signale und OffPage Video-SEO. Der dritte Teil der Serie beinhaltet indirekte Rankingfaktoren und die Kanal-Optimierung.

Über Florian Franck

Online-Marketeer aus Leidenschaft, begeisterter Gamer und Early Adopter neuer Technologien. Redaktionelle Schwerpunkte: SEO sowie Trends und Neuigkeiten aus der OM-Szene.

2 Gedanken zu „YouTube Marketing: OnPage-Optimierung von Videos

  1. Atilla W.

    Klasse Artikel, vielen Dank!
    Im klassischen SEO spielen ja mittlerweile wohl auch die User Signals eine verstärkte Rolle – inwieweit lässt sich diese Entwicklung auch im Bereich Youtube nachvollziehen?
    Beste Grüße

    Antworten
    1. Florian Franck Artikelautor

      Hallo Attila

      vielen Dank für dein Lob. Aus meiner Sicht sind User Signals auf YouTube noch stärker zu gewichten als im “klassischen SEO”. YouTube misst genau wie lange ein User dein Video schaut, ob er mit dem Video interagiert (Daumen hoch/runter und Kommentare).

      Je mehr Interaktionen du auf deinen Videos hast, desto größer ist die wahrscheinlichkeit dass dein Video in der YouTube-Suche besser platziert ist.
      Gleiches gilt dann auch für neue Videos auf dem entsprechenden Kanal.
      Deswegen sind regelmäßige Uploads auch relevant.

      Beste Grüße
      Florian

      Antworten

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