Suchmaschinenmarketing

Yahoo: Display-Anzeigenerlöse gehen nach unten

Das Unternehmen hat die aktuellen Zahlen in einem Quartalsbericht veröffentlicht. Unzufrieden ist man bei Yahoo dennoch nicht.

Yahoo-Logo

Insgesamt vermelden die Verantwortlichen bei Yahoo nämlich eher positive Zahlen. Aus dem aktuellen Quartalsbericht geht hervor, dass der Nettogewinn des Unternehmens im ersten Quartal um 36 Prozent gestiegen ist. Das liegt aber nicht an den Werbeanzeigen. Die Verkaufserlöse aus den Display-Anzeigen sanken um elf Prozent und die Search-Erlöse um zehn Prozent.

Es ist anzunehmen, dass viele Werbetreibende sich eher Google und Facebook zugewendet haben – daher wohl die Verluste. Das verwundert kaum: Die Werbebanner bei Yahoo sind deutlich weniger sexy als die teilweise günstigeren und vor allem in puncto Targeting besser aufgestellten Angebote von Google und Facebook. Das behauptet zumindest Brian Wieser, Analyst bei der Pivotal Research Group, gegenüber AdAge.  Aktuell seien demnach die Versuche von Yahoo-CEO Marissa Mayer, die Marketing-Erlöse zu steigern, nicht von Erfolg gekrönt.

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(Die Grafik haben wir beim AdExchanger gefunden.)

Immerhin: Der Nettogewinn des Unternehmens wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent – von 286,3 Millionen auf 390,3 Millionen Dollar.

Dennoch: Im Wettkampf mit Google und Facebook hinkt Yahoo hinterher. Was macht man also, wenn man die Konkurrenz nicht schlagen kann? Man verbündet sich mit ihnen. Das bedeutet in diesem Fall: Yahoo und Google haben eine Vereinbarung getroffen. Yahoo kann demnach aufgrund dieser Vereinbarung mithilfe der Google-Dienste AdSense und AdMob Display-Anzeigen auf verschiedenen Yahoo-Seiten verkaufen. Und im Unternehmensbericht verkünden die Verantwortlichen stolz, dass Google jetzt zur Riege von Yahoos „world-class contextual ad partners“ dazugehört. Yahoo könne jetzt Nutzern Anzeigen präsentieren, die unter anderem noch bedeutungsvoller seien.

Vielleicht ein guter Schritt für Yahoo, doch das bleibt abzuwarten. Dass die einstige Google-Mitarbeiterin Mayer versucht, sich dem Konkurrenten stärker anzunähern, konnte man erwarten. Spannend bleibt, ob und inwieweit sich diese Politik als erfolgreich erweist.

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