Suchmaschinenmarketing

Top 10 Yahoo-Suchbegriffe: Von Tragödien, Trump und natürlich Fußball

Yahoo gibt seine Top 10 der Suchbegriffe für das Jahr 2016 bekannt. Prominent sind die Themen Politik und Fußball. Nicht nur für SEOs einen Blick wert.

© Flickr / Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0

Yahoo zeigt mit seinen Top 10 der Suchbegriffe von 2016, was die User dieses Jahr bewegt hat. Damit wird nicht nur auf relevante Themen verwiesen, auch werden anhand dieser Inhalte Anknüpfungspunkte fürs Marketing geschaffen.

Sport und Politik als Evergreens der Themen

Die allgemeine Liste von Top Suchbegriffen bei Yahoos Suchmaschine zeigt besonders Eines: die User haben ein stetes Interesse für den Sport. Vor allem in Jahren, die sportliche Großereignisse aufweisen. Platz zwei der diesjährigen Liste der Suchbegriffe ist die „Fußball-EM 2016“, während „Olympia 2016“ auf Platz acht gelandet ist. Mit dem Bundesliga-Primus „Bayern München“ auf Platz sieben und auch „Michael Schumacher“ auf Platz drei finden sich weitere sportliche Größen im Ranking. Auf politischer Ebene waren die „AfD“, der „Brexit“ und die „Landtagswahlen“ auf den Plätzen vier bis sechs präsent, während auch „Pegida“ (Plaz 9) von Interesse für User war.

Keine Überraschung dürfte die verhältnismäßig hohe Platzierung von Helene Fischer bei den Prominenten sein (Platz zwei), wie auch das Auftauchen der seit Jahren etablierten Show Germany’s Next Topmodel in der allgemeinen Top 10 nicht verwundert (Platz 10). Auffällig ist jedoch der erstplatzierte Suchbegriff 2016: „Sturm der Liebe“, eine Telenovela.

 

Die Top 10 der Suchbegriffe 2016 bei Yahoo, © Yahoo

Die Top 10 der Suchbegriffe 2016 bei Yahoo, © Yahoo

Der politische Einfluss ist auch bei den Top 10 der meistgesuchten prominenten Personen spürbar. Neben Donald Trump und Angela Merkel (Platz drei und vier) finden sich auch der in diesem Jahr verstorbene Guido Westerwelle und die Polit-Talkmasterin Anne Will (Platz sieben und acht) in der Liste wieder:

  1. Michael Schumacher
  2. Helene Fischer
  3. Donald Trump
  4. Angela Merkel
  5. Daniela Katzenberger
  6. Oliver Rath
  7. Anne Will
  8. Guido Westerwelle
  9. David Bowie
  10. Andrea Berg

Was das für Marketer bedeutet

Für Marketer sind bei dieser Präsentation verschiedene Aspekte von Interesse. Die eindeutig identifizierbaren Themenfelder, die ein großes Publikum anziehen, geben einen Hinweis darauf, wo Marketingmaßnahmen sinnvoll platziert werden können. Yahoo selbst wirbt in der betreffenden Pressemitteilung damit, Werbekunden und ihr Zielpublikum zusammenzuführen.

Unsere Werbekunden wiederum profitieren davon, dass wir sie genau mit den Zielgruppen in Kontakt bringen, die für ihren Geschäftserfolg entscheidend sind.

Sind die Schlagwörter in diesem Fall Vergangenheit, können Marketer sich jedoch gewiss sein, dass die Suchanfragen nach künftigen politischen und sportlichen Events von Bedeutung für solche Rankings sein werden. Wie immer gilt es dazu, Trends nicht aus den Augen zu verlieren. Interesse an diesen temporären Geschehnissen birgt ebenso Marketingmöglichkeiten.

Achten müssen Marketer vor allem darauf, dass Yahoo bei Googles Vorherrschaft an Bedeutung verliert und nur einen kleinen Teil von Internet-Usern abbildet. Eine von SEO-United zusammengestellte Grafik sieht Yahoo bei 0,97 Prozent Anteil an allen Suchmaschinennutzungen in Deutschland (Oktober 2016). Damit stimmt es mit Statistas Angabe überein, Yahoo habe 2016 nur 0,98 Prozent Marktanteil (gegenüber 1,4 Prozent noch 2014). Google liegt bei etwa 94 Prozent Marktanteil in diesem Jahr. Das Suchangebot von Bing wurde inzwischen in das Portal integriert.

Marktanteile der Suchmaschinen in Deutschland, © SEO United

Marktanteile der Suchmaschinen in Deutschland, © SEO United

Letztlich ist also die Top 10 der Yahoo Suchbegriffe ein Indikator für User-Interessen, der aber nicht umfassend ist. Und doch können kaum geahnte Ergebnisse, wie „Sturm der Liebe“ auf Platz eins, dafür sorgen, dass sich Marketing in deren Umfeld lohnen könnte. Ein Trend, der sich allerdings auch suchmaschinenübergreifend weiterhin halten dürfte, ist – auch im Hinblick auf die Bundestagswahlen im nächsten Jahr – die Politik mit ihren Verstrickungen im Netz und vermehrten Überraschungen.

Quelle: Yahoo

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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