Social Media Marketing

Social Media: Facebook nicht mehr Top-Adresse!

Eine Studie zum Konsumentenverhalten in sozialen Medien ergab ein insgesamt abnehmendes Markeninteresse, vor allem bei Facebook.

Angeknackst: Der Marktführer

Soziale Netzwerke sind für Unternehmen und Werbetreibende längst keine Orte der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit der Zeit differenziert sich naturgemäß auch die Perspektive der verschiedenen Netzwerke und Communities und ihrer Möglichkeiten für die jeweilige Geschäftsform und die Kampagnenziele. Eine neue Social und Mobile Commerce-Studie von Shop.org, comScore und The Partnering Group gewährt nun insbesondere für Einzelhändler wertvolle Einblicke: demnach lässt das Interesse für Markenauftritte in Sozialen Medien generell nach. Eindeutiger Verlierer dieses allgemeinen Abschwungs ist indes Facebook.

Facebook abgeschlagen

Insgesamt 1.500 Verbraucher wurden zu ihren Interaktionen mit Einzelhändlern im Social Media-Bereich befragt. Die durchschnittlich meisten „Follower“ einer Marke in ein soziales Netzwerk verzeichnet demnach Pinterest (9,3 Retailer) , gefolgt von Twitter (8,5 Retailer). Schon relativ abgeschlagen folgt dann erst Facebook mit 6,9 Einzelhändlern im Schnitt. Der Schwerdt-Blog prognostiziert angesichts dessen ein Umdenken bei den Unternehmen, welche bisher Zeit und Geld in Facebook-Kampagnen investieren.

Und auch YouTube und das Blogging scheinen vergleichsweise hohes Interesse zu wecken: so gaben 70% der Blog-Leser unter den Befragten an, sich daraufhin regelmäßig auf der Shop-Seite zu informieren. Überraschend: ganze 68% aller Teilnehmer der Studie schauen sich für nähere Informationen zu einem Händler YouTube Videos an.

Social Media-Einfluß

In einem weiteren Schritt wurde auch nach den Beweggründen der Konsumenten für die Interaktion mit den Händlern gefragt. Erneut zeigt sich hier der hohe Grad der „sozialen Medialisierung“: während die Masse der Befragten nach wie vor an Sonderangeboten interessiert ist und knapp die Hälfte aktuelle Produktinformationen wünscht, geben 36% als Motiv zur Markenkommunikation ihr Bedürfnis an, ihre Meinung über Produkt- und Serviceleistungen kundzutun und zu erfahren, was andere Verbraucher denken.

Mobile, Mobile, Mobile

Auch im Fokus stand der Bereich Mobile Marketing. Die meisten Smartphone-Besitzer nutzen ihren Device führ’s Fotografieren (37%) und teilen der Bilder (34%). Ein Drittel der Befragten nutzen bereits Location Services, wobei hier deutliches männliches Übergewicht festzustellen ist. 40% der Männer, aber nur 22% der Frauen nutzen Foursquare und Co. Außerdem sind diese Services besonders für junge Leute attraktiv: 46% der 18-34 Jährigen und noch 22% der 35-54 Jährigen wollen ihre aktuellen Aufenthaltsorte gerne mitteilen.

Also mal wieder viel Bekanntes, aber auch manches, das zum Grübeln Anlass gibt. Gerade das überraschend geringe User-Interesse auf dem Branchenprimus Facebook ist bemerkenswert. Insgesamt sprechen aber sowohl die Motive der Konsumenten als auch deren steigende Präferenz für Local Media doch stark für (differenzierte) SM-Kampagnen.

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