Marketing Strategie

Weniger ist mehr: Neue Studie erklärt effektives Targeting

Wer bei potentiellen Kunden Eindruck hinterlassen will, muss wissen wie. Eine neue Studie von Sublime zeigt, wie Targeting richtig funktioniert.

© PhotoMIX Company - Pixabay

In einer aktuellen Brand Awareness-Studie hat der High Impact Werbemarktplatz Sublime in Zusammenarbeit mit Dynata Folgendes ermitteln können: Wer Kunden über Online-Werbung für sich gewinnen möchte, sollte diese dosiert anwenden, um eine Steigerung positiven Markenbewusstseins hervorzurufen und das eigene Targeting effektiver gestalten zu können. Während bei zwei bis drei Werbemittelkontakten eine Anhebung von insgesamt sechs Prozent erkennbar ist, nimmt diese bereits ab, sobald es sich um vier Kontakte handelt. Diese und weitere Erkenntnisse, lassen sich aus der Studie entnehmen.

Geschicktes Targeting: Ein Werbemittelkontakt reicht aus

Bei bereits gestützter Markenbekanntheit bedarf es lediglich eines Kontakts, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, welcher in einer Steigerung von insgesamt acht Prozent resultiert. Wie wichtig es ist, die eigenen Werbeanzeigen verbraucherfreundlich zu dosieren, zeigt sich bei einem Blick auf die Statistik, sobald eine Anzeige zehnmal oder mehr geschaltet wird. Sofern dies der Fall ist, sinkt die Brand Awareness folglich um insgesamt 23 Prozent, wodurch ein sehr großer Verlust einzubüßen wäre. Grundsätzlich gilt: eine gute Anzeige erregt mehr Aufmerksamkeit als zehn schlechte. Wer zu häufig mit derselben Anzeige konfrontiert wird, fühlt sich von dieser schnell belästigt und das Interesse sinkt dementsprechend, was ergo das Targeting negativ beeinträchtigt.

Wiedererkennungswert und wie dieser erfolgt

Ebenso geht aus den Studien hervor, dass der Wiedererkennungswert korrelativ zur Häufigkeit der Anzeige steht. Falls ein Konsument lediglich ein einziges Mal auf eine bestimmte Anzeige stößt, steigert sich die Wiedererkennungsrate um insgesamt 26 Prozent pro Werbemittelkontakt. Nach zehn Kontakten liegt jedoch lediglich eine Steigerung von sechs Prozent vor, wodurch auch hier gilt: weniger ist mehr. Der Studie zufolge sind dementsprechend zwei bis drei Werbekontakte optimal, alles andere würde sich einzig negativ bemerkbar machen.

Umso weniger Anzeigen, desto höher die Erfolgschance. © Sublime, Dynata

Die wichtigsten Schlussfolgerungen

Anhand der vorliegenden Studienergebnisse, konkludiert Assen Saraiwanow, Commercial Director DACH bei Sublime, Folgendes:

Nutzer mit Werbeanzeigen zu bombardieren, kann nicht die richtige Strategie sein, das be-
weist auch unsere Studie. Digitale Werbekampagnen sind besonders dann erfolgreich, wenn sie das Surferlebnis eines Konsumenten nicht maßgeblich beeinträchtigen. Selbstverständlich ist eine wiederholte Werbemittelausspielung weiterhin sehr wichtig, eine zu häufige Ansprache kann sich jedoch negativ auf die Markenperformance auswirken. Unsere Studie zeigt vor allem auf, dass Marken die Impressions während der Kampagnenlaufzeit begrenzen sollten, um die Aktivitätsrate der Konsumenten und die Effektivität der Kampagne zu steigern.

Wer mittels eigener Anzeigen auf Erfolg stoßen möchte, muss diese also folgerichtig reguliert handhaben. Die aus der Studie hervorgehenden Daten lassen sich effektiv auf das eigene Targeting und Schalten von Anzeigen übertragen, um diesen Methoden möglichst effizient nachzugehen. Die Studie selbst basiert auf Ergebnissen aus über 15 Studien zum Thema der Steigerung von Markenbekanntheit, durchgeführt von Dynata im Auftrag von Sublime.

Alle weiteren Ergebnisse der Studie kannst du hier nachlesen.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und schreibt seit März 2019 für OnlineMarketing.de

3 Gedanken zu „Weniger ist mehr: Neue Studie erklärt effektives Targeting

  1. Lars Götze

    Haha, ich bin immer wieder erstaunt, was Marktforschung und Studien so alles herausfinden, was jedem Hanswurst vor 30 Jahren schon klar war. Aber jetzt haben wir exakte Prozentzahlen, die, wie mein Vorredner Herr Harms schon richtig anmerkt, ohne Kontext noch einmal zusätzlich an Aussagekraft einbüßen.

    Heutzutage wird ja auch -mit Verlaub- der letzte Schrott in die MaFo geschickt, worüber ich als Werbestoryboard-Illustrator schon den Kopf schütteln muß. Aber der Firmenkunde glaubt dem heiligen Gral der Zahl mehr, als wirklichen Experten(die zu finden zugegeben nicht immer ganz leicht ist). Oft sitzen die nämlich nicht in allzu jungen Agentur-Teams, sondern an Stellen, die man garnicht zu Rate zieht. Oder sie werden ignoriert, weil das eigene Halbwissen behauptet werden muß, da werden großartige Konzepte gnadenlos glattgebügelt und dann von der MaFo zerrissen.

    Der Einheitsbrei, der dann durchkommt, sollte wirklich nicht mehr als die erklärten 2-3mal vom potentiellen Konsumenten angeschaut werden.

    Antworten
  2. Jonas Harms

    Hallo Toni und Online Marketing Team,

    vielen Dank erst mal für die vielen informativen Beiträge die ihr immer schreibt!
    Bezüglich der Kontakte: Von welchem Zeitraum sprechen wir hier? 2-3 Kontakte die Woche oder 2-3 Kontakte im Monat.
    Generell sagt man ja, das 2 Kontakte die Woche ein stabiler Wert sind aber auch hier denke ich, hängt die Wirkung stark vom Werbeumfeld ab (Siehe Studien zum Halo Effekt) und daher ist es schwer, sowas zu verallgemeinern.
    Freue mich über euren Input!
    VG Jonas

    Antworten
    1. Niklas LewanczikNiklas Lewanczik

      Hallo Jonas,

      tatsächlich wird die Angabe nicht weiter präzisiert als mit der Angabe, dass 2-3 Imnpressions für die Kampagnenlaufzeit sinnvoll seien. Das, da stimme ich zu, ist natürlich vage, besonders, da Kampagnen unterschiedlich lange laufen. Die Studie vermittelt also wieder einmal ein paar interessante Werte, die in anderen Kontexten anders aussehen könnten.
      Mitzunehmen ist demnach aus den Erkenntnissen, dass die Reduzierung der Impressions für den Erfolg von Kampagnen durchaus fruchtbar ist. Das ist keine bahnbrechende Entdeckung, aber eine Erinnerung daran, wie man mit starkem Targeting und geringerer Konfrontation zu guten Ergebnissen kommen könnte.

      Beste Grüße

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.