Social Media Marketing

Verdoppelte Downloadzahlen dank Genderswap – Snapchat stärker denn je

Mit der Genderswap Lens ging Snapchat vor Kurzem viral und der Erfolg spiegelt sich in den Downloads wider. Aber weiß der Big Player dies auszubauen?

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Früher eine der weltweit größten Apps, doch mit der Zeit wurde die Konkurrenz zu stark, um an der Spitze zu bleiben. Auch wenn Snapchat sich immer weit oben halten konnte, sah der Instant Messenger sich stets durch Plattformen wie Instagram bedroht. Genauso das neue Design, welches 2017 eingeführt wurde, ließ Snapchat an Nutzern einbüßen und letztendlich folgte nie das Wachstum, welches sich die Plattform erhoffte. Mit der Einführung der Genderswap Lens, ein Filter, mit dem Nutzer und Nutzerinnen das jeweilige Geschlecht tauschen können, ging die App wieder viral und die Downloadzahlen haben sich rapide verdoppelt. Doch ist dies nicht das erste Mal, dass Snapchat dank kurzzeitigem Trend mehr Downloads verbuchen darf und die Frage bleibt, ob man es diesmal ausuzubauen weiß, wie auch OneZero berichtet.

Von Frau zu Mann und andersrum

Auf diversen Social Networks postete man Bilder von sich als Frau oder wahlweise Mann. Es wurde heiß darüber diskutiert, ob der Filter sexistisch oder auch transfeindlich sein könnte, oder viel mehr die Art und Weise, in der dieser genutzt wurde. Für die meisten hingegen schien die Genderswap Lens nichts als ein harmloser Spaß zu sein. So oder so erregte der neue Snapchat Filter reichlich Aufmerksamkeit und sorgte dafür, dass die App wieder viral ging.

Auch bei uns in der Redaktion durfte sich der Filter über Anwendung freuen.

Zuletzt machte Snapchat auf sich Aufmerksam über den tanzenden Hot Dog. Die Downloadzahlen stiegen plötzlich massiv, fielen jedoch auch wieder ab, als der Hype sein jähes Ende fand.

Snapchat wusste nicht zu expandieren und es stellt sich die Frage, ob der Big Player aus seinen Fehlern gelernt hat. Auch dieses Mal steigen die Downloads enorm, doch wie viele Nutzer wiederkehrend oder tatsächlich neu sind, ist fraglich. Letzten Endes sollte Snapchat nun Maßnahmen ergreifen die hinzugekommenen Nutzer auch zu halten.

Endlich in Kooperation

Im Vergleich zu anderen Social Networks, wo oftmals auch plattformübergreifend Beiträge geteilt werden, schien Snapchat immer weitestgehend isoliert. Das soll sich nun ändern. Um mehr Aufmerksam auf die Plattform zu ziehen, wird Snapchat sich künftig mit der Dating App Tinder und der Vide Chat App Houseparty verbinden lassen. Ein bisher großes Problem Snapchats war, dass immer wieder neue Gimmicks aus der Westentasche gezogen werden mussten, um User auf sich aufmerksam zu machen, wie der tanzende Hot Dog oder nun eben die Gender Swap Lens. Ebenso die Baby Lens, welche den Nutzer oder die Nutzerin als Baby anzeigt. Dieses Feature erfreute sich jüngst größter Beliebtheit, wie einige Publisher in Social Media zeigen.

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Can’t get enough of those Snap filters 🤣

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Wenn dies nicht der Fall war, war die von Instagram ausgehende Konkurrenz schlichtweg zu groß. Da Snapchat sich nun erstmalig außerhalb der eigenen Plattform verfügbar macht, könnte dies auch in einer konstanten Downloadsteigerung resultieren.

Zurzeit ist der Instant Messenger auf einem Hoch und es bleibt gespannt abzuwarten, welche verrückte Idee Snapchat als nächstes viral gehen lässt. Die Genderswap Lens hält sich bisher als Trend weiterhin, wenn auch das ursprüngliche Hoch bisher verflogen ist. Das Internet ist schnelllebig und täglich entstehen neue Trends. Stetig so kreative Ideen vorzubringen, dass man an diesen teilhaben kann ist schwierig, doch ist Snapchat nicht erstmalig Internettrend geworden. Eine gewünschte Konstanz bleibt dabei aus, die Kooperation mit anderen Netzwerken könnte hierbei jedoch helfen, da dies Nutzern und Nutzerinnen einen Grund bietet, die Plattform weiterhin anzuwenden.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und unterstützt OnlineMarketing.de als Redakteur und Grafiker.

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