Social Media Marketing

Twitter gibt offiziell bekannt: Retargeted Ads werden bald möglich sein

In Kürze sollen Advertiser auf Twitter Usern „Retargeted-Promoted-Tweets“ zusenden können. Das Retargeting soll sogar mobil möglich sein.

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Twitter hat die offizielle Einführung von Retargeted Ads bestätigt. Laut techcrunch sollen sie schon bald auf der Plattform möglich sein. Die Testphase, die seit Juli diesen Jahres läuft, wäre damit beendet. Twitter will den Advertisern sogar die Möglichkeit bieten, mobile Retargeted Ads zu kaufen.

Mit der Einführung des Retargetings hätten Advertiser auf dem sozialen Netzwerk komplett neue Werbemöglichkeiten: sie werden in der Lage sein, den letzten Besucher auf ihrer Website „Retargeted-Promoted-Tweets“ zu senden. Der genaue Starttermin und nähere Details, wie die „Tailored Audiences“ funktionieren, wurden noch nicht bekannt gegeben. Eines steht jedoch fest: Twitter wird die neuen Werbeanzeigen nicht direkt an Werbetreibende anbieten, sondern wird sie über sein Retargeting-Alpha-Program mithilfe von Partnern wie Adara, AdRoll, BlueKai, Chango, DataXu, Dstillery, Lotame, Quantcast, ValueBlick und [x+1] verkaufen. Diese sind allesamt Retargeting-Spezialisten, mit deren Unterstützung auch RTB möglich sein wird.

Retargeted Ads schaffen neue Mehrwerte

Die Retargeted Ads könnten Twitter für die User sinnvoller und attraktiver machen, da ihnen vermehrt die Werbeanzeigen angezeigt werden, die sie auch interessieren. Aber auch für Advertiser hätte diese Einführung enorme Vorteile: Wenn du beispielsweise auf einer Website für ein Bildzeitung-Abonnement warst, dann könnte die Bildzeitung dir später einen Promoted-Tweet senden, bei dem die Wahrscheinlichkeit, dass die ihn anklickst hoch ist, da du schließlich schon einmal dafür Interesse gezeigt hast. Hier ein Beispiel von einem Promoted-Tweet von den Financial Times:

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Retargeting auch für Mobile

Die meisten Twitter-User nutzen die Plattform von ihren mobilen Endgeräten aus. 70 Prozent der Werbeeinnahmen spielt Twitter mittlerweile über die kleinen Bildschirme ein und es ist anzunehmen, dass mobil auch das meiste Engagement stattfindet. Deshalb wird es für Twitter wichtig sein – um mit seinen neuen Werbemitteln die Erträge (169 US-Dollar im dritten Quartal 2013) zu steigern – auch für Mobile die Retargeted Ads zugänglich zu machen.

In der Vergangenheit hat mobile Retargeting nicht funktioniert, da auf Smartphones und Tablets nicht ermittelt beziehungsweise gespeichert werden konnte, welche Website du besucht hast. Das könnte nur möglich sein, wenn es gebe eine Möglichkeit gebe, die Identität des mobilen Nutzers herauszufinden, um so zu ergründen, was er auf dem Computer für Websiten besucht. Und genau diese Fähigkeit besitzt Twitter. Die Mikroblogging-Plattform kann beim Zugriff von Usern zwischen mehreren Arten von Geräten unterscheiden.

Laut techcrunch sei diese Schaffung einer einheitlichen Identität der Schlüssel für Twitter, die neu ausgerichteten Ads auch für Mobile einzuführen. Twitter wird, sobald du dich auf deinem Computer einloggst, die Cookies deines Browsers analysieren, um zu sehen, auf welchen „nicht-mobilen-Websiten“ du warst. Wenn du dich dann mit dem selben Account wieder mobil anmeldest, kann Twitter dir die Web-Cookies auch auf deinem mobilen Endgerät anzeigen lassen.

Zach Coelius, CEO des StartUps Triggit, das sich auf Retargeted Ads spezialiserit hat, betont die Bedeutung, die Twitter mit diesem neuen Werbeverhalten hat:

Twitter is in a unique position because people log in on both the web and phone. That’s a really big deal because mobile phones don’t have the ability to set cookies so you can’t do retargeting. Twitter’s method gives it a huge advantage, enabling them to provide relevant targeted ads on mobile phones.

Geht das Retargeting mit rechten Dingen zu?

Aufgrund der akuellen NSA-Affäre spielt der Datenschutz und die Privatsphäre momenten eine große Rolle. Deshalb bietet Twitter seinen Usern auch die Möglichkeit, die Nachverfolgung ihrer Aktivitäten auszustellen. Twitter wurde für dieses rücksichtsvolle Verhalten sogar speziell von der EFF (Electronic Frontier Foundation) gelobt.

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Das Retargeting ist ein wichtiger Schritt für Twitter

Vor Kurzem hat Twitter erst das Keyword-Targeting eingeführt, das Advertisern erlaubt User, die bestimmte Wörter getwittert haben zu erreichen. Mit den Retargeted Ads wird Twitter seine Werbekraft weiter ausbauen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten und Bescheid geben, sobald wir etwas über den genauen Startzeitpunkt erfahren.

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

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