Suchmaschinenmarketing

Neues Tool: Google präsentiert Marketern wachsende Retail Trends aus der Suche

Mit dem neuen Tool gibt Google Marketern Insights zu schnell wachsenden Produktkategorien in der Suche sowie zu relevanten Regionen und Keywords in diesem Kontext.

Rising Retail Interests

© Google

Die Coronakrise hat uns und alle Marketer gelehrt, wie schnell sich das Konsumentenverhalten stark ändern kann. Plötzlich waren Produkte wie Toilettenpapier, Paracetamol, Puzzles, Hanteln oder Bürostühle extrem hoch im Kurs. Allerdings hat das starke Interesse an bestimmten Produkten schon wieder nachgelassen. Um als Marketer das Wachstum für relevante Produktkategorien in der Google-Suche bestmöglich im Auge behalten und mit Kampagnen reagieren zu können, lässt sich nun auf Googles neues Rising Retail Categories Tool zurückgreifen.

Tägliche Updates zu Daten für das Konsumentenverhalten

Gerade im Kontext der Coronakrise dürften viele Marketer konkrete Vorstellungen davon haben, welche Produkte sich gerade besonders gut bewerben lassen. Oder im Rahmen welcher Suchanfragen Search Ads vielversprechend sein könnten. Damit diese Annahmen aber eine datenbasierte Grundlage erhalten, bietet Google nun ein Tool zur Überprüfung sogenannter Rising Retail Categories. Dieses soll Marketern dabei helfen, das sich stetig und rasch ändernde Konsumentenverhalten, wie es in der Google-Suche widergespiegelt wird, zu analysieren.


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Hierfür nutzen viele Marketer neben eigenen Daten, Umfragen und Co. bereits Google Trends – aus dem das neue Tool ebenfalls seine Daten bezieht. Allerdings wissen sie häufig gar nicht, nach welchen konkreten Kategorien sie dort suchen sollen. Deshalb ermöglicht Googles Tool zur Analyse populärer Produktkategorien, aktuell wachsende Nachfrage und daraus entstehende Potentiale zu erkennen. Das Tool ist auf dem Think with Google Blog verfügbar. Dort werden schnell wachsende und produktbezogene Kategorien in den Vordergrund gestellt. Da sie auf Suchanfragen basieren, wird ebenso dargestellt, wo das Interesse besonders groß ist und mit welcher Art von Suchanfragen das belegt wird. Und die Daten sollen täglich aktualisiert werden.

Rising Retail Categories
Googles Rising Retail Categories (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Google

Welche Daten das Tool liefert und wobei diese helfen können

Die Rising Retail Categories zeigen eine Kategorie mit ihrem Wachstum an. In Großbritannien ist beispielsweise das Thema „Sneeze Guards“, also etwa ein Spuck- oder Niesschutz, gerade relevant. Im monatlichen Überblick konnte die Kategorie 500 Prozent Wachstum verzeichnen. Relevante Suchbegriffe waren etwa „sneeze guard“ oder „perpex screens“ (Schirme aus Plexiglas). Insbesondere in England stieg das Suchvolumen zur Produktkategorie an.

Beispiel für Googles Rising Retail Categories aus dem UK
Beispiel für Googles Rising Retail Categories aus dem UK, © Google

Google testete das Feature bereits mit einigen Unternehmen. Diese teilten dann ihre Ideen, wie die Daten aus dem neuen Tool eingesetzt werden könnten. Beispielsweise zur Content-Kreation. Ein Unternehmen erkannte, dass die Suche nach Mehl in den USA deutlich anstieg; und überlegte, Rezeptideen zusammen mit einem berühmten lokalen Chefkoch in ansprechenden Content zu verwandeln. Ein Juwelier wiederum nutzte die Erkenntnis, dass vermehrt nach Hanteln gesucht wurde, um Ideen für eine Kooperation mit Fitness Influencern voranzutreiben. Und ein Bekleidungsunternehmen gab sogar an, aufgrund der Änderung beim Konsumentenverhalten sogar die Mode anpassen zu wollen.

Bisher zeigt das Tool nur Daten für Australien, die USA und das Vereinigte Königreich an – das dürfte sich allerdings zeitnah ändern. Denn auch die Abstände, in denen Veränderungen angezeigt werden, sind noch auf wöchentlich, monatlich und jährlich begrenzt. Google gab aber an, tägliche Updates geben zu wollen. Mit diesen konkreten Informationen könnten Marketer ihre Annahmen, dass entsprechende Produkte ein Interesse hervorrufen, stützen. Und dann mit passenden Kampagnen – im Idealfall an die Suchanfragen angelehnt – reagieren. Auf diese Weise verspricht sich Google womöglich auch einen Zuwachs bei den Google Search Ads oder anderen Werbeanzeigen in Googles Werbesystem.

Google möchte Unternehmen so mehr Optionen für die Vermarktung im Rahmen spezifischer Produktkategorien geben. Neben dem neuen Tool können Marketer zudem den Think with Google Newsletter nutzen, um sich über Entwicklungen in der Google-Suche informieren zu lassen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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