Technologie

Surfen via Google Daydream: Google Chrome über Virtual Reality-Headsets erreichbar

Da Google den Zugang zu seinem Browser für jegliche Geräte gewährleisten möchte, kann Chrome nun über die VR-Plattform Daydream genutzt werden.

Google Chrome ist nun mit VR-Headsets zu erreichen, Screenshot YouTube © Google

Schon jetzt ist Google Chrome der Marktführer unter den Browsern; kein Wunder, ist er doch auf einem Gutteil der Smartphones vorinstalliert. Doch Chrome soll auch im Kontext zukunftsgewandter Technologien die erste Option für Nutzer bleiben. Daher kann der Browser Googles jetzt über die VR-Headsets Daydream View und das Lenovo Mirage Solo mit Daydream geöffnet und genutzt werden. So können Websites besucht und es kann mit ihnen interagiert werden – alles in VR.

Browsen in VR über Daydream: Google blickt in die Zukunft

Google möchte das Browsen in der Virtual Reality salonfähig machen. Deshalb sind all die Features von Chrome, die Sprachsuche, Lesezeichen usw., nun über VR-Headsets zugänglich. Im Blogpost erklärt Gordon Brander, Chrome UX Engineer bei Google, dass Chrome über das Daydream View und das Lenovo Mirage Solo mit Daydream erreichbar ist. Damit arbeitet Google weiter daran, Chrome zum Vorzeigebrowser zu machen. Denn mit dem Update wird der Zugang über weitere Plattformen und Geräte gefördert.

Ein Blick in die Zukunft mit Googles Daydream View, © Google

Für die VR-Headsets sind Brander zufolge einige spezifische Features bei Chrome eingeführt worden. Dazu gehört etwa der Cinema Mode. Dieser soll die Videorezeption im Netz für das Anschauen in der Virtual Reality optimieren. Mit der Integration von Chrome bei Daydream können die Nutzer ab sofort auf ihrem Smartphone surfen, News lesen oder favorisierte Videos bei YouTube ansehen. Dabei können sie einfach zu ihrem Headset wechseln, um das Ganze in VR zu erleben.

Sobald die User die aktuellste Version von Chrome bei Google Play heruntergeladen haben, lässt sich Chrome über den Homescreen bei ihrem Daydream-Gerät starten.

Für Webmaster dürfte eine solche Entwicklung bedeuten, dass künftig eine Optimierung der Seiten für die Rezeption in VR bestimmte Potentiale birgt, die einen Wettbewerbsvorteil bedeuten könnten. Allerdings stellt Google zunächst andere Ansprüche an Websites bei Chrome. Wer noch keine HTTPS-Verschlüsselung aufzuweisen hat, dessen Seite wird nun eindeutig als „nicht sicher“ markiert. Ab Herbst wird der Hinweis zum roten Warnsignal; Google duldet in Chrome auch HTTP-Seiten, brandmarkt diese aber gewissermaßen.

Für die Nutzer sind jedoch sowohl die Hinweise auf unsichere Seiten und die Möglichkeit, per VR-Headset Chrome zu starten gute Nachrichten. Ihre Usererfahrung wird so optimiert – und Chrome festigt seine Stellung als der wohl am besten aufgestellte Browser.

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