Social Media Marketing

Technischer Fehler bei Facebook: Private Beiträge von 14 Millionen Usern öffentlich sichtbar

In einem Zeitraum von zehn Tagen wurden Beiträge, die Nutzer privat teilen wollten, ungewollt öffentlich für ein Millionenpublikum gepostet.

© Tobias Dziuba - Pexels

Facebook und Datenschutz, zwei Begriffe die in letzter Zeit immer mehr aneinander zu reiben scheinen. Gerade vor dem Hintergrund des Cambridge Analytica-Datenskandals ist der neue Fehltritt des Unternehmens, der den Datenschutzdiskurs wieder aufflammen lässt, gravierend.

Private Beiträge wurden unbeabsichtigt öffentlich für 14 Millionen User gepostet

Nun unterläuft der Plattform wieder ein Fehler in Datenschutzangelegenheiten. So gab Facebook gestern bekannt, dass unbeabsichtigt private Posts von 14 Millionen Usern öffentlich geteilt wurden. Bei dem Versuch, eine neue Funktion auf Nutzerprofilen zu testen, übersahen die Software-Entwickler einen Fehler im Code. Daraufhin wurden Posts von 14 Millionen Usern, obwohl sie im privaten Modus posten wollten, für andere öffentlich sichtbar.

Ganze zehn Tage, vom 18. bis zum 27. Mai, trat dieser Fehler auf. Bei Facebook wählen Nutzer, ob Beiträge öffentlich oder nur für Freunde und Bekannte sichtbar sein sollen. Beim Anlegen eines neuen Profils sind Beiträge standardmäßig öffentlich, aber in den Einstellungen kann dies verändert werden. Sofern man diese Einstellung beibehält, gilt sie für alle zukünftigen Beiträge. Facebook teilte TechCrunch mit, dass beim Testen der neuer Funktion „Featured Items“, die es Usern ermöglicht, Fotos und andere Inhalte hervorzuheben, der Fehler in der Software unterlief. So wurden neue Posts ohne Vorwarnung öffentlich geteilt. Viele Nutzer bemerkten dies nicht und ermöglichten so einem Millionenpublikum einen Einblick in etwas, dass eigentlich privater Natur bleiben sollte.

Facebook fordert Nutzer auf, Beiträge zu überprüfen

Ab heute wird Facebook Nachrichten an betroffene Nutzer schicken und diese darauf hinweisen, dass sie bitte ihre Beiträge und deren Reichweite überprüfen sollen. In der Nachricht wird auch ein Link enthalten sein, der zu den Posts führt, die möglicherweise für die breite Masse zugänglich gemacht worden sind. Aktuell sei der Fehler wohl behoben.

Die Tech-Website Recode hebt den Charakter dieses neuen Skandals folgendermaßen hervor:

Obviously, given Facebook’s rocky year of mismanagement of its platform, it’s both a public relations and operational disaster.

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Seit 2017 unterstützt Maja die Redaktion von OnlineMarketing.de. Dabei widmet sie sich primär dem Karrieremagazin mit den Themenfeldern rund um Jobs und Karriere, schreibt aber auch über digitales Marketinggeschehen.

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