Social Media Marketing

Twitter testet neue Carousel Ads für App Installs

Der Kurznachrichtendienst testet ein Carousel-Werbeformat, das zum Download und Öffnen von Apps animiert und auf Visuals setzt.

Smartphone mit Twitter Logo

© Sara Kurfeß - Unsplash

Als Plattform gilt Twitter als durchaus Engagement-freudig. Und da die User ihre Timeline häufig mobil durchscrollen und ansprechende Visuals ihre Aufmerksamkeit erlangen können, ermöglicht das Unternehmen Werbetreibenden zunächst im Test Carousel Ads, die für den App Install oder App Re-Engagement werben.

Neues Werbeformat für Twitters Timeline

Mit den sogenannten App Cards können Advertiser Nutzer dazu bewegen, Apps direkt aus einem Tweet zu öffnen oder zu downloaden, wie Twitter selbst angibt. Laut Twitters internen Daten sind 83 Prozent der Nutzer mobil auf der Plattform und auch auf der Suche nach neuen App Install-Optionen. Über die App Cards haben diese Nutzer die Möglichkeit, Bilder von Apps zu sehen, sich Ratings zu Gemüte zu führen und gegebenenfalls direkt zum Download überzugehen. Die Mobile App Promotion-Kampagnen sollen auf einem Cost-per-App-Click Preissystem basieren. So zahlen Advertiser nur für Klicks, die zum Öffnen der App oder zum App oder Play Store führen.

Neu im Werbeuniversum des Kurznachrichtendienstes ist jedoch ein Carousel-Format, wie Social Media Today berichtet. Das im Test befindliche Format erlaubt die Integration mehrerer Bilder in der App, wie Twitter User Sam Schmir darstellt. Diese Bilder können per Swipe durchgeschaut werden.

Ob das Ad-Format für verschiedene Kampagnentypen eingeführt wird, ist bis dato allerdings nicht bekannt. Twitter hatte schon öfter mit Carousel-Formaten experimentiert, wobei sich diese nicht durchgesetzt haben.

Dennoch erscheint ein Format, das ähnlich wie bei Instagram eine Reihe von Bildern zur Darstellung eines Produkts anbietet, zeitgemäß. Die Nutzer sind an swipeable Visuals gewöhnt und könnten diesen Mehrwert bei Ads in Twitters Timeline zu schätzen wissen. Vor allem, wenn es um Ad Installs oder Re-Engagement geht. Denn die visuelle Präsentation einer App vermag potentielle Nutzer eher zu überzeugen als ein eindimensionales Versprechen.

Wir werden sehen, ob das Format bei Twitter nach der Testphase ausgerollt wird. Ob es auch ein erfolgreiches Werbefeature werden kann, hängt dann von der Performance ab. Die richtigen Ansätze sind jedoch vorhanden, wenngleich nicht klar ist, ob die Twitter-Nutzer ähnlich positiv auf die Funktion reagieren wie etwa die Nutzer bei Instagram.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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