Video Marketing

54 Prozent Viewability: Die Hälfte der Video Ads wird laut Google nicht gesehen

Laut Untersuchungen des Suchmaschinengiganten liegt die Sichtbarkeit für Video Ads auf Desktop knapp über Bannerwerbung, während Mobile haushoch gewinnt.

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Bereits im Dezember veröffentlichte Google eine Studie, laut der 56 Prozent aller Werbebanner nicht gesehen werden. Die Viewability von Display Ads ist daher so gering, da sie auf vielen Seiten einfach in nicht sichtbaren Bereichen platziert werden, die womöglich erst durch Scrollen in Erscheinung treten. Nach einer neuen Studie aus dem Hause Google ist bei Video Ads ebenfalls keine Garantie für eine hohe Viewability gegeben, wobei hier deutliche Unterschiede zwischen Desktop und Mobile sowie Youtube und anderen Playern vorherrschen.

Zappen – wie im guten alten Privatfernsehen

Obwohl Video Ads direkt in die Player integriert werden, ist eine Sichtbarkeit nicht zwangsläufig gegeben. Selbst während der Pre-Roll öffnen viele Nutzer weitere Tabs und lassen die Werbung im Hintergrund laufen, um den Player wieder einzuschalten, wenn diese beendet ist. Die User haben im Laufe der Zeit offenbar Methoden gelernt, auch im Internet bei Bedarf zappen zu können. So berichtet Google von einer Viewability von 54 Prozent, ausgenommen Youtube. Der hauseigene Player wartet erwartungsgemäß selbstverständlich mit sehr viel besseren Zahlen auf. Laut einer Studie des Internetriesen werden ganze 91 Prozent aller Video Ads – das gilt sowohl für Desktop als auch für Mobile – auf Youtube zumindest in halber Größe für wenigstens zwei volle Sekunden angezeigt. Damit entsprechen die Werte genau den Richtlinien des Media Rating Council des IAB für Viewability, die besagen, dass Videowerbung dann sichtbar ist, wenn einem User wenigstens 50 Prozent der dazugehörigen Pixel für mindestens zwei volle Sekunden angezeigt werden.

Wenig überraschend: Mobile schlägt Desktop 

Die Zahlen sprechen für sich: Die mobile Viewability für Youtube liegt bei 94 Prozent, während die gesamte Viewability für alle anderen Player geräteübergreifend bei 54 Prozent liegt. Dabei lässt sich hier gar kein richtiger Vergleich ziehen: Denn während Youtube Videowerbung ausschließlich im Player selbst anzeigt, was natürlich ein Hauptgrund für die höhere Viewability ist, kann Videowerbung außerhalb des Youtube-Players auch direkt in Banner integriert werden, bei denen eine Sichtbarkeit aufgrund der häufigen Platzierung Below-the-Line erst recht nicht garantiert ist. Denn laut Google hängt die Viewability von der Position der Platzierung auf einer Website ab: Je prominenter die Position, desto höher die Viewability. Auch übt die Größe eines Players positiven Einfluss auf die Sichtbarkeit aus. Zusätzlich wird ersichtlich, dass Videowerbung User eher erreicht als Bannerwerbung. Dies fördert demnach, lässt man die Werbung für den eigenen Player einmal beiseite, eine höhere Sichtbarkeit für Video Ads auf Mobile denn auf Desktop zutage. Und sollten die Daten aus der Studie der Realität entsprechen, wovon eigentlich auszugehen ist, ist ein Umdenken auf mobile Werbeformate zwingend notwendig.

Google hat im Zuge der Studie auch eine Infografik mit den fünf wichtigsten Erkenntnissen veröffentlicht.

Hier könnt ihr sie ansehen:

5-factors-of-video-viewability

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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